20.07.2025. Wir haben die besten Taschenbücher fürs Handgepäck für Sie: Iris Wolff, die mit ihrem Roman "Lichtungen" auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2024 stand. Viel gelobt wurde auch Teju Coles Roman "Tremor", in dem der amerikanisch-nigerianische Autor uns an der Seite des Fotografie-Professors Tunde durch New York flanieren lässt. Und in Florian Illies' Caspar-David-Friedrich-Biografie begegnen wir so einer illustren Schar wie Thomas Mann, Samuel Beckett und Walt Disney. Mit einer persönlichen Empfehlung von Perlentaucher Arnim Eisenhut.
Bestellen Sie bei eichendorff21!Taschenbücher passen auch ins Handgepäck - und wir haben die besten Reisegefährten für Sie: Iris Wolff natürlich, die mit ihrem Roman "Lichtungen" auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2024 stand und die die KritikerInnen reihenweise verzaubert hat. Wolff blickt einmal mehr zurück auf rumänische Geschichte, anhand der Liebesgeschichte von Lev und Kato, die sich seit Kindheitstagen kennen und sich nach der rumänischen Revolution 1989 wiederfinden. Der Clou der Erzählung: Wolff rollt die Geschichte von hinten auf. Ein "unprätentiöses" Buch über eine große Leidenschaft, durchzogen vom "Sprachzauber einer polyglotten Welt", lobte die FAZ; einen Roman in "sanften Molltönen" las die taz. Und die FR bewunderte, wie die Autorin Politisches nur nebenbei einflicht.
Bestellen Sie bei eichendorff21!Viel gelobt wurde auch Teju Coles Roman "Tremor", in dem der amerikanisch-nigerianische Autor uns an der Seite des Fotografie-Professors Tunde durch New York flanieren lässt. Das eigentliche Thema ist aber dessen Heimat Lagos: Tunde erzählt von Kindheitserinnerungen, sinniert über die Kolonialgeschichte Nigerias, über Provenienzforschung, aber auch über Caravaggio, Shakespeare, Bach oder Laura Bush. Als "intellektuelles Vergnügen", das die Sprache feiert, pries der Dlf den Roman, einen reichhaltigen Campusroman des offenen Herzens empfahl die FAZ und in ihrem Perlentaucher-Vorwort legte uns Angela Schader die Lektüre nahe.
Bestellen Sie bei eichendorff21!Zu wenig von der Kritik wahrgenommen, aber ein perfekter Wälzer für lange Strandtage scheint der Roman "Fannys Rache" des israelischen Autors Yaniv Iczkovits zu sein: Der preisgekrönte Sprachphilosoph nimmt uns mit auf einen rasanten Roadtrip durch das Russische Zarenreich im 19. Jahrhundert, wo seine ostjüdische Heldin Fanny sich auf eine katastrophenreiche Suche nach ihrem Schwager begibt. Die FAZ las eine geradezu magische Geschichte, prall gefüllt mit Mythologie.
Bestellen Sie bei eichendorff21!Mit Philipp Felschs Habermas-Biografie "Der Philosoph", Nicole Hennebergs Gabriele-Tergit-Biografie "Zur Freundschaft begabt", Marcus Willatscheks Kant-Biografie "Die Revolution des Denkens" und Florian Illies' Caspar-David-Friedrich-Biografie "Zauber der Stille" liegen gleich vier gewichtige und hochgelobte Werke im Taschenbuch vor. Aber so einer illustren Schar wie Thomas Mann, Samuel Beckett und Walt Disney begegnen wir nur in Illies' Friedrich-Biografie: Lässig, leidenschaftlich, effektvoll und doch demütig nannte die Welt das entlang der Elemente Feuer, Wasser, Erde, Luft erzählte Buch und die SZ lag diesem "Wunderbuch" zu Füßen, weil der Autor sich auf so "raffinierte" wie gut informierte Weise dem dunklen Romantiker Caspar David Friedrich nähert und beiläufig die Chronologie mit enzyklopädischem Wissen aufbricht.
Persönliche Empfehlung von Arnim Eisenhut: Sherko Fatahs "Der große Wunsch"
Bestellen Sie bei eichendorff21!Es ist keine Reise, die man selbst antreten möchte, von der uns Sherko Fatah in "Der große Wunsch" erzählt. Und doch übt der Roman einen unbeschreiblichen Sog aus, denn der irakisch-deutsche Schriftsteller vermag Spannung aufzubauen, ohne vordergründig viel passieren zu lassen. Murads Tochter Naima ist verschwunden, sie hat sich dem IS angeschlossen. Murad reist ihr aus Deutschland nach ins Kurdengebiet an der türkisch-syrischen Grenze, wo er nun festsitzt und wartet wie Becketts Landstreicher auf Godot: Auf Botschaften von mysteriösen Mittelsmännern, schließlich auch auf Sprachnachrichten einer jungen Frau aus dem Kalifat, die seine Tochter sein könnte. Fatah hält seinen Helden so wie den Leser stets in der Schwebe und doch folgen wir Murad gebannt, wenn er das kurdische Herkunftsland seines Vaters erkundet, über die Beweggründe seiner Tochter und sein mögliches Versagen als Vater nachdenkt oder das Spannungsverhältnis zwischen dem Westen und der arabischen Welt seit dem 11. September auslotet. Neben den knapp, aber präzise skizzierten Figuren sind es vor allem Fatahs Landschaftsbeschreibungen in flimmernden Bildern, die so lebendig erscheinen, dass wir die Tiefe der Schluchten sehen, den Staub auf der Haut spüren, aber auch die Seelenzustände seines Helden nachempfinden können. Ein dringlicher, großer Roman, der nicht nur nach wie vor aktuell von Radikalisierung erzählt, sondern auch behutsam ein Vater-Tochter-Verhältnis und das Aufwachsen zwischen den Kulturen beschreibt.
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