Medienticker - Archiv

Heute u. a.

1344 Presseschau-Absätze - Seite 19 von 135

Medienticker vom 20.02.2019 - Heute u. a.

Zitat des Tages:
"Schulen und Universitäten sind dafür da, dass das Hirn sich gesellschaftlich benehmen lernt, Manieren annimmt." (Peter Hille)

Aktualisiert: +12:00 Uhr

Heute u. a.:
+ Pionierin im Netz
Nora Gomringer hält eine "Münchner Rede zur Poesie"
(sz) - "Wunderbare Rampensäue!" Mit diesen Worten lobte der Dichter Thomas Kling einmal Kollegen wie Karl Kraus, H.C. Artmann und Ernst Jandl. Der Literaturwissenschaftler Frieder von Ammon ergänzt nun: "Nora Gomringer ist eine dieser wunderbaren Rampensäue, die Kling meinte." Dass diese Lyrikerin "Mündlichkeit und Körperlichkeit" zelebrieren kann, weiß tatsächlich jeder, der einmal eine ihrer Performances erlebt hat. Nun aber sitzt Nora Gomringer im überfüllten Lyrik Kabinett und lauscht erst einmal der bewundernden Einführung Ammons, der gleich noch ihre Traditionslinien benennt: Slam Poetry, Jazzgesang, Konkrete Poesie. Nicht zu vergessen der Aspekt des Digitalen: "Sie ist nichts weniger als eine Pionierin."

Online-Medien
TÜV für Glaubwürdigkeit?
(sz) - Das amerikanische Start-up "NewsGuard" hat sich den Kampf gegen postfaktische Berichterstattung zur Mission gemacht.Anhand von neun verschiedenen Aspekten beurteilt es Glaubwürdigkeit und Transparenz von Online-Medien. Ein Ampelsystem soll dem Nutzer im Browser die Vertrauenswürdigkeit eines Mediums anzeigen

Geheimdienst-Operationen
Maßlos überschätze Desinformation in sozialen Medien
(sp) - Die russische Trollfabrik IRA ist "ein Sauhaufen", sagt der Geheimdienstexperte Thomas Rid. Dennoch gebe es weitaus gefährlichere Desinformationskampagnen als deren Manipulationsversuche auf Facebook.

Verstaatlichung von KNV?
Buchhandel statt Banken retten
(bb) - Alex Beckmann von der Auslieferung Synergia in Roßdorf schlägt in einem offenen Brief vor, dass der Bund bei KNV einspringt, um u.a. die Außenstände bei den Verlagen zu übernehmen. KNV sei ein systemrelevantes Unternehmen für die Kulturlandschaft und mit staatlichen Geldern seien ja auch schon Banken gerettet worden.
"Eine große Gefahr für den gesamten Buchhandel"
(bb) - "Ein Riese der Buchbranche ist in die Knie gegangen: Die den Markt prägende Stuttgarter Firmengruppe Koch, Neff und Volckmar (KNV) musste in der vergangenen Woche Insolvenz anmelden. Und damit nicht genug: Dieser Riese droht, sollte er weiter fallen, einen beträchtlichen Teil der Buchbranche mit sich zu reißen", schreibt die Kurt Wolff Stiftung in ihrer Mitteilung an die Presse.
Prolit bietet "Erste Hilfe"-Service
(bb) - Die bei Prolit ausliefernden Verlage bieten den von der KNV-Insolvenz betroffenen Buchhandlungen an, auch entsprechend gekennzeichnete Einzeltitelbestellungen zu Reiserabatt direkt ab Prolit VA zu liefern.
"Ohne Unterstützung der Verlage wird es keine Zukunft für KNV geben"
(bb) - Der Geschäftsbetrieb bei KNV geht weiter: Das ist für Tobias Wahl die derzeit wichtigste Botschaft an die Branche. Der vorläufige Insolvenzverwalter (Kanzlei anchor) will sicherstellen, dass alle Bücher, die ab dem Insolvenzantrag von KNV gekauft werden, auch von KNV bezahlt werden - und erläutert im Interview die nächsten Arbeitsschritte.
Libri zieht Rechnungszahlungen vor
(bm) - Aus Solidarität mit kleineren Verlagen soll ein vorfälliger Betrag in Höhe von insgesamt 5 Mio. Euro ausgezahlt werden -
"Solidarität gegen Amazon ist eine große Schimäre"
(welt) - KNV - ein systemrelevantes Unternehmen für den Buchhandel ist pleite. Was heißt das für die Branche? Und könnte Amazon jetzt in die Infrastruktur eingreifen? Fragen an den Verleger Klaus Schöffling. Von Marc Reichwein

Big Data fürs Gemeinwohl
Her mit der Daten-Genossenschaft!
(dlfk) - Big Data und Überwachung - Schreckbegriffe, die an Dystopien denken lassen. Dabei bieten umfangreiche Datensilos auch große Potenziale für den gesellschaftlichen Fortschritt. Sozialforscher Nils Zurawksi plädiert für "solidarische Datenspeicherung".

Framing-Debatte in der ARD
"Keine Sprachanweisung"
(dlf) - Die ARD hat ein sogenanntes "Framing-Manual" erstellen lassen. Kritiker sehen darin eine Einflussnahme auf die Wortwahl und Sprache der Mitarbeiter - und eine "Anleitung zur Manipulation". Es handle sich allerdings nur um einen Denkanstoß, sagte ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab im Dlf.
Eigentor: Wie die ARD rechten Kritikern in die Karten spielte
(haz) - Anleitung zum Manipulieren? Mit einem Sprachgutachten namens "Framing Manual" wollte die ARD ihr Image aufpolieren - nun steht sie unter Propagandaverdacht. Und "Staatsfunk"-Kritiker fühlen sich bestätigt. Dabei betreibt etwa die AfD "Framing" längst selbst in Perfektion.

Urheberrecht
Uploadfilter waren gestern
(il) - Wer dachte, die faktische Verpflichtung zu Uploadfiltern sei schon der Supergau, hat sich wohl getäuscht. Denn im Streit um den geplanten Art. 13 der Richtlinie über das Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt hat sich die Situation nochmals verschärft. Der zwischen Parlament und Rat abgestimmte endgültige Text, trägt keineswegs den vielfach geäußerten Bedenken Rechnung, sondern geht vielmehr noch einen Schritt weiter.
Die Verlegerlobby & ihre willigen Helfer
(mw) - Was Deutschland und der EU recht ist, soll der Schweiz nur billig sein: Nachdem die Verleger das Leistungsschutzrecht aus der Mottenkiste geholt haben, finden sie mit der Forderung nach einer "Linksteuer" im Parlament Gehör. Der Schweizer Vorschlag geht über jenen der Nachbarländer hinaus.

Untersuchungsbericht
Facebooks Massive Rechtsverstöße
(dlf) - Mehr als ein Jahr lang haben sich britische Parlamentarier mit den Praktiken von Facebook beschäftigt - und sie finden jetzt deutliche Worte. Das Unternehmen habe vorsätzlich und wissentlich gegen Datenschutz- und Wettbewerbsrecht verstoßen. Dabei fällt auch die Bezeichnung "digitale Gangster".

Der ewige Perfektionist
Verleger Gerhard Steidl über Karl Lagerfeld 
(dlfk) - Perfektion als Maß aller Dinge - das galt für Karl Lagerfeld auch bei seinen Büchern, erinnert sich Verleger Gerhard Steidl. Bis zum Schluss habe er an den Details gefeilt. Wie auch bei seinem geplanten neuen Buch - eine Sammlung politischer Karikaturen.
(3sat-video) - Mit Brille und Zopf als Markenzeichen revolutionierte er die Mode und gab Chanel ein neues Gesicht. Jetzt ist der berühmte deutsche Modemacher gestorben.
Gespräch mit der Literaturwissenschaftlerin & Modeexpertin Barbara Vinken
(3sat-video) -... über das Vermächtnis von Karl Lagerfeld.
(mee) - "Gott in Frankreich": Internationale Medien verneigen sich

Medienticker vom 19.02.2019 - Heute u. a.

Zitat des Tages:
"Gar nicht krank ist auch nicht gesund." (Karl Valentin)

Aktualisiert: + 13:00 Uhr

Heute u. a.:
+ In memoriam
Karl Lagerfeld est mort
Paris Match | Hospitalisé d'urgence lundi soir, Karl Lagerfeld est mort ce mardi matin. Il dirigeait la maison de haute couture Chanel depuis 1983.

Modeschöpfer und Gesamtkunstwerk
(dlfk) - Er war einer der berühmtesten Deutschen der Welt. Seine Markenzeichen: der streng nach hinten gebundene Zopf, die schwarze Sonnenbrille und die äußerst schnelle, sich überschlagende Sprache. Nun ist Karl Lagerfeld im Alter von 85 Jahren gestorben.

Lexikon
Wie Google und Amazon die Wikipedia gefährden
(sz) - Die Wikipedia ist eine der wenigen großen Erfolgsgeschichten des kollaborativen, freien Internets. Plattformen wie Google und Amazon spenden in Millionenhöhe, profitieren jedoch auch massiv von den kostenlos zur Verfügung gestellten Daten. Bedroht diese Beziehung die Unabhängigkeit des Online-Lexikons?

EU-Urheberrechtsreform
Netzaktivisten sammeln 4,7 Millionen Unterschriften
(mee) - Netzaktivisten der Kampagne zur "Rettung des Internets" haben Justizministerin Katarina Barley (SPD) eine Petition zum EU-Urheberrecht überreicht. Sie protestieren unter anderem gegen sogenannte Upload-Filter.

GfK-Studie
18,8 Millionen Deutsche zahlen bereits für Streamingdienste
(mee) - 18,8 Millionen Deutsche zahlen bereits für kostenpflichtige Streamingdienste. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle GfK-Studie. Im Vergleich zum dritten Quartal konnten Streamingangebote in Deutschland ein Plus von 14 Prozent verzeichnen. Die meisten Nutzer streamen über Netflix und Amazon. Hier verbringen die Streamer neun von zehn Stunden. Mit einem Anteil von 13 Prozent war "The Walking Dead" im vierten Quartal die meistgestreamte Serie.

Amazons Moral-Problem
2018 mehr als 11 Milliarden Dollar verdient,
(mee) - aber 0 Dollar Steuern gezahlt

Fotorecht in der katholischen Kirche
DJV kritisiert Vorgaben für Fotografen
(taz) - Die katholische Kirche will Kameraleuten und Fotografen genaue Vorgaben für Aufnahmen machen. Der Deutsche Journalisten-Verband kritisiert dies.

Studie
2018 gingen in den USA über 15.000 Medien-Jobs verloren
(wuv) - Es ist die höchste Zahl an Arbeitsplatzverlusten seit 2009. Und der Trend dürfte sich in diesem Jahr sogar noch verstärken.

Gesteuert aus Berlin 
Facebook schließt die Seiten von Russlands heimlicher Medienzentrale
(t-o) - Facebook hat mehrere von Berlin aus gesteuerte Seiten geschlossen. Es geht um fehlende Transparenz. t-online.de hatte die Verflechtungen mit dem russischen Staat enthüllt.

Kreative KI
Kurzfristig überbewertet - langfristig unterschätzt
(bb) - Die Verlage stecken in einem Dilemma: Keine Ressourcen, sich mit KI zu beschäftigen, obwohl das Veränderungspotenzial als riesig eingeschätzt wird. "Am Ende könnte das dazu führen, dass nicht Branchenexperten über die Zukunft der Branche entscheiden, sondern Technologieunternehmen", meint KI-Experte Holger Volland.

 Umgang mit sozialen Netzwerken
"Facebook ist überbewertet"
(sp) - Oft gilt in sozialen Netzwerken: Viel hilft viel. Das stimmt längst nicht mehr, sagt Professor Julian Kawohl. Eine neue Studie hat ergeben, dass man mit Zurückhaltung punkten kann. Und mit dem richtigen Netzwerk.
"Digitale Gangster": Britisches Parlament will hart gegen Facebook vorgehen
(futur) - Facebook hat nach Einschätzung des britischen Parlaments "vorsätzlich und wissentlich" gegen Datenschutz- und Wettbewerbsrecht verstoßen.

Theater-Kritik
Wahrheit als Zumutung -
(fk) Henrik Ibsens Stück "Die Wildente" fragt nach dem Wert der Wahrheit im Leben einer Familie. Burkhard C. Kosminski, seit kurzem Intendant des Schauspiel Stuttgart, hat Elmar Goerdens Inszenierung aus Mannheim an seinen neuen Wirkungsort mitgenommen. Thomas Rothschild sah die Premiere.

Fake News & Co
Wie Google Desinformation bekämpft
(hei) - Unternimmt Google zu wenig gegen Falschnachrichten? Auf der Münchener Sicherheitskonferenz hat das Unternehmen seine Maßnahmen vorgestellt.

Google Pay
Deutscher Fiskus nutzt Mittelständler als Steuereintreiber für Google & Co.
(turi2) - Finanzämter ziehen von Mittelständlern Steuern ein, weil sie Google & Co nicht zu fassen kriegen, berichtet das ZDF-Magazin Frontal 21. Erste Finanzbehörden in Bayern hätten von Digitalfirmen und E-Commerce-Anbietern 15 % Quellensteuer auf ihre Zahlungen für Werbung an Google und andere Online-Giganten gefordert. Der Fiskus wolle nicht nur Geld für die Zukunft, sondern bis zu sieben Jahre rückwirkend. Die deutschen Firmen sollten sich ihr Geld, teilweise mehrere Mio Euro, von Google & Co zurückhholen, so die Theorie. Praktisch unmöglich.

Studie
YouTube verantwortlich für Verbreitung von Flat-Earth-Bewegung
(hei) - Wer glaubt, die Erde sei eine Scheibe, hat diese Auffassung meist von YouTube-Videos übernommen. Das hat eine wissenschaftliche Studie ermittelt.

Medienticker vom 18.02.2019 - Heute u. a.

Zitat des Tages:
"Gartenarbeit - das ist ein ununterbrochener Kampf gegen die Natur, die dem Menschen ihren Willen aufzuzwingen versucht. Jeder, der einen Garten pflegt, verdient eigentlich eine Tapferkeitsmedaille." (Thornton Wilder)

Heute u. a.:
Suchmaschinen
Die Verleger verlieren das Vertrauen in den Markt
(mw) - Suchmaschinen wie Google sollen eine Entschädigung zahlen für das Verlinken von Artikeln. So sieht es ein Gesetzesvorhaben der EU vor. Es verkennt die Mechanismen der digitalen Ökonomie.

Debatte um Uploadfilter
Das "Mauschelinferno" hinter der Copyright-Reform
(sp) - Der neue Kompromiss zur EU-Urheberrechtsreform ist hochumstritten. In seinem Podcast diskutiert Sascha Lobo Leser-Reaktionen - und spricht mit Julia Reda von der Piratenpartei, einer der größten Gegnerinnen des Entwurfs.

Social-Bots-Furcht
Panikmache der Medien
(faz) - Die Furcht vor "Social Bots" geht um. Sie ist so groß, dass manche Berichterstatter eine Studie über das Phänomen gründlich missverstanden haben.

+ Nach der KNV-Insolvenz
Systemrelevanz von KNV
(bb) - Welche Aufgaben und Möglichkeiten hat der vorläufige Insolvenzverwalter? Wie priorisiert er die Aufgaben? Was passiert mit den aktuellen Geschäftsführern? Wie wird entschieden, ob das Unternehmen als Ganzes erhalten oder zerschlagen wird? Antworten von Christian Sprang, Justiziar des Börsenvereins.
Vorläufiger Insolvenzverwalter
(bb) - KNV-Insolvenz: Rechtsanwalt Tobias Wahl ist vom Amtsgericht Stuttgart für alle Gesellschaften zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt worden. Wahl will sich mit seinem Insolvenzteam in Stuttgart und Erfurt zunächst einen Überblick verschaffen.
Börsenverein: "Die Gründe liegen nicht im Buchmarkt selbst"
(bb) - Der Börsenverein bereitet für seine Mitglieder einen Leitfaden anlässlich der KNV-Insolvenz vor. Vorsteher Heinrich Riethmüller ruft die Mitglieder zur Besonnenheit auf: "Wir gehen davon aus, dass der Insolvenzverwalter sehr schnell seine Arbeit aufnehmen wird."
Dossier: Umfragen, Interviews, Analysen
(bb) - Die KNV-Gruppe hat gestern beim Amtsgericht Stuttgart Insolvenz beantragt. Danach ging ein Beben durch die Branche. Wie geht es weiter? Welche Kettenreaktionen sind zu befürchten? Gibt es einen Notfallplan? Umfragen, Interviews, Analysen - lesen Sie alles zur KNV-Insolvenz in unserem Dossier!
Wie zeigt der Buchhandel jetzt Solidarität
(bb) - KNV ist insolvent. Der Buchhandel ist schockiert - erlaubt sich aber keine Panik. So wie Klaus Kowalke von Lessing & Kompanie in Chemnitz wollen auch viele andere KNV die Treue halten, so lange es geht.

Podcast
Kleinkariert oder sinnvoll?
(zeit) -  Sagt man "Geflüchtete" statt "Flüchtlinge"? Ist "Mensch mit Migrationshintergrund" okay? Welche Moral steckt hinter den Worten? Darum geht es im ZEIT-WISSEN-Podcast.
Von Esra Ayari, Hella Kemper und Max Rauner

Fastnacht
Hausverbot für Redakteurin
(wz)  Weil der Bericht über die Damensitzung "nicht akzeptabel" gewesen sei, möchte der Wormser Liederkranz bei Fastnachtsterminen nicht mehr von unserer Kollegin besucht werden.

Dresden
Hat Sachsens Polizei wieder in die Pressefreiheit eingegriffen?
(haz) - In Dresden soll es bei einem rechten Aufmarsch sowie einer Gegendemonstration wieder zu Behinderungen in der Medienberichterstattung gekommen sein. Die Dresdner Polizei nimmt dazu Stellung und geht jetzt den Vorwürfen nach.

Satire
Wo der Spaß aufhört - und wo er anfängt
(sz) - Moritz Hürtgen hat über die Titanic seine Bachelorarbeit geschrieben. Jetzt darf er als ihr Chefredakteur darüber philosophieren, wo der Spaß aufhört - und wo er anfängt.

Das andere Amerika
Joan Baez auf Abschiedstournee 
(ltk) - In der Süddeutschen Zeitung vom 16. Februar 2019  meinte der Chefredakteur Kurt Kister (Eine fast heilige Johanna und stets politische Sängerin), dass das Konzert von Joan Baez in München vielleicht wichtiger sei als die Sicherheitskonferenz am selben Tag. Joan Baez repräsentiert ein anderes Amerika als Donald Trump, so deutet er an: "Sie ist immer noch so etwas wie die Verkörperung jenes guten Amerikas, das sich in den Sechziger- und Siebzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts gegen Rassismus, Kriegspolitik und Ausbeutung im eigenen Land und auf der ganzen Welt stellte." Von Thomas Anz

Medienticker vom 15.02.2019 - Heute u. a.

Zitat des Tages:
"Das höchste Glück des Menschen ist die Befreiung von Furcht." (Walther Rathenau)

Aktualisiert: + am Samstag

Heute u. a.:
+ Nachruf
Bruno Ganz ist tot
(dlfk) - Der Schauspieler starb im Alter von 77 Jahren in Zürich. An der Berliner Schaubühne spielte Bruno Ganz unter anderem unter der Regie von Peter Zadek, Luc Bondy und Claus Peymann als Prinz von Homburg, Coriolan und Faust. Viel beachtet war auch sein Auftritt als Hamlet mit dem Regisseur Klaus Michael Grüber.

EU-Leistungsschutzrecht
Urheberrechts-Reform an den entscheidenden Stellen zu vage
(dlf) - Die Reform des europäischen Urheberrechtes sei ein fatales Signal vor allem an die jüngeren Europäer, meint Falk Steiner. Denn sie interessiere sich offensichtlich nicht für deren Lebensrealität. Zudem gelinge es dem vagen Text nicht, die entscheidenden Streitpunkte zu lösen.
Börsenverein begrüßt Abschluss der Trilog-Verhandlungen
(bb) - Am 13 Februar haben sich die EU-Mitgliedsstaaten und das Europäische Parlament im Rahmen der Trilog-Verhandlungen über die EU-Urheberrechtsrichtlinie geeinigt. Damit "sind wir auf dem Weg zu einem modernen und fairen Urheberrecht einen wichtigen Schritt vorangekommen", sagt Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins.
Jetzt hilft nur noch Protest auf der Straße
(np) -Mit den Uploadfiltern wird Europa eine Technik einführen, die schnell in eine Kontroll- und Zensurinfrastruktur umzubauen ist. Noch können wir dieses gefährliche Projekt stoppen. Hashtags und Petitionen sind ganz nett. Aber um Uploadfilter noch zu verhindern, braucht es mehr: Verbündet Euch und geht für Demokratie und freie Gesellschaft auf die Straße. Ein Kommentar.
+ YouTuber wollen gegen Artikel 13 auf die Straße gehen
(mee) - Große deutsche YouTuber rufen Millionen Fans und Follower dazu auf, gegen die Einführung eines EU-weiten Leistungsschutzrechts zu demonstrieren. Weil die millionenfache Unterzeichnung von Online-Petitionen nichts gebracht hätte, wollen Stars wie Gronkh und Unge den Protest auf die Straße verlagern.
+ Kann die umstrittene Urheberrechtsreform noch scheitern?
(sp) - Die EU-Mitgliedsstaaten haben sich auf einen Kompromiss zur geplanten Urheberrechtsreform geeinigt. Kritiker versuchen nun, Teile der Reform auf den letzten Metern zu verhindern. Die wichtigsten Antworten.

Zwischenbuchhandel
KNV Gruppe meldet Insolvenz an
(bb) - Ein Paukenschlag im Zwischenbuchhandel: Die Geschäftsführer der Unternehmen der KNV Gruppe haben am 14. Februar beim Amtsgericht Stuttgart Insolvenzanträge gestellt. Die LKG (Leipziger Kommissions- und Großbuchhandelsgesellschaft) ist davon nicht betroffen, wie das Unternehmen mitteilt.
Mehr Drama geht nicht: Analyse zur KNV-Insolvenz
(bb) - Too big to fail? Diese berühmte These von einer Systemrelevanz, die supergroßen Unternehmen selbst noch im Scheitern das Überleben sichert, ist heute fraglicher geworden. KNV ist insolvent. Von Torsten Casimir
KNV- Insolvenz  trifft die gesamte Branche
(bb) - Erste Einschätzungen von Brocom-Geschäftsführer Matthias Heinrich im Interview mit boersenblatt.net.
Nach KNV-Insolvenz: Interview mit Umbreit
(bb) - Umbreit und KNV sind nicht nur Wettbewerber im Barsortimentsgeschäft, sondern auch Kooperationspartner: Seit 2017 arbeiten sie beim Bücherwagendienst zusammen. Umbreit-Geschäftsführer Clemens Birk hofft, dass der Betrieb bei KNV trotz Insolvenz weiterläuft - und die Verlage gut genug versichert sind.
Unternehmensgeschichte
(bb) -Bildergalerie: KNV-Insolvenz

Bloggen wieder cool
"Medium" is the message
(mw) - In der Fehde zwischen Amazon-Gründer Jeff Bezos und dem Boulevard-Blatt "National Enquirer" stand unerwartet die Blogging-Plattform "Medium" im Zentrum der Aufmerksamkeit; Bezos schrieb dort einen scharfen Gegenangriff. Bezos ist nicht der erste Promi, der auf "Medium" publiziert. Die immer wieder totgesagten Blogs erleben auf der 2012 gegründeten Plattform ein Revival.

News-Satire "Die Tagespresse"
Blog als Bühnenstück
(dlf) -  "Wir sind Österreichs seriöseste Onlinezeitung", behauptet selbstbewusst "Die Tagespresse" und veröffentlicht täglich satirische Fakes - jetzt auch auf der Bühne. "Durch Übertreibung macht man Missstände viel sichtbarer", ist sich der Satiriker Fritz Jergitsch im Gespräch mit dem Dlf sicher.

Funke-Mediengruppe
Rückzug auf Raten
(faz) - Die Funke-Mediengruppe will "eine Versorgung der Leser in ländlichen Gebieten mit digitalen Angeboten" etablieren. Sie könnte in Thüringen das Ende der Papierzeitung einläuten. Von Stefan Locke

Auslandsmedien in China
Immer mehr Schikanen gegen Korrespondenten
(dlf) - Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping betont regelmäßig, dass er sein Land öffnen und reformieren wolle. Doch in vielen Bereichen ist das Gegenteil der Fall. Journalistisches Arbeiten etwa wird immer schwieriger, auch für ausländische Reporter. Von Steffen Wurzel

Bundeskongress
AfD-Jugendorganisation verweigert taz Akkreditierung
(taz) - Akkreditierung für den Bundeskongress der "Jungen Alternative" wird der taz verweigert. Andere Medien sind zugelassen.
Die AfD-Jugendorganisation "Junge Alternative" verweigert der taz die Akkreditierung für ihren Bundeskongress, der am kommenden Wochenende in Magdeburg stattfindet. Andere Medien sind dagegen zugelassen. Hintergrund scheinen Kommentare der zuständigen taz-Korrespondentin zu sein, die der JA nicht gefallen. "Das zeigt, welch schwieriges Verhältnis zur Pressefreiheit JA und AfD haben", sagt die stellvertretende Chefredakteurin der taz, Barbara Junge

Medienticker vom 14.02.2019 - Heute u. a.

Zitat des Tages:
"Nostalgie ist Sehnsucht nach der guten alten Zeit, in der man nichts zu lachen hatte." (Charles Aznavour)

Aktualisiert: +12:00 Uhr

Heute u. a.:
Verleger jubeln über
EU-Urheberrechts-Einigung
(mee) - "Recht wird digitale Innovationen fördern" - Wichtige Einigung in Straßburg: Suchmaschinen wie Google müssen für das Anzeigen von Artikel-Ausschnitten in ihren Suchergebnissen künftig Geld an die Verlage zahlen. Monatelang war in der EU heftig um die Erneuerung des Urheberrechts gestritten worden.
Journalistenverbände uneinig bei Urheberrechtsreform
(futur) - Das neue Diskussionspapier der EU-Urheberrechtsreform sorgt auch innerhalb der Medienbranche für Wirbel.
Dieser Kompromiss gefährdet das freie Netz
(sz) -  Die Reform des EU-Urheberrechts könnte zu einer fehleranfälligen und grundrechtswidrigen Vorzensur führen. Mit ihrer Zustimmung bricht die Bundesregierung den Koalitionsvertrag. Kommentar von Simon Hurtz
Wollt ihr Europa zerstören?
(sp) - Über die Details der Urheberrechtsreform wird gerade noch gestritten - unser Kolumnist hält die Verhandlungen aber längst für europafeindlich. Er wünscht sich mehr Visionen statt lobbyhöriger Politik. Eine Kolumne von Sascha Lobo
Probleme der EU-Urheberrechtsreform bleiben bestehen
(wm) - Fünf Jahre lang wurde verhandelt, um die europäische Urheberrechtsreform in ihre derzeitige Gestalt zu bringen. Wir ziehen Bilanz und schauen auf die positiven Veränderungen, verpassten Chancen und problematischen Entwicklungen der Reform.
By John Weitzmann
Verhandler meißelten Uploadfilter in Stein

(np) - Nach monatelangem Tauziehen steht fest: Die Europäische Union verpflichtet künftig Webseiten und Apps zum Filtern von Inhalten. Die Freiheit im Internet schwindet damit, fürchten Netzaktivisten. Am Text der Reform ist nicht mehr zu rütteln, die endgültige Abstimmung kommt in wenigen Wochen.

Prozess um rassistische Chats
Sieg für die Pressefreiheit
(dlfk) - Die Zeitung "Kontext" darf den Namen des Mitarbeiters zweier Landtagsabgeordneter der AfD Baden-Württemberg nennen. Der hatte dagegen geklagt, genau wie gegen die Veröffentlichung von Chatprotokollen, in denen er sich rechtsextrem geäußert hatte. Von Anke Petermann

Cranach in der
Digitale Kunsthalle
(3sat-video) - Ausstellungen besuchen ohne dafür ins Museum zu müssen? Mit der "Digitalen Kunsthalle" auf ZDFkultur geht das - zum Auftakt mit Lucas Cranach.
+ Gemeinsam mit Museen und Partnern
(mee) - ZDF startet digitale Kulturplattform, die keine Plattform sein will

Der Brexit und die Kultur
(3sat-video) - Wie planen Künstler für die Zeit nach einem voraussichtlichen Brexit? Was muss man mitdenken, wenn es z.B. um das Verschicken von Kunst oder Instrumenten geht?

KREATUR
Wie weiblich ist die Kunstszene?
(piqd) - Was heißt es heute eine Frau zu sein? Was sind die Kämpfe, die Frauen noch auszufechten haben? KREATUR ist das feministische Magazin von arte und beschäftigt sich mit diesen großen Fragen. An dieser Stelle sei die vierte Folge empfohlen -  nachdem sich zunächst mit der Vagina, dem Sport und der Justiz beschäftigt wurde, steht nun die Kunstwelt im Fokus. Diese rühmt sich gern damit, offen, tolerant und liberal zu sein. Gehört die Gleichstellung der Geschlechter dazu? Von Clara Westhoff

Geschichtsrevisionismus in Ungarn?
(3sat-video) - Das Denkmal des Revolutionshelden Imre Nagy soll durch ein aus der Regierungszeit Miklós Horthys stammendes Werk ersetzt werden.

Shortlist
Preis der Leipziger Buchmesse 2019
Die Nominierten stehen fest! - Preisverleihung 2019 am 21. März 2019 um 16 Uhr in der Glashalle
+ Hier die Listen mit Links zur Bücherschau:
Belletristik
+ Kenah Cusanit "Babel"
"1913, unweit von Bagdad. Der Archäologe Robert Koldewey leidet ohnehin schon genug unter den Ansichten seines Assistenten Buddensieg, nun quält ihn auch noch eine Blinddarmentzündung. Die Probleme sind menschlich, doch seine Aufgabe ist biblisch: die Ausgrabung Babylons. Zwischen Orient und Okzident bahnt sich gerade ein Umbruch an, der die Welt bis in unsere Gegenwart hinein erschüttern wird. ... (Klappentext+mehr)
+ Matthias Nawrat: "Der traurige Gast"
"Es ist der Winter des Anschlags auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche. Ein Mann ohne Namen beobachtet seine prekäre Nachbarschaft mit wachsender Beunruhigung. Über Gespräche und Begegnungen, den Blick in die eigene Biografie wie auf vergangene Lebensgeschichten, sucht er Antworten auf die Frage nach dem Wesen des Menschen, dem Leben, dem Tod ..." (Klappentext+mehr)
+ Jaroslav Rudiš: "Winterbergs letzte Reise"
"Jan Kraus arbeitet als Altenpfleger in Berlin. Geboren ist er in Vimperk, dem früheren Winterberg, im Böhmerwald, seit 1986 lebt er in Deutschland. Unter welchen Umständen er die Tschechoslowakei verlassen hat, das bleibt sein Geheimnis. Und sein Trauma. Kraus begleitet Schwerkranke in den letzten Tagen ihres Lebens. Die Tage, Wochen, Monate, die er mit seinen Patienten verbringt, nennt er 'Überfahrt'... "(Klappentext)
+ Anke Stelling: Schäfchen im Trockenen"
"Resi hätte wissen können, dass ein Untermietverhältnis unter Freunden nicht die sicherste Wohnform darstellt, denn: Was ist Freundschaft? Die hört bekanntlich beim Geld auf. Die ist im Fall von Resis alter Clique mit den Jahren so brüchig geworden, dass Frank Lust bekommen hat, auszusortieren, alte Mietverträge inklusive. Resi hätte wissen können, dass spätestens mit der Familiengründung der erbfähige Teil der Clique abbiegt Richtung Eigenheim und Abschottung und sie als Aufsteigerkind zusehen muss, wie sie da mithält…"  (Klappentext+mehr)
+ Feridun Zaimoglu: "Die Geschichte der Frau"
"Ein literarisches Abenteuer, ein großer Gesang, ein feministisches Manifest: Feridun Zaimoglus neuer Roman ist ein unverfrorenes Bekenntnis zur Notwendigkeit einer neuen Menschheitserzählung - aus der Sicht der Frau. - Dieses Buch erzählt eine unerhörte Geschichte. Es lässt zehn außerordentliche Frauen zur Sprache kommen vom Zeitalter der Heroen bis in die Gegenwart. Es sind Menschen, deren Sicht auf die Dinge nicht überliefert wurde. Weil Männer geboten, die Wahrheit tilgten und die Lüge zur Sage verdichteten. Diesen Frauen war es vorbehalten, schweigend unsichtbar zu bleiben oder dekorativ im Bild zu stehen. Doch nun sprechen sie - klar und laut, wie eine abgefeuerte Kugel." (Klappentext + mehr)


+ Sachbuch/Essayistik
+ Frank Biess: "Republik der Angst. Eine andere Geschichte der Bundesrepublik"
"Frank Biess erzählt die Geschichte der Bundesrepublik als eine Geschichte kollektiver Ängste. Die Furcht vor Vergeltung in der unmittelbaren Nachkriegszeit, die Angst vor einem Atomkrieg und kommunistischer Infiltration in den fünfziger Jahren und dann vor Arbeitslosigkeit durch Automatisierung und vor autoritären politischen Tendenzen, schließlich die apokalyptischen Ängste der achtziger Jahre: Immer waren die politischen Debatten und die deutsche Politik von Angst geprägt, nicht zuletzt von der Angst vor der vermeintlichen Allgegenwart des Faschismus." (Klappentext)
+ Harald Jähner: "Wolfszeit. Deutschland und die Deutschen 1945-1955"
"Harald Jähners große Mentalitätsgeschichte der Nachkriegszeit zeigt die Deutschen in ihrer ganzen Vielfalt: etwa den "Umerzieher" Alfred Döblin, der das Vertrauen seiner Landsleute zu gewinnen suchte, oder Beate Uhse, die mit ihrem "Versandgeschäft für Ehehygiene" alle Vorstellungen von Sittlichkeit infrage stellte; aber auch die namenlosen Schwarzmarkthändler, in den Taschen die mythisch aufgeladenen Lucky Strikes, oder die stilsicheren Hausfrauen am nicht weniger symbolhaften Nierentisch der anbrechenden Fünfziger, Baustein einer freieren Welt, die man sich bald würde leisten können. Das gesellschaftliche Panorama eines Jahrzehnts, das entscheidend war für die Deutschen und in vielem ganz anders, als wir oft glauben." (Klappentext)
+ Marko Martin: "Das Haus in Habana. Ein Rapport"
""Das Haus in Habana" ist keine der üblichen Abrechnungen mit Cuba. Marko Martin kennt die Region seit langem und ist deshalb keineswegs naiv "enttäuscht" von dortiger Realität. War sein 2013 in der Anderen Bibliothek erschienener Erzählband "Die Nacht von San Salvador" bereits eine Hommage an den lateinamerikanischen Kontinent, setzt er sich in seinem literarischen Journal nun mit der Karibikinsel auseinander. Seine Gewährsleute sind dabei Romanciers wie Hans Christoph Buch, Jorge Edwards und Mario Vargas Llosa, mit denen er viele Gespräche über Cuba geführt hatte, jedoch auch regimekritische Intellektuelle, die vom Castro-System in die Welt hinaus getrieben worden waren." (Klappentext)
+ Lothar Müller: "Freuds Dinge"
"Wer sich in die Fallgeschichten Sigmund Freuds vertieft, der versteht: Das nebenher Gesagte, das belanglose Detail ist das Entscheidende. - Da taucht zum Beispiel die "Apollokerze" auf, das Erfolgsprodukt der Wiener "Apollogesellschaft", die in dem im Jahr 1839 bankrottgegangenen Etablissement "Apollosäle" ihren Firmensitz hatte: industriell gefertigte Stearin-Kerzen, die reißenden Absatz fanden, weil ihr Docht nicht nachgeschnitten werden musste. Die Lexika belegen es: Diese Apollokerzen wurden zum Synonym für Stearin-Kerzen. Und: Sie bevölkern das Unbewusste unbescholtener Fräuleins, kommen auf Freuds Couch zur Sprache." (Klappentext + mehr)
+ Kia Vahland: "Leonardo da Vinci und die Frauen. Eine Künstlerbiographie"
"Mit seinen Geistesblitzen, Visionen, Maschinenträumen, anatomischen Studien gilt Leonardo da Vinci als Vordenker der Moderne. Das wichtigste aber war dem Universalgenie und Schöpfer der legendären "Mona Lisa" die Malerei, die er zum Leitmedium seiner Epoche machte. Kia Vahland zeigt in einer umfassenden Künstlerbiografie, wie ihm das gelang: Er verbündete sich mit den Frauen. Von der stolzen jungen Maria bis zur weisen Mona Lisa, von der dynamischen "Dame mit dem Hermelin" bis zur gütigen Heiligen Anna sind sie die Hauptfiguren seiner Gemälde. Um das Weibliche kreisen seine wegweisenden Ideen zur Naturgeschichte, zur Schöpfung und zur Kunst." (Klappentext + mehr)


+ Übersetzung
+ Georg Aescht übersetzte aus dem Rumänischen: "Der Wald der Gehenkten" von Liviu Rebreanu
"Aus dem Rumänischen neu übersetzt von Georg Aescht. Mit einem Nachwort von Ernest Wichner. Erster Weltkrieg: An der russischen Front wird ein Soldat hingerichtet. Man hatte ihn überführt, als er zum Feind überlaufen wollte. Leutnant Apostol Bologa aus Siebenbürgen ist unter den Mitgliedern des Kriegsgerichts, das für das Urteil verantwortlich ist ..." (Klappentext+mehr)
+ Susanne Lange übersetzte aus dem Spanischen: "Gringo Champ" von Aura Xilonen
"Aus dem Spanischen von Susanne Lange. "Hirnverbranntes Stück, lies gefälligst was, wenigstens die Klappentexte, damit du weißt, worum es verdammt noch mal geht, und du ein fokkin Book verkaufen kannst!" So fährt der Chef Liborio an, der sich als illegaler Buchhändler, Tagelöhner und Sparring-Boxer über Wasser hält." (Klappentext + mehr)

+ Timea Tankó übersetzten aus dem Ungarischen: "Löwenchor" von György Dragomán
"Nach der Beerdigung seiner Mutter kehrt Ferenczi nicht in die leere Wohnung zurück, sondern fliegt nach Madrid. Auf dem Hotelbalkon an der Puerta del Sol, während von unten "Tanzmusik, Freudenmusik und Trauermusik" heraufdringt, geht ihm durch den Kopf, wie anders das Leben verlaufen wäre, hätten die kommunistischen Behörden seinen Eltern nicht die Hochzeitsreise nach Spanien verweigert - das Hotel an der Puerta del Sol war schon gebucht. Sein Vater wäre nicht in den Bergen verunglückt, und seine Mutter hätte ihre Gesangskarriere gemacht, statt putzen zu gehen. Wie Stimmen einer Partitur verflechten sich die langen, dichten Sätze und lassen Sequenzen der Vergangenheit undGegenwart einander durchdringen." (Klappentext + mehr)
+ Karin Uttendörfer übersetzte aus dem Französischen: "Tierreich" von Jean-Baptiste Del Amo
"Während Europa von Kriegen und Umwälzungen erschüttert wird, kämpft eine Familie von Schweinezüchtern um ihr Fortbestehen - und nutzt die in immer größerem Maßstab stattfindende Ausbeutung des Rohstoffs Tier, um sich in unsere heutige, hochindustrialisierte Welt hinüberzuretten. Éléonore, Kind eines kranken Vaters und einer lieblosen Mutter, erbt Anfang des 20. Jahrhunderts von ihren Vorfahren Schweine und die Gewissheit, dass Gewalt gegen Mensch und Tier zum Leben dazugehört." (Klappentext + mehr)
+ Eva Ruth Wemme übersetzte aus dem Rumänischen: "Verlorener Morgen" von Gabriela Adameşteanu
"Von den KritikerInnen als eine Art rumänische "Suche nach der verlorenen Zeit" und als wichtigstes Buch der Schriftstellerin Gabriela Adameşteanu  gewürdigt, liegt der 1983 im Original erschienene Roman "Der verlorene Morgen" nun erstmals in deutscher Übersetzung von Eva Ruth Wemme vor. Wenn Adameşteanu elegant mit den Zeitebenen, 1914 und Ende der 70er Jahre, sowie mit den Milieus, einerseits das Großbürgertum, andererseits die sozialistische Nomenklatura spielt, dabei sowohl Systemkritik am Ceausescu-Regime übt, als auch eine Liebeserklärung an Bukarest verfasst, hält FAZ-Kritiker den Roman für ein psychologisches wie literarisches Meisterwerk." (Klappentext + mehr)


+++ Über Literaturkritik
20 Jahre literaturkritik.de
Literaturkritik in literaturkritik.de
(ltk) - Zur Februar-Ausgabe 2019 - mit Rückblicken auf die vergangenen 20 Jahre und Zukunftsperspektiven der Zeitschrift. Von Thomas Anz
Literaturkritik im Geist der Weltliteratur
(ltk) - Der alte Goethe als Rezensent. Von Dieter Lamping
Ein Gegner der Meinungsfreiheit
(ltk) - Über Goethes Gedicht "Rezensent". Von Marcel Reich-Ranicki
Die Produktivität der Literaturkritik
(ltk) -Zur Geschichte ihrer Provokationen, Krisen, Wandlungen und Möglichkeiten. Von Stefan Neuhaus
Von Mumien- und Säuglings-Fressern
(ltk) - Kritischer Kannibalismus bei Walter Benjamin, in der Literaturkritik und in der Literaturwissenschaft. Von Christoph Schmitt-Maaß
Geschlechterverhältnisse in der Literaturkritik
(ltk) - Eine quantitative Untersuchung. Von Veronika Schuchter
Kleine Formen unter der Lupe
(ltk) - Vergangenheit, Lagen und Zukunftsfragen des Feuilletons werden zunehmend erforscht und durch Editionen unterstützt. Von Bernd Blaschke
Zwischen Hass und Nostalgie
(ltk) - Michel Houellebecq hält in "Serotonin" einer erkrankten Gesellschaft den Spiegel vor und nimmt dafür in Kauf, zum Vorzeigeautor der Neuen Rechten zu werden. Zu Unrecht?. Von Sascha Seiler
Am Rand des Abgrunds
(ltk) - Eine gute und eine schlechte Nachricht zur "Debatte" um Takis Würgers Schundroman "Stella".Von Jan Süselbeck
Candide in Berlin 1942
(ltk) - Takis Würger erzählt in "Stella", wie Naivität und Schuld aufeinanderprallen. Von Anne Amend-Söchting
+ Aus dem Archiv von literaturkritik.de seit 20 Jahren

Jazz, Pop, World Music
"Nesrine Belmokh und 'NES'"
(3sat-video) - Das Trio "NES" bewegt sich zwischen Jazz, Pop, World Music und traditioneller arabischer Musik. Gerade bringen sie ihr Debütalbum "Ahlam" heraus.

Medienticker vom 13.02.2019 - Heute u. a.

Zitat des Tages:
"Solange es Haare gibt, liegen sich Menschen in denselben." (Heinz Erhardt)

Heute u. a.:
Robo-Journalismus
Hilfe, die Roboter kommen
(mee) - Die Angst vor dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz ist branchenübergreifend. Dass Bots auch im Journalismus bald eine Rolle spielen können, wird seit Jahren diskutiert. Kritiker halten die KI noch für zu unflexibel gegenüber Redakteuren aus Fleisch und Blut. Wie sinnvoll Bots im Lokaljournalismus sein können, stellt derzeit ein schwedische Medienuntermehmen unter Beweis.

Apple News
Hälfte der Erlöse kommt von den Verlagen
(mee) -  Apple verhandelt mit US-Medienhäusern laut einem Zeitungsbericht über ein neues Abo-Angebot, bei dem Inhalte verschiedener Anbieter für eine monatliche Gebühr zugänglich wären. Der iPhone-Konzern wolle bei diesem "Netflix für News" allerdings einen außergewöhnlich hohen Erlösanteil von etwa 50 Prozent behalten.

Debatte um Framing-Gutachten der ARD
Sachargumente statt Moralkeule
(dlfk) - Ein internes ARD-Papier sorgt für Aufsehen: Es empfiehlt moralische Argumente als beste Verteidigung gegen Angriffe von GEZ-Gegnern. Der Journalistin Margarete van Ackeren ist das zu viel des Guten: Sie hält die Sache für "ziemlich peinlich".

Frankreich
Wenn der Druck zu groß wird
(ejo) - Journalismus ist in diesen Tagen in Frankreich ein harter Job. Französische Journalisten müssen nicht nur rund um die Uhr einsatzbereit sein, sondern werden auch regelmäßig angefeindet.

Meister der Selbstinszenierung
War Thomas Bernhard ein Hipster?
Ein Gespräch mit André Heller
(dlfk) - Er besaß drei edle Häuser, sammelte LPs und jede Menge Schuhe. Ein Bildband zeigt: Thomas Bernhard war ein Meister der Selbstinszenierung. "Er war ein potemkinsches Dorf", sagt Herausgeber André Heller über den österreichischen Schriftsteller. - mehr hier & s. a. den gestrigen Medienticker

Eine Frage der Ressourcen
Miese TV-Programme für Kinder
(taz) - Es gibt zwar vier Fernsehsender für Kinder und Jugendliche, doch vielfach mangelt es an Qualität und Vielfalt. Das hat Gründe.

Rechte Sprache
Warum "linksgrün versifft"?
(sp) - Linke werden oft als "versifft" beschimpft. Warum diese Fantasie des Drecks? Die aktuelle Rechte erträgt nur strenge Ordnung, nicht lebendige, vermischte Realität - und orientiert sich historisch an Hitler.

100 Jahre Volkshochschulen
Plädoyer für eine Renaissance der Erwachsenenbildung
(dlfk-audio) - Klaus-Peter Hufer (5:46 min)

Vom Fiepen der Zeit
Briefe Paul Celans aufgetaucht
(faz) - "Kein Anschluß ans Leben": Neu aufgetauchte Briefe Paul Celans an eine unbekannte Geliebte werfen ein Licht auf sein Schreiben und Leben. Im März werden sie versteigert - und könnten unerforscht verschwinden.  Von Oliver Jungen

Zensur in Deutschland
Seehofer verbietet zwei PKK-Verlage
(zeit) - Der Bundesinnenminister hat zwei kurdische Medienbetriebe als Teil der Arbeiterpartei Kurdistans verboten. Sie dienten allein als PKK-Ersatzorganisation.

Salman Rushdie
Rückblickend ist die Fatwa ein epochales Ereignis
(zeit) - 1989 rief Irans Revolutionsführer Ayatollah Khomeini zum Mord an dem Schriftsteller Salman Rushdie auf. Für den Islamwissenschaftler Stefan Weidner war diese "Fatwa" ein welthistorischer Einschnitt − was folgte, setzte den Ton in Islam-Debatten bis heute.

Heinrich Breloer
Filmemacher mit anthropologischem Blick
(dlfk) - im Gespräch (35:09 min)
Brecht: Roman seines Lebens
Ein Denkmal wird lebendig
"Heinrich Breloer hat mit seinen Filmen und Büchern schon viele Figuren der deutschen Geschichte zu neuem Leben erweckt. Nun stellt er uns Bertolt Brecht vor. Über Jahrzehnte hat er mit Brechts Weggefährten, mit Frauen, Geliebten, Familienmitgliedern und Freunden, Verbündeten und Verstoßenen gesprochen, darüber ein großartiges Buch" geschrieben und mit einem Starensemble Brechts Leben verfilmt." (Klappentext

Vertieftes Lesen
Von der Bleiwüste zur Lesepizza
(faz) - Soll man smartphone-gewöhnten Kindern das Lesen von Literatur bis zur Selbstpreisgabe versüßen? Wie die Schule den Anforderungen des "vertieften Lesens" ausweicht.

Random House
Nachhaltige Buchproduktion
"Wir wollen die ökologische Wende angehen"
(bb) - Die Verlagsgruppe Random House produziert im Frühjahr zwei weitere Titel nach dem Cradle to Cradle-Prinzip, dem höchsten Standard für Öko-Effektivität. Zudem verzichtet die Verlagsgruppe auf das Einschweißen der Bücher.

Medienticker vom 12.02.2019 - Heute u. a.

Zitat des Tages:
"Jeder Mensch trägt einen Zauber im Gesicht: irgendeinem gefällt er." (Friedrich Hebbel)

Heute u. a.:
Wut auf Journalisten
Wie Fake News & alternative Medien die Unabhängigkeit der Branche bedrohen
(ard) - Diese Drohung bekam Puls4 Info-Chefin Corinna Milborn 2018. Es ist nicht die einzige im Netz gegen JournalistInnen. Das Klima verändert sich. Das beobachtet auch Ingrid Brodnig, Autorin und Journalistin aus Wien. Sie schrieb drei Bücher über die Themen Anonymität, Hass und zuletzt Lügen im Netz. "Wie eine Gesellschaft mit ihren Journalisten umgeht, ist ein guter Gradmesser, wie gesund eine Gesellschaft ist. Und ich würde sagen in den letzten Jahren ist es schlechter geworden."

Finaler Kampf ums Urheberrecht
Gegner torpedieren Kompromiss
(hb) - Der EU-Rat will kleine Unternehmen von der Haftung für Urheberrechtsverletzungen ausnehmen. Doch der Widerstand gegen den Kompromiss wächst - auch an entscheidender Stelle.

Philosophie & Belletristik
Hans Blumenberg als Literaturkritiker
(voll) - Von Felix Philipp Ingold

Reportagen
"Erzähltes muss natürlich stimmen"
(taz) - Seit dem Fall Relotius wird die Reportage grundsätzlich infragegestellt. Ein Gespräch mit Journalistikprofessor Michael Haller.

Projizierte düstere Zukunft
Bücher rund um den Brexit
(nzz) - Literatur zum Brexit ist im Kommen, und düstere Zukunftsprojektionen haben Hochkonjunktur. Wer näher an der Gegenwart schreibt, sucht dagegen einen moderateren, vermittelnden Ton. Eins aber eint die Bücher: Über Englands Grenze wird nicht hinausgeschaut - in den Köpfen ist der Brexit bereits Realität. Von Marion Löhndorf

Wissenschaft
Vorteile von Open Access
(brp) - Im September 2018 haben sich elf europäische Forschungsförderorganisationen zur cOAlition S zusammengeschlossen: Mit Unterstützung der Europäischen Kommission und des Europäischen Forschungsrats wollen sie einen Plan S umsetzen, der die Umstellung wissenschaftlicher Publikationen auf Open Access (OA) beschleunigen soll.

Im Einkaufswagen
Amazon kauft den Router-Hersteller Eero
(tur2) - Amazon übernimmt Eero, Hersteller von Mesh-Routern, für einen nicht genannten Preis. Mesh-Netzwerke bestehen nicht nur aus einem, sondern mehreren Wlan-Zugangspunkten, wie z.B. Repeatern oder Powerline-Adapter, um die Abdeckung zu vergrößern. Amazon will durch die Übernahme seine Smart-Home-Geräte rund um Alexa weiter pushen. Die Marke Eero soll erhalten bleiben. Eero steckte zuletzt in finanziellen Schwierigkeiten. Anfang 2018 trennte sich das Unternehmen von 30 Mitarbeitern - etwa 20 % der Belegschaft.

Herz & Relevanz
Lokaljournalismus 
(jour) - In unserer neuen Serie "Mein Blick auf den Journalismus" fragen wir die klugen Köpfe der Branche, wie wir den Journalismus besser machen. Teil 4: Hannah Suppa, Chefredakteurin der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ), der größten Tageszeitung in Brandenburg. Sie glaubt, dass der Lokaljournalismus durch das Digitale eine Renaissance erfährt. Sieben Thesen für einen Lokaljournalismus, der Zukunft hat - auch gedruckt.

Kinobetreiber fordern
Ausschluss von Netflix-Film auf der Berlinale
(sp) - Darf die Netflix-Produktion "Elisa y Marcela" im Wettbewerb der Berlinale laufen? Deutsche Kinobetreiber wollen das verhindern, ihre Begründung: Der Film starte nicht regulär im Kino. Die Festivalbetreiber widersprechen.

Medienticker vom 11.02.2019 - Heute u. a.

Zitat des Tages:
"Die Zeit wartet auf keinen, auch nicht auf dich." (Mick Jagger)

Heute u. a.:
EU
Urheberrechtsreform_Einigung
(zeit) - Nach langem Streit scheint eine Lösung beim EU-Urheberrecht nahe. Große Online-Plattformen werden Inhalte wohl künftig nach Urheberrechtsverstößen filtern müssen.
Börsenverein: Zeit drängt für Reform des Urheberrechts
(bb)  - Die Mitgliedstaaten im Rat der EU haben sich am Freitagabend in Bezug auf die Verhandlungen zur EU-Urheberrechtsreform geeinigt. Damit können die Trilogverhandlungen zwischen Rat, Parlament und Kommission bereits kommende Woche fortgesetzt werden, meldet der

Cui bono?
 Künstlicher Intelligenz in Verlagen
(bb) - Ulrich Störiko-Blume von der literarischen ProjektAgentur findet die Kassandra-Rufe auf das Ersetzen menschlicher Intelligenz durch Künstliche Intelligenz im Verlagswesen brandgefährlich. Die Frage "cui bono?" werde nicht gestellt: "Wer hat Interesse daran, qualifizierte Menschen durch Maschinen zu ersetzen?" Ein Meinungsbeitrag.

Verschwundener Social-Media-Auftritt
Merkels Facebook-Seite für Nachwelt erhalten
(sp) - Angela Merkel hat sich von Facebook verabschiedet - und auch die alten Beiträge ihrer Seite mit 2,5 Millionen Likes sind nicht länger sichtbar. Laut SPIEGEL-Recherchen sehen Wissenschaftler das kritisch.

Trumps Feind ist unser Feind
Erpressungsversuch gegen Amazon-Chef
(taz) - Amazon-Chef Jeff Bezos wirft dem "National Enquirer" Erpressung vor. Nicht das erste Mal, dass das Blatt versucht, Trump-Gegner mundtot zu machen.

Umgang mit
Rechtspopulisten in der Berichterstattung & Talkshows
(ndm) - Seit auch in Deutschland eine rechtspopulistische Partei in den Landesparlamenten und im Bundestag sitzt, fragen sich viele Medienschaffende, wie sie mit den Rechtspopulisten umgehen sollen. Bietet man ihnen zu oft eine Plattform für ihre Provokationen oder, tut man es nicht, vernachlässigt man Themen, die eine Vielzahl von Menschen umtreiben? Viele Journalist*innen stellt diese Frage vor eine Herausforderung. Nach Rücksprache mit Expert*innen und der Lektüre einiger Untersuchungen haben wir folgende Tipps zusammengestellt.

Gutachten
Macht den Journalismus gemeinnützig!
(nw) - Seit mehreren Jahren wird über die Gemeinnützigkeit von Journalismus diskutiert. Jetzt bringt ein Rechtsgutachten neuen Schwung in die Debatte: Die im Auftrag der nordrhein-westfälischen Landesregierung erstellte Expertise empfiehlt, die Abgabenordnung zu ergänzen und den Journalismus steuerrechtlich als gemeinnützig anzuerkennen.

Streit um
SPD-Medienbeteiligungen
(üm) - Roland Tichy arbeitet daran, als großer Nichtkämpfer für die Pressefreiheit in die Geschichte einzugehen. - Der bekannte Publizist behauptet, dass man in Deutschland Wahrheiten nicht mehr aussprechen darf, die den Mächtigen missfallen. Und anstatt für das Recht zu kämpfen, die Wahrheit zu sagen, gibt er kampflos auf. Anstatt sich mit den Mächtigen anzulegen, geht er der Auseinandersetzung mit ihnen aus dem Weg. Von Stefan Niggemeier

Energiewende im Roman
Literatur unter Strom
(faz) - Anders der Rückblick von Monika Maron, die, nachdem sie sich bereits 1980 im Roman "Flugasche" mit der giftigen Kohlekraft unter DDR-Bedingungen auseinandergesetzt hatte, im Jahr 2010 den literarischen Bericht "Bitterfelder Bogen" veröffentlichte. Darin erzählt sie vom Aufstieg des Solar-Unternehmens Q-Cells, das, so die damalige Vision, im sachsen-anhaltinischen Bitterfeld die Bildung eines solar valley einleiten sollte. Die Sympathiefigur des Textes ist der früh verstorbene Q-Cells-Gründer Rainer Lemoine. Auf einigen schönen Seiten beleuchtet Maron dessen Zeit als Energiepionier Anfang der achtziger Jahre. Von Ingo Uhlig

+ Theater-Nachtkritiken
Der Blauwal soll sein Maul halten!
"Sommer" am Schauspielhaus Wien
(nt) -Elsa-Sophie Jach bringt Sean Kellers Stück am Schauspielhaus Wien zur Uraufführung

Du kommst hier nicht rein
"Disko" am Schauspiel Leipzig
(nt) - Ivan Panteleev bringt Wolfram Hölls Auftragswerk für das Schauspiel Leipzig zur Uraufführung
Filmkritik
Brecht
(nt) - Heinrich Breloer verfilmt Leben und Arbeiten Bertolt Brechts in zwei Teilen für die ARD

Blick in die Zukunft
Von Propheten, Prototypen und Profi
(dlfk) - Der Blick in die Zukunft ist ein Menschheitstraum. Dass einige Propheten dabei vor allem ihren eigenen Nutzen im Sinn haben, zieht sich durch die Geschichte - von traditionellen Orakeln der Antike bis zu den Startups und Consultants von heute.


+++ Aktualisierungen vom Wochenende
Nachruf
Tomi Ungerer ist tot
(dlfk) - Der französische Zeichner, Buchillustrator und Schriftsteller Tomi Ungerer ist tot. Er starb im Alter von 87 Jahren in Irland.
Freizügig & kosmopolitisch
(taz) - Der einfühlsame elsässische Kinderbuchautor und bissige Karikaturist war schon zu Lebzeiten eine Legende. Nun ist Tomi Ungerer 87-jährig gestorben.
<--- Eine Retrospektive
veranstaltet von Daniel Keel. Mit Texten von Friedrich Dürrenmatt, Manuel Gasser, Walther Killy und Tomi Ungerer - Zum 60. Geburtstag am 28.11.91: Das Schönste und Beste aus dem riesigen Werk von Tomi Ungerer: zärtliche, liebevolle, hinterlistige, bitterböse, entlarvende, satirische, wehmütige, explosive, freche, phantastische Bilder. Mit Texten von Friedrich Dürrenmatt, Manuel Gasser, Walther Killy und Tomi Ungerer. - s. a. die Bücherschau

Die Literaturstadt Bergen
Eine gewisse Grundgetrübtheit
(dlfk) - Das norwegische Bergen ist bekannt für schlechtes Wetter. Diese schroffe Umgebung hat Literaten wie Karl-Ove Knausgard oder Tomas Espedal inspiriert. Auch dank ihrer Bücher ist das "Tor zu den Fjorden" heute ein literarisches Zentrum.
Bergen im Regen
Ein Spaziergang mit dem Schriftsteller Tomas Espedal
(dlfk-audio) - Von Andrea Gerk (5:55 min)  -
Tomas Espedals Roman "Bergeners" "Aus dem Norwegischen von Hinrich Schmidt-Henkel. "Bergeners" ist eine ungewöhnliche Liebeserklärung an den zwischen Bergen und Fjorden gelegenen Heimatort Tomas Espedals. Die Erzählung beginnt im extravaganten The Standard Hotel in New York und endet im Berliner Askanischen Hof, denn immer wieder versucht Tomas zu fliehen: vor dem Trubel um seine Person nach dem Erscheinen von Knausgårds Büchern, vor der Einsamkeit, nachdem seine Freundin ihn verließ, vor sich selbst. Jedes Mal kehrt er aber zurück zu dem Ort seiner Kindheit, dem Ort, der seine Erinnerungen konserviert. Meist sind es Erinnerungen an die Frauen, die der Autor einst liebte." (Klapptext) - mehr hier über Espedal

Bayern2 - Bayerisches Feuilleton
"Zum 30. Todestag des Autors Thomas Bernhard"
"Die Thomasbernhardorteaufsuchkrankheit"Wie sehr ein Autor seine Leser infizieren kann
Von Bernhard Setzwein

Schriftsteller, Theatermacher, Nationalheiliger
(dlfk) - Kaum ein anderer deutschsprachiger Schriftsteller des 20. Jahrhunderts erhitzte die Gemüter so sehr wie er. Die Theaterstücke des Österreichers Thomas Bernhard verursachten Skandale, seine Romane zogen Gerichtsverhandlungen nach sich. 
Territorium der Haifische
Thomas Bernhards Lektorin Annelise Botond
(fk) - Anneliese Botond war Lektorin bei Insel und Suhrkamp und begleitete über mehrere Jahre Thomas Bernhards Werk. Zwischen 1963 und 1970 verfasste sie mehr als 140 Briefe an Bernhard, dessen vermutlich wenige Antwortschreiben sich nicht erhalten haben. Im Korrektur-Verlag sind Botonds Briefe nun erschienen. Alexandru Bulucz hat sie studiert. - Buchbesprechung von Alexandru Bulucz
mehr über Bernhard in der Bücherschau

Medienticker vom 08.02.2019 - Heute u. a.

Zitat des Tages:
"Es ist wunderbar, derjenige sein zu können, der du bist." (Jean-Paul Gaultier)

+ Aktualisiert: am Samstag

Heute u. a.:
+ Nachruf
Tomi Ungerer ist tot
(dlfk) - Der französische Zeichner, Buchillustrator und Schriftsteller Tomi Ungerer ist tot. Er starb im Alter von 87 Jahren in Irland.
<--- Eine Retrospektive
veranstaltet von Daniel Keel. Mit Texten von Friedrich Dürrenmatt, Manuel Gasser, Walther Killy und Tomi Ungerer - Zum 60. Geburtstag am 28.11.91: Das Schönste und Beste aus dem riesigen Werk von Tomi Ungerer: zärtliche, liebevolle, hinterlistige, bitterböse, entlarvende, satirische, wehmütige, explosive, freche, phantastische Bilder. Mit Texten von Friedrich Dürrenmatt, Manuel Gasser, Walther Killy und Tomi Ungerer.
-s. a. die Bücherschau

Upload-Filter
Bertelsmann lehnt die EU-Urheberrechtsreform jetzt auch ab
(sp) - Als einer der größten Rechteinhaber Europas sollte Bertelsmann vom neuen Urheberrecht profitieren. Doch mit den jetzigen Vorschlägen ist der Konzern so unzufrieden, dass er im Hintergrund Stimmung gegen die gesamte Reform macht.

US-Journalistin Jill Abramson
Ein unklares Verhältnis zur Wahrheit
(taz) - Ein Buch der ehemaligen Chefredakteurin der "New York Times" steht unter Plagiatsverdacht. Darin geht es um die Glaubwürdigkeit der Medien.

Wissenschaftskommunikation
Überdenkt eure Anspruchshaltung
(wp) - Liebe Journalistinnen und Journalisten,
könnt ihr bitte mal für einen kurzen Moment von euren hohen Rössern absteigen und eure eigene Anspruchshaltung hinterfragen, bevor ihr der Wissenschaft Kommunikationsversagen vorwerft? Die Feinstaub- und Stickoxiddebatte, so lese ich bei Spiegel Online, in der ZEIT und auch beim ehemaligen Journalisten Jens Rehländer, habe das Versagen der Wissenschaft gezeigt (Offenlegung: Ich selbst habe an anderer Stelle auch schon davon gesprochen und habe aktuell auch zustimmend Tweets geteilt). Jetzt, mit ein paar Tagen Abstand, frage ich mich, ob man das so einfach stehen lassen soll. Von Josef Zens

Journal of Controversial Ideas
Wenn Menschenrechte zur Disposition gestellt werden
(dlfk) - Philosoph Peter Singer glaubt, umstrittene Thesen seien in der Wissenschaft zu wenig vertreten und hat ein "Journal der kontroversen Ideen" gegründet. Er selbst sorgte mit seiner Forderung für Empörung, stark behinderte Babys sollen keine medizinische Versorgung erhalten.

Fake News in Indien
WhatsApp-Maßnahmen ohne Wirkung?
(ff) - WhatsApp verschärft weltweit die Regeln, um die Verbreitung von Fake News zu verhindern. In Indien gilt die Maßnahme schon seit Sommer, nachdem es zu Lynchmorden gekommen war. Hat es etwas gebracht?

 Iran
ROG belegt erstmals Menschenrechtsverletzungen
(rog) - Mindestens 860 Journalistinnen und Journalisten sowie Bürgerjournalistinnen und Bürgerjournalisten sind im Iran allein zwischen 1979 und 2009 verfolgt, festgenommen, inhaftiert und in manchen Fällen hingerichtet worden. Das belegen geleakte Informationen aus dem iranischen Justizministerium, die Reporter ohne Grenzen (ROG) zugespielt wurden. ROG hat sie heute anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Islamischen Republik Iran auf einer Pressekonferenz in Paris erstmals veröffentlicht. Die Informationen zeigen, in welchem Ausmaß das iranische Regime die juristische Verfolgung von Medienschaffenden in den vergangenen Jahrzehnten vertuscht hat.

Queen Kitsch
Zum Tod von Rosamunde Pilcher
(sp) - Mit ihren "Land- und Leidenschaft"-Schnulzen setzte Rosamunde Pilcher ihrer Heimat Cornwall ein literarisches Denkmal - und erschuf ein eigenes Genre, beliebt besonders unter Deutschen
"Viele Seelen brauchen auch ein wenig Kitsch"
(dlfk) - Die britische Erfolgsautorin Rosamunde Pilcher ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Für viele Verfilmungen schrieb Christiane Sadlo die Drehbücher. Sie sagt: "Rosamunde Pilcher war wirklich nicht rosarot und nicht kitschig." - mehr in der Bücherschau
Ein Leuchtturm im Küstennebel
(zeit) - Die große Rosamunde Pilcher ist gestorben. Sie liebte ihre Heimat Cornwall und Adjektive. Beides verwob sie zu sensationellem Kitsch. Ein Lob auf ihre Trivialliteratur Von Anna Basener
Author of The Shell Seekers
(guard) - The British author, who produced numerous bestsellers after her 1987 breakthrough, died following a stroke


+ Die Literaturstadt Bergen
Eine gewisse Grundgetrübtheit
(dlfk) - Das norwegische Bergen ist bekannt für schlechtes Wetter. Diese schroffe Umgebung hat Literaten wie Karl-Ove Knausgard oder Tomas Espedal inspiriert. Auch dank ihrer Bücher ist das "Tor zu den Fjorden" heute ein literarisches Zentrum.
Bergen im Regen
Ein Spaziergang mit dem Schriftsteller Tomas Espedal
(dlfk-audio) - Von Andrea Gerk (5:55 min)  -
Tomas Espedals Roman "Bergeners" "Aus dem Norwegischen von Hinrich Schmidt-Henkel. "Bergeners" ist eine ungewöhnliche Liebeserklärung an den zwischen Bergen und Fjorden gelegenen Heimatort Tomas Espedals. Die Erzählung beginnt im extravaganten The Standard Hotel in New York und endet im Berliner Askanischen Hof, denn immer wieder versucht Tomas zu fliehen: vor dem Trubel um seine Person nach dem Erscheinen von Knausgårds Büchern, vor der Einsamkeit, nachdem seine Freundin ihn verließ, vor sich selbst. Jedes Mal kehrt er aber zurück zu dem Ort seiner Kindheit, dem Ort, der seine Erinnerungen konserviert. Meist sind es Erinnerungen an die Frauen, die der Autor einst liebte." (Klapptext) - mehr hier über Espedal

+ Besondere Hörtipps für den Sonntag
20.05 Uhr - Bayern2 - Bayerisches Feuilleton
"Zum 30. Todestag des Autors Thomas Bernhard"
"Die Thomasbernhardorteaufsuchkrankheit"Wie sehr ein Autor seine Leser infizieren kann
Von Bernhard Setzwein

Schriftsteller, Theatermacher, Nationalheiliger
(dlfk) - Kaum ein anderer deutschsprachiger Schriftsteller des 20. Jahrhunderts erhitzte die Gemüter so sehr wie er. Die Theaterstücke des Österreichers Thomas Bernhard verursachten Skandale, seine Romane zogen Gerichtsverhandlungen nach sich.  mehr über Bernhard in der Bücherschau

Medienticker vom 07.02.2019 - Heute u. a.

Zitat des Tages:
"Das Glück kommt lautlos, aber man hört, wenn es geht." (Annemarie Selinko)

Heute u. a.:
Marktmacht missbraucht 
Bundeskartellamt beschränkt Facebooks Sammeln von Nutzerdaten
(t-o) - Das Bundeskartellamt hat Facebook die Datensammlung außerhalb des Online-Netzwerks zum Beispiel mit dem "Like"-Button untersagt, weil es darin unfairen Wettbewerb sieht.

EU-Urheberrecht
Verleger sehen Fortschritt, das Parlament ist kritisch
(hb) - Die Zeitungsverleger in Deutschland haben eine Einigung zwischen Deutschland und Frankreich bei der umstrittenen Reform des EU-Urheberrechts begrüßt. "Frankreich und Deutschland begreifen sich als Motor, um Reformen und Innovationen in Europa voranzutreiben, und dieser Motor ist wieder angesprungen", teilte der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) am Mittwoch mit.

Strafanzeige gegen
Stella-Autor Takis Würger
(mopo)  Streit um Stella Goldschlag: Wegen Verunglimpfung der Protagonistin geht der Berliner Anwalt Karl Alich gegen Takis Würger vor.

Bot parodiert Hochstapler
Was Relotius uns noch zu sagen hätte
(faz) - Marie Kilg hat einen Bot programmiert, der im Stil des preisgekrönten Hochstaplers Vorschläge für Reportagen macht. Das ist ganz schön entlarvend.

Venezuela
Deutscher Reporter in Haft
Kaum Solidarität mit Billy Six
(üm) - Ein deutscher Journalist sitzt seit zweieinhalb Monaten in Venezuela im Gefängnis, und wenn man mal vergleicht, was vor gut zwei Jahren so los war, als der deutsche Journalist und "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel in der Türkei inhaftiert war, ist es im Moment geradezu still.
Ein deutscher Journalist sitzt in einem Militärgefängnis und keinen interessiert es
(piqd)  - Wussten Sie es schon? Der deutsche Journalist Billy Six sitzt in einem Militärgefängnis in Venezuela.

Bilanz 2018
Amazons 17 Milliarden Euro Umsatz in Deutschland
(bb) - Amazon hat 2018 rund 19,9 Milliarden US-Dollar (nach aktuellem Kurs circa 17,4 Milliarden Euro) in Deutschland erwirtschaftet − und damit 17,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Der deutsche Anteil am gesamten Amazon-Umsatz ist jedoch gesunken. Das geht aus der Mitteilung des Online-Händlers an die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC hervor.

Bezahlmodell
Spezialisierte Newsletter als Einnahmequelle
(dlfk) - Wie finanziert sich Journalismus trotz sinkender Auflagen? Der "Tagesspiegel" versucht es mit zwei kostenpflichtigen Newslettern, die sich gezielt an "Entscheider" richten. Geschrieben werden sie von hochspezialisierten Journalisten. Von Grit Eggerichs

Neues Printmagazin
Warum "Bild Politik" zum Flop werden könnte
(haz)  - Der Springer Verlag startet sein wöchentliches Printmagazin "Bild Politik" - und setzt voll auf Emotionen. Aber wer soll das Heft eigentlich lesen?

Rassismus-Analyse
Sie sind weiß? Dann werden Sie dieses Buch hassen
(sp) - In jedem von uns steckt Rassismus: In einer scharfen Analyse beschreibt die Journalistin Reni Eddo-Lodge, wie Ungerechtigkeit strukturell in unserer Gesellschaft verankert ist - und was Sie dagegen tun können.

Wie westliche
Journalisten über Afrika berichten
(ejo) - Die Afrikaberichterstattung westlicher Medien steht oft in der Kritik: Sie sei einseitig, eurozentrisch und insgesamt werde zu wenig über Afrika geschrieben. Ein Wissenschaftler der Stanford University hat untersucht, ob die Afrikaberichterstattung tatsächlich so schlecht ist wie ihr Ruf.

OLG Frankfurt
Ein anderer Ausschnitt macht noch kein anderes Bild
(lto) - Obwohl es der Bild gerichtlich untersagt wurde, das Foto einer angeblichen "G20-Plünderin" zu zeigen, druckte sie das Foto erneut ab. Dafür muss das Blatt ein Ordnungsgeld in Höhe von 50.000 Euro zahlen, so auch das OLG Frankfurt. 

"Launisch, aggressiv, demütigend"
Vorwürfe gegen Daniel Barenboim
(dlfk) - Das Magazin "VAN" erhebt in seinem aktuellen Artikel "Poltergeist. Wer hat Angst vor Daniel Barenboim" schwere Vorwürfe gegen den Berliner Generalmusikdirektor. "Das kann nur der Anfang einer Diskussion sein", sagt Musikredakteur Rainer Pöllmann.

Schubert-Konzert & KI
Das Scheitern an der Unvollendung der "Unvollendeten"
(dlfk) - An dem Komponisten Franz Schubert sei die künstliche Intelligenz bislang gescheitert, sagt der "Welt"-Journalist Andreas Rosenfelder. Auch im Feuilleton der Zeitung sieht er wenig Chancen für Algorithmen, den Menschen abzulösen.

Wandel im Historiker-Blick
100 Jahre Weimarer Verfassung
(dlfk) - Vor 100 Jahren trat in Weimar die neu gewählte Nationalversammlung zusammen, um der jungen deutschen Republik eine Verfassung zu geben. Für den Rechtsphilosophen Horst Dreier war dies ein Neuanfang mit großem Potenzial - man dürfe nicht nur auf das Ende schauen.