
Der Musikwissenschaftler David Schiff
bespricht den vierten
Band von Henry-Louis de la Granges (mehr
hier) gigantischer Biografie über
Gustav Mahler (über 1700 Seiten für die letzten vier Jahre des Konponisten), geht aber kaum darauf ein. Zitierenswert an seinem Artikel ist der erste Absatz, der ziemlich genau das
heutige Mahler-Bild auf den Punkt bringt: "Gesättigt mit Lacrimosa-Melodien, Trauermarschrhythmen und dem geisterhaften Umtata tragischer Walzer trauern die Sinfonien und Lieder Gustav Mahlers prophetisch um die Opfer der
Katastrophen des 20. Jahrhunderts - die der Komponist wegen seines frühen Todes gar nicht miterleben und vielleicht nicht einmal vorausahnen konnte. So zumindest klingt sein Werk heute für uns, in deren Geist es sich vermischt mit Musik über jene Katastrophen von Komponisten, die er
beeinflusste: Alban Berg, Dmitri Schostakowitsch, Benjamin Britten, Leonard Bernstein."
Außerdem in einer insgesamt interessanten Nummer: Die Schriftstellerin
Katha Pollitt findet es doch etwas erstaunlich, dass
Barack Obama in der Passage seiner Kairoer
Rede über Freuenrechte ausschließlich über das Recht sprach, Kopftuch zu tragen, aber nicht über das Recht es abzulegen. Der iranische Journalist Babak Sarfaraz (Pseudonym)
macht sich noch einmal Gedanken über die Khamenei-Rede vom 19. Juni. Und der Kritiker Benjamin Lytal
stellt in seinem sehr ausführlichen Artikel
Hans Fallada vor.