Mathias Brüggmann
erklärt in der
taz, was "
Deathonomics" ist - ein Name für die von Putin betriebene, im wahrsten Sinne des Wortes
selbstmörderische Rekrutierungspolitik für den Vernichtungskrieg gegen die Ukraine. Wladislaw Insosemzew vom "Institut français des relations internationales" (IFRI) hat hierzu eine Studie (
download) vorgelegt. Die "Deathonomics" haben zunächst einen künstlichen Boom erzeugt: "Die
enormen Anwerbeprämien (bis zu 4 Millionen Rubel, umgerechnet 52.000 Euro), ein Jahressold von 5,2 Millionen Rubel, Schuldenerlasse und andere Vergünstigungen sowie eine im Volksmund '
Sargprämie' genannte Zahlung an Hinterbliebene eines Gefallenen von 5 Millionen Rubel: Durchschnittlich belaufen sich die Kosten pro Söldner auf über 200.000 Euro. Das sind gut
13 durchschnittliche Jahreslöhne (99.400 Rubel), steuerfrei. Inosemzew kommt sogar in einigen Fällen auf das 24-Fache, worauf normale Werktätige allerdings noch Steuern bezahlen müssten." Diese Soldaten werden in den "
Fleischwolf" gesteckt - mit Verlusten von 40.000 Toten oder Kampfunfähigen im Monat. Die Deathonomics treiben zudem die Inflation, so dass die "die Russische Zentralbank den Leitzins auf bis zu 21 und zuletzt 16 Prozent festgesetzt" hat.
In Russland gibt es noch so etwas wie
Philosophie, die aber alles in allem
komplett stramm steht. Und auch über
Alexander Dugin, den berühmtesten russischen Reaktionär, hat
FAZ-Autorin Kerstin Holm Neues zu vermelden. "Dugin, ein belesener Autodidakt, der sich für antimodern-okkulte Denker wie René Guénon und Julius Evola, aber auch Heidegger begeistert, hat soeben ein fast 900 Seiten starkes Lehrbuch für das von ihm erfundene Fach 'Westkunde' (
Westernologija) herausgebracht, worin er die westliche Aufklärung und Renaissance, die zu Liberalismus, Genderpolitik und Transhumanismus führten, zum absoluten Bösen erklärt."
Ausgerechnet das so vorbildliche und stolze
Norwegen, das sein Geld zwar mit Öl verdient, aber selbst ausschließlich mit Elektroautos unterwegs ist, ist tief in den neuen
Epstein-Skandal verstrickt. Das betrifft nicht nur die Königsfamilie, sondern auch den in Norwegen weltberühmten Diplomaten
Terje Rød-Larsen, der das Osloer Abkommen mit ausgehandelt hatte,
berichtet Anne Diekhoff in der
taz: "Rød-Larsen hatte sich 2020 aus seinem New Yorker Thinktank International Peace Institute (IPI) zurückgezogen, nachdem seine Verbindung zu Epstein und dessen finanzielle Unterstützung für IPI bekannt wurden. Wie weit er und seine Familie mit Epstein verbunden waren, wurde jetzt erst klar. Rød-Larsens Ehefrau ist die norwegische Topdiplomatin
Mona Juul. Die beiden Kinder des Paares standen laut norwegischen Medien
in Epsteins Testament, das er zwei Tage vor seinem Tod unterschrieben hatte, sie sollten jeweils fünf Millionen Dollar erben." Epstein hat Rød-Larsen und seiner Frau auch ermöglicht, eine große
Wohnung in Oslo zu kaufen, indem er den Vorbesitzer unter Druck setzte, ergänzt Julian Staib in der
FAZ.