In der
SZ möchte Adrian Lobe die
Datensammelei der großen Konzerne (vom Staat spricht er nicht) gern
wie Umweltverschmutzung behandeln. Dann könnte man besser rechtlich darauf reagieren: "Vielleicht sollte man den Datenkapitalismus wie den
Emissionsrechtehandel organisieren, wo jeder Emittent nur eine bestimmte Datenmenge freisetzen darf und Schürfrechte an einer Börse handeln kann. Das hätte über den Charme einer Marktlösung den Vorteil, dass man Datenschutz nicht von der Nutzung, sondern von der Generierung her denkt und
ihr Grenzen setzt. Nur so lässt sich langfristig die Integrität von Informationen und Informationsträgern sichern."
Derweil streiten die Juristen darüber, ob
Facebook ein Monopolist ist oder nicht,
berichtet süddeutsche.de mit
Reuters und dem
Standard. Der Chef des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, meint ja, weil Facebook in Deutschland einen Marktanteil von
90 Prozent habe und damit praktisch nicht zu umgehen sei, wenn man ein soziales Netzwerk nutzen wolle: "'Wenn Facebook marktbeherrschend ist, dann ist die
Einwilligung, die der Nutzer gibt, dass seine Daten voll umfänglich genutzt werden, eben auch
nicht mehr freiwillig, weil er gar nicht ausweichen kann', kritisierte Mundt." Andererseits jedoch soll das Wettbewerbsrecht "vor allem die Kunden vor Nachteilen schützen, etwa vor
überhöhten Preisen bei Monopolisten. Facebook und Google bieten ihre Dienstleistungen aber
kostenlos an - Nachteile für Kunden sind also schwierig nachzuweisen".