Die Stanforder Internetrechtlerin
Barbara van Schewick warnt im
taz-Gespräch mit Svenja Bergt vor der in Deutschland drohenden Abschaffung der
Netzneutralität: "Wenn wir uns in einem Internet bewegen, in dem Anbieter von Inhalten dafür bezahlen dürfen, dass ihre Inhalte schneller transportiert werden, dann haben kleine Anbieter, die sich das nicht leisten können,
keine Chance mehr. Das betrifft die Bürgerinitiative genauso wie Universitäten, neue Medien oder das Start-up, das keine üppige Finanzierung hat. Das ist schlecht für die
Meinungsvielfalt im Netz und schadet der Innovation."
Popmusiker wie Taylor Swift und ihre Labels sind sauer auf
Google, dessen Dienst
Youtube prächtig floriert und den Musikern kaum etwas abgibt,
schreibt Jens Tönnesmann bei
Zeit online: "Der Datenjournalist David McCandless hat errechnet, dass die Songs eines Künstlers mit Label-Vertrag im Monat
4,2 Millionen Mal gespielt werden müssten, damit er damit den amerikanischen Mindestlohn von
1.260 Dollar erzielt. Und der Musiker Nikki Sixx, der sich beim Google-Chef
beschwerte, beklagt öffentlich, dass YouTube pro Abruf nur
ein Sechstel dessen zahle, was die Streaming-Anbieter
Apple und
Spotify überweisen."