Nach drei Jahren kommt der Untersuchungsausschuss zur
NSA-Affäre zu einem Ende. Schuld hatte mal wieder niemand,
stellt Kai Biermann auf
Zeit online fest, der dem Ausschussvorsitzenden
Klaus-Dieter Fritsche einige unangenehme Fragen stellt: "Man habe
im BND das Thema Selektoren wohl 'nicht kritisch genug betrachtet', sagt Fritsche schließlich. Aber wer genau? 'Die
Amtsleitung war nicht über die Problematik informiert.' Wenn die Amtsleitung nicht verantwortlich war, wer dann? Die
Abteilungsleiter? Nein, sagt Fritsche. Die Probleme mit den Selektoren seien wohl nicht einmal bis zur Abteilungsleitung gedrungen. Also die
Unterabteilungsleiter? 'Ja.' Und teilweise seien auch die Leiter der Außenstellen des BND verantwortlich, gibt Fritsche letztlich zu. Allerdings ist niemand dieser nun angeblich Verantwortlichen entlassen worden", so Biermann.
Entlassen - ohne öffentliche Begründung - wurde nur der erst seit 2012 tätige BND-Chef Gerhard Schindler, "ein sogenannter politischer Beamter, er kann
einfach so entlassen werden. Woran er wirklich schuld war und woran nicht, musste damit auch gar nicht mehr geklärt werden, was sicher vielen zupass kam."