(Via
turi2) Oha, diese
Meldung bei
Focus online klingt doch ein wenig unheimlich: Die
AfD, die ja jetzt vom Staat wie alle erfolgreichen Parteien ordentlich gepäppelt wird, plant mit ihren Geldern einen
eigenen Newsroom inklusive Fernsehstudio in ihren Fraktionsräumen: "Neben der klassischen Pressestelle sollen rund
zwanzig weitere Mitarbeiter für die Kommunikation zuständig sein, erfuhr
Focus aus Fraktionskreisen. Die Arbeitsweise des 'Newsrooms' werde der
in journalistischen Redaktionen ähneln. Der Schwerpunkt wird auf der Verbreitung der AfD-Inhalte in den
sozialen Medien liegen. Die Mitarbeiter sollen im
Schichtbetrieb rund um die Uhr tätig sein."
Die Digitalstrategie der
New York Times scheint aufzugehen (zumindest für die
New York Times). Die
Times erlöst jetzt durch Digitalabos
340 Millionen Dollar im Jahr, durch Digitalanzeigen 238 Millionen Dollar im Jahr,
notieren Edmund Lee und Rani Molla bei
Recode.net. "Das Digitalgeschäft der
Times wächst um
30 Prozent jährlich, also schneller als Google und Facebook. Natürlich ist ein solcher Vergleich ein bisschen fadenscheinig. Gegen die beiden ist die
Times ein Zwerg. Aber er sagt dennoch etwas aus, denn erstens waren es Facebook und Google, die das Nachrichtengeschäft auffraßen, und zweitens wächst die
Times, eine 166 Jahre alte Firma, die allen Stürmen bis zur Selbstverleugnung widerstand, nun wie ein Silicon-Valley-Gigant."
Warum sind die Anhänger der
No-
Billag-
Initiative so schlecht auf die
Schweizer Radio- und Fernsehgesellschaft zu sprechen,
fragt Michael Schönenberger in der
NZZ und sieht
Selbstüberschätzung, Gebührenpflicht und ein nur wenige Denkmuster abbildender Sendeplan des teuren Senders als mögliche Erklärung. Zumindest muss die
SRG dringend "abspecken", meint er, denn: "Eine zu große, steuerfinanzierte
SRG gefährdet die Medienvielfalt. Eine funktionierende Demokratie setzt viele und vor allem mit ihren unterschiedlichen politischen Haltungen präsente Medien voraus. Neben einer seriösen und fundierten Information, die gerade auch die
SRG leistet, ist es
diese Meinungsvielfalt, die grundlegend ist für die Meinungsbildung in der Demokratie. Der Staat sollte die Rahmenbedingungen also derart setzen, dass möglichst viele unabhängige Medien koexistieren können."
Und wer noch an
Medienklatsch interessiert ist:
Gabor Steingart, Chef des
Handelsblatt, wird
laut Spiegel online wegen eines recht drastischen Kommentars über
Martin Schulz offenbar von Dieter Holtzbrinck gekippt. Holtzbrinck soll sich sogar bei Schulz entschuldigt haben.