9punkt - Die Debattenrundschau - Archiv

Geschichte

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9punkt - Die Debattenrundschau vom 03.07.2020 - Geschichte

Wladimir Putin versucht in mehreren Äußerungen seit Jahresbeginn, das Bild vom Zweiten Weltkrieg und die Rolle der Sowjetunion darin auf den Kopf zu stellen - dies auch in einem Text, den der Kreml auch auf Deutsch jüngst online stellte. Vor allem der Hitler-Stalin-Pakt wird bei Putin kleingeredet - die Schuld schiebt er stattdessen Polen zu, analysiert der Osteuropahistoriker Joachim von Puttkamer in der FAZ: "Polen wird in dieser Sicht zum Sprengmeister seines eigenen Untergangs, der Hitler-Stalin-Pakt zum Akt der Notwehr in einer Situation, in der sich die Sowjetunion auf sich allein gestellt und von einem Zweifrontenkrieg bedroht gesehen habe. Kein Wort davon, dass Stalin mit der Entlassung des jüdischstämmigen Außenministers Litvinov im Mai 1939 einen entscheidenden Wink nach Berlin gab, auch kein Wort davon, dass Ribbentrop und Molotow im August 1939 keineswegs nur über Polen, sondern auch über die baltischen Staaten und über das rumänische Bessarabien, die heutige Republik Moldau, befanden. Es ging beim Pakt zwischen den beiden Diktatoren nicht um Sicherheitsinteressen, sondern um Hegemonialsphären zu Lasten kleinerer Nachbarn." Beim MDR gab es vor einigen Tagen auch ein längeres Gespräch mit Puttkamer zum Thema.

In erster Linie dient Putins Geschichtsklitterung aber dem eigenen Machterhalt, meint Ulrich M. Schmid in der NZZ: "In einem Gastbeitrag für die Gazeta Wyborcza hatte Putin 2009 den Hitler-Stalin-Pakt noch explizit als 'unmoralisch' verurteilt. Mittlerweile ist der selbsternannte russische Chefhistoriker allerdings von der Defensive in die Offensive gewechselt. Der Mythos vom makellosen Sieg über Nazideutschland bildet den legitimierenden Kern seiner Herrschaft. Die Geschichte wird zur entscheidenden Machtressource, wenn die Grundmechanismen der repräsentativen Demokratie nicht mehr funktionieren. Deshalb werden auch in der jüngsten Verfassungsreform die 'Verteidigung des Vaterlandes' und die 'historische Wahrheit' als grundlegende Werte des Staates definiert. Letztlich versucht der Kreml auf diese Weise, den brüchigen Generationenvertrag in Russland zu kitten: Die Heldentat der Väter wird zur Verpflichtung für die Söhne."

Der Migrations- und Medienhistoriker Patrice G. Poutrus ist im Gespräch mit Carl Melchers von der Jungle World durchaus dafür, dass Denkmäler in Frage und zur Not auch mal gestürzt werden. "Welches Denkmal hätten's denn gern?", fragt Melchers. Und Poutrus antwortet: "Ich hätte gerne, dass die monarchistischen Insignien auf der Kuppel des Humboldt-Forums wieder abgenommen werden - Kreuz, Reichsapfel und solche Sachen. Diese Dinge sind nicht aus dem frühen Mittelalter. Friedrich Wilhelm IV. installierte sie bewusst als Symbol gegen die liberal-bürgerliche Bewegung von 1848. Die Art und Weise, wie man diese Symbolik heute für bedeutungslos erklärt, das ist tatsächliche Geschichtsvergessenheit."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 01.07.2020 - Geschichte

Die School of Public and International Affairs in Princeton, war nach dem amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson benannt, aber damit ist es jetzt vorbei, erzählt Claus Leggewie in der FR. Denn der Mann war zwar eine treibende Kraft bei der Gründung des Völkerbundes und für seine Friedenspolitik mit dem Nobelpreis ausgezeichnet worden. Er war aber zugleich ein ausgemachter Rassist, der die Rassentrennung in Bundesbehörden und Armee wiedereinführte und den Ku-Klux-Klan verehrte. Da stellt sich Leggewie schon die Frage: "Welches Menschen- und Gesellschaftsbild ließ eine solche Schizophrenie durchgehen, die für die Vorreiternationen der europäischen Aufklärung ebenso typisch war? Wie konnten 'wir', falls dieses Kollektivpronomen für die damals wie heute dominante weiße Mehrheit passend ist, in Wilsons 14 Punkten das Selbstbestimmungsrecht der Völker proklamieren und es zugleich einem erheblichen Teil des eigenen Volkes und den kolonisierten 'Subjekten' (Unterworfenen) verweigern, ohne in eine schmerzhafte Dissonanz zu verfallen?"
Stichwörter: Wilson, Woodrow, Rassismus

9punkt - Die Debattenrundschau vom 30.06.2020 - Geschichte

Alljährlich wird am 1. Juli  in den Niederlanden der Abschaffung der Sklaverei in Surinam 1863 gedacht, erzählt Tobias Müller in der taz, eingebürgert hat sich dafür der surinamische Begriff keti koti (gesprengte Ketten). Rund 550.000 Menschen waren auf niederländischen Schiffen aus Westafrika nach Amerika gebracht worden, erinnert Müller und befragt Aktivisten, die gar nicht mehr so unzufrieden scheinen: "Einerseits, findet Marian Markelo, verändert sich in letzter Zeit die Art, wie in den Niederlanden über Kolonialismus und Sklaverei diskutiert wird. 'Was daran liegt, dass mehr jüngere Intellektuelle dabei allmählich andere Perspektiven aufzeigten und ihren Platz in dieser Debatte einforderten.' Beigetragen hat dazu auch das NiNsee-Institut, als wissenschaftliches Pendant des Monuments im Oosterpark gegründet. Marian Markelo sitzt dort im Vorstand und kümmert sich um die Bereiche Bildung und Gedenken. Auch dass Mark Rutte, der Premierminister, vor einigen Wochen zugab, dass es in den Niederlanden durchaus institutionellen Rassismus gebe, bemerkt sie als einen ersten Schritt. 'Endlich gehen die Ohren auf, denk ich mir dann. Wir sagen das schon lange, aber dann heißt es: 'Das ist nur in eurem Kopf!' Aber für Veränderung braucht es auch Taten. '"

Die Jugoslawienkriege der Neunzigerjahre sind die "Urkatastrophe des 21. Jahrhunderts", schreibt Kai Burckhardt in einem großen Essay in der Welt - auf sie zurückzuführen sei ein "vulgärer Nationalismus, die Aufwertung der Privatsphäre zum politischen Raum für politisch nicht repräsentierte Gruppen und schließlich ein politischer Irrationalismus, dessen offensichtlichster Vertreter Donald Trump ist": "Wir können heute sehen, dass unser Blick auf Flüchtlinge, Muslime, die USA und die Nato, aber auch unsere Einstellung zu Parteien, Medien und Journalismus durch die Jugoslawienkriege umbewertet und im Koordinatensystem von 'gut' und 'böse' erheblich verschoben wurden. Wir können ferner erkennen, dass wichtige politische Gruppen infolge der Bürgerkriege ins Private abgedrängt wurden und Schattenideologien ausformten. Nur dort, im Privaten - ohne das Korrelat einer aufgeklärten Öffentlichkeit und von dieser weitgehend unbemerkt - konnten sich die Denkformen zu dem gefährlichen, politischen Irrationalismus entwickeln, unter dem die Welt heute leidet und die das Internet dann nur noch an die Oberfläche zurückgeholt hat."
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9punkt - Die Debattenrundschau vom 29.06.2020 - Geschichte

Keine Generation muss dankbar sein für die Denkmäler, die ihr hinterlassen wurden, konstatiert Gustav Seibt in der SZ: Walhalla und die Bismarcktürme tun zwar niemandem mehr weh, aber was ist mit den Hindenburgstraßen? Und welche Denkmäler hinterlassen wir außer den Mahnmale und Lernorte eigentlich? "Diese Mahnmalkultur trägt schwerblütig-didaktische, oft tragische Züge. Leichtfüßige Lösungen wie die Glaswand mit den eingravierten Grundrechten am Reichstagsufer, in der die vorbeispazierenden Bürger sich spiegeln können, sind rar. Wie wird die 'Wippe' geraten, das lange geplante Nationaldenkmal am Berliner Schloss? Auch sie ist nicht figürlich, allerdings soll sie auf ihrer Unterseite historische Bilder zeigen. Sie soll als 'soziale Plastik' das Mittun der Bürger stimulieren, die mit ihrem verteilten Körpergewicht immer von neuem zwischen 'Wir sind das Volk' und 'Wir sind ein Volk' wippen können. Stefan Heym nannte die Politkunst der Nachwendezeit einmal 'pfiffig', und er meinte das nicht nett."

Mit dem "Curatoral turn", der aktuell Rathäuser, Stadtparlamente, soziale Netzwerke und Redaktionen erfasst, ist Boris Pofalla in der Welt nicht einverstanden: Denkmäler müssen ja nicht gleich zerstört werden, man kann sie auch in Museen ausstellen, meint er und fordert neue Formen der Erinnerung: "Man muss ja nicht lebenslang mit den Möbeln wohnen, die man mal geerbt hat. Das vielleicht schönste Denkmal der jüngeren Zeit ragt nicht über das Straßenniveau hinaus - es sind die Stolpersteine des Gunter Demnig. 75.000 gibt es mittlerweile, sie erinnern an Menschen, die im Nationalsozialismus ermordet oder in den Tod getrieben wurden. Die Stolpersteine sind ein antimonumentales zeitgenössisches Denkmal, das aus seiner formalen Bescheidenheit Größe zieht und weiter wirkt."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 27.06.2020 - Geschichte

Seit längerem wird darüber diskutiert, wie Deutschland der polnischen Opfer an einem gesonderten Ort des Zweiten Weltkriegs gedenken kann. In der FAZ plädiert der Osteuropa-Historiker Martin Schulze Wessel gegen das von Aleida Assmann oben angesprochene Dokumentationszentrum (mehr hier), auch gegen den Kompromissvorschlag aus Denkmal und Lernort: "Die Spezifik des polnischen Opfers und der mit Preußen-Deutschland tiefgreifend verflochtenen Geschichte lässt es sinnvoll erscheinen, für Polen einen eigenen Ort des Gedenkens und Erinnerns zu schaffen. Aber was ist das dafür geeignete Mittel? Das Denkmal gilt, gerade unter Geschichtsdidaktikern, oft als unzeitgemäß. Keine andere Vermittlungsform verfügt jedoch über eine so starke zeichensetzende Kraft wie das Denkmal. Es verweist auf die Vergangenheit und hat zugleich eine Zukunftsbedeutung."
Stichwörter: Assmann, Aleida

9punkt - Die Debattenrundschau vom 26.06.2020 - Geschichte

Die Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen im Jahr 1453 wird Jahr für Jahr im türkischen Fernsehen durch eine große nationalistisch-frömmlerische Show gefeiert, die einiges über das Erdogan-Regime aussagt. Der Berliner Soziologe Aydin Süer untersucht in geschichtedergegenwart.ch die Bildsprache der Übertragungen aus der Hagia Sophia, die einst bekanntlich die größte Kirche des Christentums war, dann eine Moschee und nun (noch) ein Museum. Aber die Bilder "setzen die Hagia Sophia dezidiert als Moschee in Szene. Stets werden die islamischen Bauelemente in den Fokus gerückt. Die byzantinisch-christlichen Mosaiken im Innenraum des Gebäudes werden bis auf ein einziges Mal im weit entfernten Hintergrund nicht gezeigt. Vor der Hagia Sophia ist eine den byzantinischen Stadtmauern nachempfundene Leinwand aufgebaut, auf der per Videoprojektion deren Einstürzen simuliert wird. Nach einem gigantischen Feuerwerk ertönt schließlich der islamische Gebetsruf."
Stichwörter: Istanbul, Türkei, Hagia Sophia

9punkt - Die Debattenrundschau vom 25.06.2020 - Geschichte

In der NZZ erinnert der Historiker Bernd Stöver an den Koreakrieg, der vor siebzig Jahren begann und den Kalten Krieg maßgeblich beeinflusste. "Die Frage, wer angegriffen hatte, blieb bis zur Öffnung der Archive 1991 ein Streitfall. Heute ist klar: Seit März 1949 verhandelte Kim Il Sung mit Stalin, um von ihm die Genehmigung für eine militärische Wiedervereinigung zu erhalten. Stalin gab am 9. Februar 1950 grünes Licht, allerdings mit dem Hinweis, dass direkte militärische Hilfe nur von Mao geleistet werden könne, der dies dann auch zusagte. Ironischerweise hielten die USA Rhee Syng Man ebenfalls für willens, einen solchen 'Befreiungskrieg' zu führen, weswegen sie ihm keine schweren Waffen lieferten. Das hatte zur Folge, dass der Norden den Süden im Sommer 1950 schnell fast ganz überrannte."
Stichwörter: Koreakrieg

9punkt - Die Debattenrundschau vom 24.06.2020 - Geschichte

Der Historiker Felix Heinert beleuchtet in der taz den sehr verworrenen Konflikt um die Gedenkstätte von Babyn Jar, wo deutsche Einsatzgruppen 1941 innerhalb von 36 Stunden mehr als dreißigtausend jüdische Männer, Frauen und Kinder erschossen. Der hochkarätig besetzte Stiftungsrat des Babyn Yar Holocaust Memorial Center hat ausgerechnet den russischen Regisseur Ilya Khrzhanovsky zum künstlerischen Leiter gemacht, der seither die ukrainische Öffentlichkeit mit immer neuen Ideen schockiert: "Nach Chrschanowskis - angeblich später verworfener - Idee sollte sich das Publikum des Museums die Rolle von Opfern, Tätern oder Mitläufer*innen auswählen, mit dem Versprechen, dass sie nach Computeranalysen ihrer Gesichtsprofile und Eindrücke ihr historisches Doppelgängerprofil auf der Grundlage der Bilder und Daten kennenlernen, und sich selbst. Einmal soll Chrschanowski vorgeschlagen haben, Babyn Jar umzugraben, woraufhin erwidert worden sei, dass man den Ort nicht umgraben könne. Darauf hätte er - so die in die Öffentlichkeit getragenen Zitate - gemeint, dass man nicht umgraben müsse, nur die Idee öffentlich machen."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 22.06.2020 - Geschichte

Eine "Orgie der Gewalt, bei der sadistische Reflexe ausgelebt werden", sieht FAZ-Autor Arnold Bartetzko im Denkmalsturz von Bristol, mit dem der Sklavenhändler Edward Colston vom Sockel gerissen wurde. Aber Bartetzko weiß auch, dass ein Denkmalsturz in Umbruchszeiten auch ein wichtiges Mittel sei, um einen Machtwechsel in Szene zu setzen. Was wird noch kommen?, fragt er sich: "Über eine Beseitigung von Goethe- oder Schiller-Standbildern dürfte vorerst zwar niemand reden. Wenn aber die Tendenz zur Säuberung des öffentlichen Raums von allen Geschichtszeugnissen, die heute Anstoß erregen oder von jemandem als beleidigend empfunden werden könnten, anhält, steht ein großer Teil des Denkmalbestands auf dem Spiel. Besser ist es, gerade die belastenden Denkmäler als Anstoß zur Auseinandersetzung mit der Geschichte zu nutzen - und zwar nicht in Museen, sondern gerade im öffentlichen Raum, vor vollem Publikum. Das einfachste Mittel dazu bietet eine kommentierende Inschrift, die eine historische Einordnung vornimmt und damit Distanz zum Ausdruck bringt."

Natürlich war Immanuel Kant ein Rassist, schreibt der Soziologe Floris Biskamp im Tagesspiegel. Er habe in seiner Anthropologie die Menschheit in vier Rassen eingeteilt, ihnen verschiedenen Eigenschaften zugeschrieben und diese Theorie aktiv etwa gegen Herder vertreten. Seine Vernunft verstand er als weiße Vernunft. Aber soll man ihn deshalb vom Sockel stoßen? "Das kommt ganz darauf an, was man darunter versteht. Wenn damit gemeint ist, ihn aus dem Kanon zu entfernen, dann sollte man diese Bilderstürmerei unterlassen. Wer so mit der philosophischen Tradition umgeht, wird weder über Philosophie noch über Rassismus viel lernen können. Wenn 'vom Sockel stoßen' aber heißt aufzuhören, Kant als einen über jeden Zweifel erhabenen Heiligen zu verehren, dann sollte man den Bildersturm besser heute als morgen vollziehen - und wenn man dabei ist, könnte man auch darüber nachdenken, ob man überhaupt irgendwen in solcher Weise auf Sockel stellen muss."

Die New York Times meldet, dass die Statue, die Theodore Rossevelt flankiert von zwei indianischen Amerikanern vor dem New Yorker Museum of Natural History zeigt, abgenommen wird.

Im FAZ-Interview mit Sandra Kegel erläutert der Politologe Jan Vogler, welchen Folgen die Pest von 1348 für Europa hatte, die ungefähr ein Drittel der damaligen Bevölkerung tötete. Sie stärkte die Menschen gegenüber traditionellen Eliten, ist das Ergebnis seiner Studie: "In Gegenden, die massiv von der Pest betroffen waren, kollabierte schlicht das ganze System. Zwar gab es in verschiedenen Teilen Europas seitens der Aristokratie verzweifelte Versuche, etwa durch königliche Erlasse die Leibeigenschaft zu bewahren und die Löhne auf dem vormals niedrigen Niveau zu halten. Aber das Gesetz von Angebot und Nachfrage war so stark, dass ein regelrechter Wettbewerb um Arbeiter zwischen Landesherren und Angehörigen des niederen Adels ausbrach, der am Ende das System zusammenbrechen ließ."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 18.06.2020 - Geschichte

In der Zeit erinnert die amerikanische Historikerin Jill Lepore daran, dass die Schwarzen Amerikas ihren Kampf um Gleichberechtigung seit zweihundert Jahren führen, und nach jedem kleinen Fortschritt wieder vertröstet wurden: "Seit den 1960er-Jahren hat das 'Law and Order'-Regime, das mit Richard Nixon begann, die Macht des Staates über schwarze Menschen in Form unverhältnismäßig hoher Verhaftungs- und Verurteilungsraten und härterer Strafen ausgeweitet. Um genau diese Ungerechtigkeit geht es Black Lives Matter. Als man ihm einmal zur Geduld riet, wies Martin Luther King das energisch zurück. Vielleicht verstehen die Amerikaner endlich, warum die Zeit des Wartens vorbei ist, warum es nie Zeit zum Warten gab."

In der Welt stellt Matthias Heine klar, dass aus einem einzigen Grund "die ganzen Hitler-Denkmäler" auch nicht mehr stehen: "Es gab gar keine Hitler-Denkmäler."