Flappsig-dümmliche Moderationen, gespickt mit Fehlern und offensichtlichen Ahnungslosigkeiten: Der Musikwissenschaftler Laurenz Lütteken ärgert sich in der FAZ grün und blau über den Niedergang der Klassik in den öffentlich-rechtlichen Kulturwellen, die dort zum großen Teil nur noch als erbauliches Häppchen und Feigenblatt stattfindet - derweil, wie etwa im Fall des jüngst neu strukturierten Radio 3 des RBB, das Publikum aktuellen Messungen zufolge in Scharen Reißaus nimmt. Zu erleben ist in den Programmen "eine bemerkenswert stabile Mischung aus Ignoranz und Nonchalance. ... Bei der Verteidigung der Gebührenfinanzierung werden gerne große Argumente bemüht, von der Demokratieabgabe bis zum Kulturauftrag, der immerhin staatsvertraglich fixiert ist. Im Bereich der Musik wird angesichts solcher Befunde jedoch unklar, welche konkrete Rolle ein solcher 'Auftrag' eigentlich noch spielt." Doch wenn "den öffentlichen Musiksendern der Mut und der Wille abhandenkommen, für die 'klassische' Musik einzutreten, dafür, dass ihre Ansprüche eine unabsehbare Bereicherung sind, dann brechen allerdings finstereZeiten an - in einer Welt, die derzeit die Herausforderung durch gerade diese Musik so nötig hat wie lange nicht."
Weiteres: Nachdem eine Investmentfirma, die für BDS-Begriffe zu viel mit Israel zu tun hat, das DJ-Livestream-Format BoilerRoom aufgekauft hat, hetzen propalästinenscheAktivisten gegen die Plattform, die sich allerdings selbst stets propalästinensch positioniert hat und dies auch weiterhin tut, berichtet Nicholas Potter in der taz. Besprochen werden unter anderem ein Wiener Konzert des RoyalConcertgebouwOrchestra unter KlausMäkelä (Standard), das neue Album der Indieband BlackCountry, NewRoad (SZ) und "Wien", ein neues Konzeptalbum von AndreasDorau (taz).
Harald Eggebrecht erzählt in der SZ die Geschichte von Robert Schumanns Violinkonzert von 1853, das trotz seines "fesselnden Eigensinns" erst 84 Jahre nach seiner Entstehung ausgerechnet unter den Nazis uraufgeführt und von diesen vereinnahmt wurde. Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts wurde es daher auch kaum gespielt. "In München spielte es jetzt mit großem Gespür für Schumanns poetische Noblesse und seine rhythmische Eleganz und mit einer weit gefächerten und fabelhaft abgestuften Klangpalette die grandiose norwegische Virtuosin VildeFrang zusammen mit den MünchnerPhilharmonikern unter MirgaGražinytė-Tyla." Zuvor gab es Schumanns erste Sinfonie. "Der Gegensatz könnte nicht größer sein zwischen den zwei Stücken, hier Rausch, Leidenschaft und feuriger Schwung, dort störrischer Eigensinn und herber Widerstandsgeist, bezwingend ausgestaltet von der souveränen Vilde Frang. Denn je mehr die Musiker sich auf die stets befremdende, querständige Langsamkeit und besondere Raumfantasie des späten Schumann einlassen, desto stärker entfaltet diese seltsame Musik ihren einzigartigen Zauber."
Weiteres: Ljubiša Tošić freut sich im Standard auf die anstehenden Wiener Konzerte des Trompeters Wynton Marsalis. Besprochen werden neue Popveröffentlichungen, darunter "Radio DDR" von SharpPins (Standard-Kritiker Karl Fluch hört "zerwuzelten Indie-Rock mit hübschen Melodien", so "süffig wie der erste Frühlingskaffee im Freien").
Die Club- undPartyszeneIsraels ist seit dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober zusehends auf sich selbst zurück geworfen, berichtet Anastasia Tikhomirova auf Zeit Online: Die Party-Touristen bleiben aus, die allermeisten DJs aus dem Ausland kommen nicht - oder es hagelt kurzfristige Absagen. "'Aktuell legen nur noch etwa zwei Prozent der internationalen Künstler in Israel auf, die noch vor dem 7. Oktober 2023 hier gespielt haben', sagt Yaron Trax, der seit 32 Jahren in der elektronischen Musikszene Israels aktiv ist. ... 'Die meisten erfinden Ausreden für ihre Absagen. Nur wenige sind so ehrlich und gestehen, dass sie Angst um ihre Karrieren haben. Manche werden von ihren Agenturen zurückgepfiffen. Ich verstehe sie', erzählt Trax. Israels elektronische Musikszene sehe sich einem Boykott ausgesetzt, den sie so noch nicht erlebt habe. ... Neue Gruppen wie Ravers for Palestine, deren Gründer sich in Anonymität hüllen, koordinieren den Boykott vor allem über soziale Medien. Sie wollen diesen bis zur 'kompletten Befreiung des historischen Palästina' fortsetzen: also bis zur Abschaffung Israels." Wiebke Hüster ist in der FAZ ziemlich umgehauen von "Songs with Words", dem neuen Album von MalakoffKowalski, der romantische Kompositionen aus dem 19. Jahrhundert mit Gedichten des Beat-Poeten AllenGinsberg aus dem 20. verbindet. Sowas "hat es noch nicht gegeben", meint Hüster. Es ist "ein großes, auch für Kowalski ungewöhnliches Projekt, ein Geschenk, wie man es als Künstler bekommt, wenn man lange auf etwas hinarbeitet und das dann gelingt. Davon kommt die Gänsehaut, die man beim Hören spürt, von der Tiefe der interpretatorischen Durchdringung, die diese große Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit hervorbringt. Es ist, als würde der Sänger einfach zu einem sprechen."
Weiteres: In der FAZgratuliert Edo Reents dem AC/DC-Gitarristen AngusYoung zum 70. Geburtstag. Neunzig Jahre alt wird der Trompeter Herb Alpert, dem Wolfgang Sandner ebenfalls in der FAZgratuliert. Besprochen werden ein Auftritt von Tocotronic in Zürich (NZZ), ein Johann-Strauss-Konzert der WienerPhilharmoniker unter FranzWelser-Möst (Standard), neue Alben von den Wombats (taz), EdwynCollins (Standard) und LucyDacus (Standard), ein Auftritt von K.I.Z. in Frankfurt (FR), das Debütalbum der ukrainischen Sopranistin ViktoriiaVitrenko (FAZ) und PaulAgnews Aufnahme mit LesArtsFlorissants von Bachs Kantaten aus der Weimarer Zeit (FAZ).
Lotte Thaler staunt in der FAZ über die Athletik, die IgorLevit mit seinem wahnwitzigen Vorhaben an den Tag legt, nicht nur an drei aufeinanderfolgenden Folgen die fünf überaus anspruchsvollen Klavierkonzerte von SergejProkofjew darzubieten, sondern mit diesem Programm auch auf Tour zu gehen. Beim HeidelbergerFrühling konnte sich die Kritikerin von Levits Durchhaltevermögen überzeugen: Gefordert ist hier der "Alleskönner, der nicht nur die außergewöhnlichen technischen Schwierigkeiten beherrscht, sondern auch mit Tollkühnheit gesegnet sein muss, mit athletischer Kraft und akrobatischer Beweglichkeit, und am besten noch eine Lehre als Goldschmiedemeister in Filigranarbeit absolviert hat. Denn alles akkordische Hämmern ... führt doch immer wieder in Klangtupfen und feinst ziselierte, kleine Melodieverläufe, vor allem im Diskant: Er klingt bei Levit geradezu märchenhaft, als hätte er sich Cinderellas 'Glasschühchen' an die Finger geheftet."
Hier spielt er Prokofjews Klavierkonzert Nr. 2:
Weiteres: Gerald Felber freut sich in der FAZ über die Schenkungen aus privaten Sammlungen, mit denen die Bach-Archive in Eisenach und Leipzig zuletzt bedacht wurden. Viola Schenz (NZZ), Edo Reents (FAZ) und Jakob Biazza (SZ) gratulieren EricClapton zum 80. Geburtstag. Besprochen werde das Comeback-Album von WillSmith (Presse) und das neue Album des einstigen Kraftwerk-Schlagzeugers Wolfgang Flür, an dem Max Dax in der FRkein gutes Haar lässt: Flür erweise sich "musikalisch als Epigone der Band, der er einst angehörte".
Der Vorwurf ist wirklich nicht völlig von der Hand zu weisen:
Diedrich Diederichsen geht in der taz detailliert auf die "merkwürdige Dialektik zwischen Komposition und Improvisation" ein, die das Schaffen des Jazzmusikers und -komponisten WadadaLeoSmith prägt. Den Anlass bietet ihm, dass die Berliner MaerzMusik heute Abend Kompositionen von Smith (allerdings in dessen Abwesenheit) aufführen lässt. Der Musiker hat "seine eigene Notationsmethode entwickelt, die er schon früh zum Einsatz gebracht hat. Das 'Ankhrasmation' getaufte System bezieht sich auf das altägyptische Wort/Zeichen für Leben (Ankh), den äthiopischen 'Anführer' (Ras) und die globale Mutter (Ma)." Ein, "wenn man so will, multiafrozentrischerAnsatz, also ein sich auf verschiedene afrikanische Kulturen und Traditionen beziehendes Verständnis. ... Seine grafischen Notationen unterscheiden sich stark von etwa Anthony Braxtons, bei dem Ziffern, Wege, Vektoren die entscheidende Rolle spielen. Bei Smith sind dagegen Farbigkeit und fast bildkompositorisch zu verstehende, mit der Fläche arbeitende Konstellationen wichtig. Andererseits besteht er darauf, dass es sich eher um eine Sprache beziehungsweise Schrift ('language signs') handelt als um 'Grafik'. Überhaupt ist es nicht nur Smith selbst, sondern auch die verblüffende, hörbare Kontinuität seiner ästhetischen Absichten, die den bei seiner Musik besonders viel diskutierten Unterschied zwischen 'improvisierten' und 'interpretierten' Stücken schrumpfen lässt."
Außerdem: Adrian Schräder porträtiert in der NZZ den Schweizer Mundartsänger Edb. Besprochen werden Michael Haas' Buch "Die Musik der Fremde. Komponisten im Exil" (online nachgereicht von der taz), das Comeback-Album von Will Smith (Tsp, SZ), Sabrina Carpenters Auftritt in Zürich (TA), ein neues Album von Vereter (Standard) und das neue Album des Hiphop-Trios Clipping ("Es ruckelt und zuckelt oder fiept und kreischt wie eine alte Faxmaschine oder ein antikes Telefonmodem", schreibt Christian Schachinger im Standard).
Eher skeptisch kommtFAZ-Kritiker Clemens Haustein von der Eröffnung des Berliner Festivals MaerzMusik nach Hause: Zu beliebig erscheinen ihm die dargebotenen Klangexperimente, die sich mit dem bloßen Klingen und dem Aufhäufen von Geräuschen schon zufrieden geben. "Wo auf Sprachlichkeit und Gestik von Musik verzichtet wird und nur noch das Phänomen des Klangs (in dem nichts mehr mitschwingt außerhalb seiner selbst) im Vordergrund steht, wird es schwer, tragfähigeFormen zu bilden." Mitunter hört man Arbeiten, "die in ihrem Gleichmaß die trancebereite Unterwerfung des Hörers einfordern. Dass solche Klangkunst von einem aufmerksam und kritisch beteiligten Hörer eigentlich nichts wissen möchte, gehört zu den ganz aktuellen Aspekten an diesem Festivalauftakt. Da spiegeln sich allgemeine Tendenzen des Zeitgeistes, wobei sich die Maerzmusik ganz auf der Seite der Wokeness verortet mit einer starken Sensibilisierung für Fragen der Kolonialisierung, der Geschlechter."
Weiteres: Julian Weber berichtet in der taz von seiner Reise zum FestivalBabel in Marseille, bei dem sich ihm zeigte, "dass ein Kulturleben jenseits der angloamerikanischen Dominanz in den Kulturindustrien längst Realität ist. Ljubiša Tošić erinnert im Standard an PierreBoulez, der gestern 100 Jahre alt geworden wäre. Ueli Bernays blickt für die NZZ auf den Erfolg der Popsängerin SabrinaCarpenter. Die Jungle World lässt weiter über Punk diskutieren: Punk kann gar nicht sterben, weil er "wie ein Süßwasserpolyp" ist, "der sich ständig erneuert", meint Philipp Meinert. Frederik Hanssen erklärt in seiner Klassikkolumne für den Tagesspiegel, wie Klassikprogramme zustande kommen. SZ-Kritiker Peter Richter hatte sichtlich viel Freude bei der großen und laut-wummsigen Präsentation von DJHells und JonathanMeeses zweitem gemeinsamen Album, "Gesamtklärwerk Deutschland", das eine Hommage an Kraftwerk darstellt: "Dieses Album ist aber auch tatsächlich unglaublich, eigentlich sogar unmöglich".
Besprochen wird ein Konzert des MichaelWollnyTrios in Frankfurt (FR).
FranzWelser-Mösthat im Kommentar für Backstage Classical zwar Verständnis dafür, dass in Europa derzeit einige klassische Musiker die USA boykottieren. Aber als langjähriger Leiter des ClevelandOrchestras "habe ich auch verstanden, dass Musik und Kultur in den USA eine ganz besondere Rolle einnehmen: Sie sind demokratische Orte einer breiten, aufgeklärten Gesellschaft. Anders als in Österreich oder Deutschland werden die meisten Kulturinstitutionen hier von privaten Spenden finanziert. Gerade deshalb sind viele der Institutionen dem eigenständigen Denken und dem Dialog mit den Menschen verpflichtet - und nicht irgendeiner Regierung. ... Ich befürchte, dass generelle Boykotte der US-Kultur die Gefahr bergen, ausgerechnet jene Amerikanerinnen und Amerikaner zu treffen, die derzeit für die Demokratie auf die Straßen gehen. ... Boykotte amerikanischer Kulturinstitutionen würden wohl dazu führen, dass die USA zu einer intellektuellen Wüste würden. Und damit wäre eine Politik unterstützt, die genau das in Kauf nimmt: die Bedeutungslosigkeit der Kultur."
Weitere Artikel: Christian Wildhagen (NZZ) und Winrich Hopp (FAZ) erinnern an PierreBoulez, der heute hundert Jahre alt geworden wäre. In den Audiotheken von ARD und Deutschlandradio finden sich zu diesem Jubiläum zahlreiche lange, dem Komponisten gewidmete Sendungen. Karl Fluch freut sich im Standard auf die Österreich-Tour von TheGodfathers. Samir H. Köck porträtiert in der Presse den österreichischen Musiker und Gitarrenhändler Stootsie. Stefan Frommann plaudert in der Welt mit dem früheren EAV-Musiker ThomasSpitzer über Österreich und die Welt.
Besprochen werden BenjaminSchaefers "Irregular Pearls" (FR) und das im Alter von 100Jahren vorgelegte Debütalbum des Jazzmusikers MarshallAllen, der seit den Fünfzigerjahren im SunRaArkestra spielt ("Allen ist im Zen des hohen Alters angekommen", schreibt Christoph Wagner in der NZZ). Im Musikvideo zeigt er sich beeindruckend rüstig:
In der NZZspricht der US-Jazzsaxofonist KamasiWashington mit Ueli Bernays über die bedrückende Lage in den USA unter Trump: "Die Situation ist grauenhaft. Viele Leute, die sich eigentlich wehren sollten, haben Angst vor der Regierung. ... Wir sind alle überrumpelt. Aber die Künstler sind jetzt gewarnt, sie schauen genau hin. Und ich habe den Eindruck, dass sich bereits eine Widerstandsbewegung zu formieren begonnen hat, auch wenn sie sich noch nicht klar manifestiert hat." Dabei gehe es auch, aber nicht nur um die "Gruppen, die unter der Regierung Trump unter Druck geraten sind: Immigranten, Schwarze, Frauen, Handicapierte, LGBTQ. Aber es geht dabei auch um die Mehrheit. Wenn einer Minderheit demokratische Institutionen und Rechte verwehrt werden, ist das eine Gefahr für alle."
Weitere Artikel: Karl Fluch freut sich im Standard auf das Konzert von Stereolab in Wien im Sommer: "So dröhn, so schön." Patricia Shams verabschiedet sich im Tagesanzeiger von TheSearchers, die nach fast 70 Jahren in Rente gehen.
Besprochen werden das zweite Album des ChristineCorvisierQuintets mit Jazzvarianten von Chansons (FR) und neue Popveröffentlichungen, darunter "Schwarze Magie" von DieHeiterkeit ("Das Weinen hilft doch sehr, nun geht es uns allen besser", schließt Christian Schachinger im Standard).
Maxi Broecking porträtiert in der taz die KlangkünstlerinSusieIbarra, deren neue Arbeit bei der Berliner MaerzMusikuraufgeführt wird. Das Werk enthält "sechs Kundimans, traditionelle philippinische Liebeslieder, die unterschiedlichen Landschaftsräumen gewidmet sind. ... 'Es sind Liebeslieder für Orte und Landschaften, in denen ich gelebt oder Zeit verbracht habe. Wie an einem heiligen Gletschersee im Himalaja in Sikkim, im Norden Indiens. Eines ist auch den großen, wandernden Buchenwäldern, wie es sie hier in Mitteleuropa gibt, gewidmet', sagt Ibarra. ... In ihrem 2024 veröffentlichten Buch 'Rhythm of Nature' beschreibt Susie Ibarra ihre Klangforschung, wie Aufnahmen von Gletscherwasser und Tropfsteinhöhlen oder Aufzeichnungen von Baumfrequenzen: 'Ich spreche über die Fraktale der Bäume, über ihre Frequenzenberechnung und ihren Rhythmuszyklus.' Sie berechnet auch die Bewegung von Meereswellen: 'Süß- und Salzwasser klingen so unterschiedlich, als würde man verschiedene Lieder hören.'"
Weitere Artikel: Niko Kappel findet es in der SZ einigermaßen unsinnig, dass der Sänger Zartmann sein Konzert im Berliner Metropol aus politischen Gründen abgesagt hat: Zwar stimmt es, dass das Gebäude einem AfD-Großspender gehört, doch betreibt der den Laden gar nicht, sondern vermietet das Haus lediglich. Christian Schachinger blickt für den Standard zurück auf 40 Jahre ModernTalking ("Deutscher Soul als Instant-Noodle-Gericht").
Besprochen werden SelenaGomez' und BennyBlancos Album "I Said I Love You First" (Standard) und BernardMacMahons von der Band selbst produzierte Kino-Doku "Becoming LedZeppelin", die laut NZZ-Kritiker Frank Schäfer entsprechend "die mindestens unappetitlichen, bisweilen auch justiziablen Exzesse der Musiker und ihren schon damals kaum erträglichen Sexismus unter den Teppich kehrt".
Boris Herrmann spricht für die SZ mit der Sängerin SophieAuster, der Tochter von SiriHustvedt und PaulAuster. Zerknirscht blickt Detlef Diederichsen in seiner taz-Kolumne auf den aktuellen Boom der "GreatestHits"-Compilations, die vor allem von Boomer-Künstlern auf den Markt geworfen werden: "Wenn man merkt, dass es zu Ende geht, treibt man schnell noch mal ein paar Blüten aus." Im WDR Kulturfeature erinnert Thomas von Steinaecker an PierreBoulez.
Besprochen werden Ahmir "Questlove" Thompsons auf Disney+ gezeigter Musik-Dokumentarfilm "Sly Lives" über SlyStone, der Zeit-Online-Kritiker Tobi Müller über weite Strecken sehr begeistert, das neue Album "Schwarze Magie" von StellaSommers Projekt DieHeiterkeit (FR), ein Konzert von BradMehldau in Wien (Standard), ein neues Album von My Morning Jacket (Standard) und ein Auftritt des JoannaDudaTrios in Frankfurt (FR).
BuchLink: Aktuelle Leseproben.
In Kooperation mit den Verlagen (Info)
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