Es gibt noch
Brachen in Berlin, dieser einst für ihre Brachen berühmten Stadt. Die größte ist das
einstige Stadtzentrum südlich des Roten Rathauses, das auch aus dem kollektiven Gedächtnis der Berliner komplett verschwunden ist. Der Berliner Stadtentwicklungssenator
Christian Gaebler hat nun einen Rahmenplan vorgestellt, der sowohl Anhänger eine radikal modernen Bebauung als auch Befürworter der Historisierung enttäuschen muss, so Matthias Alexander in der
FAZ, der Gaebler aber verteidigt: "Die erwartbaren Reaktionen, den Rahmenplan
als Mittelweg im negativen Sinne abzutun, also als Versuch, es allen ein wenig recht zu machen, haben nicht lange auf sich warten lassen. Sie verkennen den entscheidenden Punkt. Der Plan ermöglicht differenzierte städtebauliche Vorgaben, die die Nutzung und Größe der Gebäude von den Straßen und Gassen und ihrer unterschiedlichen Funktion und Lärmbelastung her denken. Es wird sich um eine annähernd
klassische Blockrandbebauung handeln, die mit verschiedenen Typologien von Höfen arbeitet." Hier eine
Seite des Senats mit Informationen zum Molkenmarkt, die aber nicht aktuell zu sein scheint.
Ebenfalls in der
FAZ fragt Andreas Kilb, was nun aus dem geplanten
Museum des Exils am Anhalter Bahnhof werden soll, nachdem Christoph Stölzl, der als Gründungsdirektor vorgesehen war, gestorben ist: "Das
Schweigen der Politik zu dem Projekt, das 2011 mit einem Brief der Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller an die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel begann, ist inzwischen ohrenbetäubend."