Jenna Wortham
erklärt in der
New York Times das Internet zur
großen Klauplattform: "Häufig sind die Verantwortlichen für kulturelle Neuerungen nicht in der Lage, von ihren Erfindungen zu profitieren, weil sie keinen Zugang zu Kapital und Ressourcen haben, keinen Draht nach Hollywood oder zu einer Agentur. Das Internet ist
ein Marktplatz, wo Ideen in der Hoffnung angeboten werden, einen Job zu ergattern, aber es ist auch der Ort, wo Scouts nach guten Ideen fahnden und damit eine Dynamik in Gang setzen, die den Mächtigen nützt. Diese Dynamik wird dadurch kompliziert, wie soziale Medien uns ermutigen und dafür belohnen, etwas
zur Online-Kultur beizutragen … Likes und Retweets auf Twitter und Tumblr haben zum Beispiel diese Funktion. Forscher wie Nir Eyal und BJ Fogg erklären, wie Apps User angeln und Abhängigkeiten schaffen. Ein User mit Tausenden Followern zu sein, dessen Idee kommerziell verwertet wird, stellt eine unwiderstehliche soziale Währung dar. Die Frage ist nur, ob wir uns mit diesem Arrangement
zufrieden geben sollten."
Die Ökonomie des Internets mag verbesserungswürdig sein, aber im nicht-kommerziellen Austausch wirkt es Wunder. Ed Yong
erzählt in
The Atlantic, wie ein paar
Spinnen, die im Büro einer Astronomin von der Decke fallen, zu einem regen Twitter-Austausch zwischen Astronomen und Arachnologen führte. Die
Zebraspringspinne, lernen die faszinierten Astronomen, kann nicht nur grün erkennen, wie der Arachnologe Morehouse den Astronominnen Lomax and Levesque erklärte, "their eyes 'are built like… wait for it…
Galilean telescopes.' These telescopes, which Galileo started using in 1609, are basically tubes with a lens at each end. Only three groups of animals have similar eyes: falcons, chameleons, and jumping spiders."
Der bekannte Internetenthusiast
Jeff Jarvis hat vor einiger Zeit mit einer Menge Geld die "News Integrity Initiative" gegründet, die Strategien gegen das Problem der Fake News sucht. Auch wenn er sagt, dass nicht eigentlich die Fake News, sondern ein verlorenes Vertrauen in die Institutionen das Problem seien, will er
Manipulationen bekämpfen. Unter Bezug auf die
Studie "Media Manipulation and Disinformation Online" von
Alice Marwick and
Rebecca Lewis macht er auf die "
paradoxe Falle, in der wir uns befinden", aufmerksam: "Wenn wir wir sie ansprechen, die Fakten überprüfen, attackieren, dann geben wir ihnen
Aufmerksamkeit. Hillary Clinton musste das auf die harte Tour lernen, denn 'als sie böswillige Meldungen angriff, gab sie ihnen Sichtbarkeit und Legitimität. Unabsichtlich zementierte sie deren Bedeutung', sagen Marwick und Lewis. 'Indem sie Medien dazu bringen, bestimmte Stories zu verfolgen, selbst wenn sie sie widerlegen, schaffen es Medienmanipulatoren, die
Öffentlichkeit zu beeinflussen.'"