Die von Trump vorgesehenen Kürzungen für
Radio Free Europe/Radio Liberty bedeuten ein enormes Risiko für die
Meinungsfreiheit in vielen zentralasiatischen Ländern,
berichtet Nikita Danilin in der
taz aus Kasachstan: "In
Kasachstan gibt es kaum noch unabhängige Medien. Sie sind buchstäblich an einer Hand abzuzählen. Der kasachische Politikwissenschaftler
Dimasch Alschanow schätzt Radio Azattyk (der Name von Radio Liberty in Kasachstan) derzeit als die einzige ernst zu nehmende professionelle Quelle für alternative Informationen im Land ein. 'Wenn dieses Projekt endet, wird es praktisch keine professionellen Medien mehr für die Gesellschaft in unserem Land geben. Die Kasach*innen werden keine Wahl mehr haben, aus welchen Quellen sie sich informieren.' Dabei gebe es genug drängende Probleme, über die berichtet werden müsse, wie
häusliche Gewalt, die Unterdrückung von Minderheiten, Korruption. Häusliche Gewalt ist in allen Ländern Zentralasiens an der Tagesordnung. In Kasachstan (knapp über 20 Millionen Einwohner*innen) registrierten die Strafverfolgungsbehörden 2024 offiziellen Angaben zufolge rund 100.000 Anrufe wegen häuslicher Gewalt."
Der
RBB hat die Ergebnisse, der vom Sender beauftragten externen Beratunsgsfirma Deloitte zum
Fall Gelbhaar (
unsere Resümees) vorgelegt - und die Ergebnisse sind "
vernichtend" für den Sender, bemerkt Vivien Timmler in der
SZ: "Demnach seien Zitate 'ungeprüft' verbreitet, journalistische Grundregeln missachtet und nachgestellte Szenen 'fahrlässig' in den Bericht eingeschnitten worden. 'Die Autor:innen haben schwere journalistische Fehler begangen', lautet das Fazit der Analyse." Die beauftragten Redakteure hatten zudem keine Erfahrung im investigativen Journalismus, entnimmt Timmler dem Bericht, besonders hart gegen die Prüfer mit Ex-Chefredakteur
David Biesinger ins Gericht, der sich mit dem Inhalt der Recherchen "
gar nicht erst befasst" habe. "Die sechs Seiten lesen sich wie das
Exposé für einen Medienkrimi, enthalten freilich nichts, was man nicht schon wüsste und was Journalisten von außen - insbesondere der
Tagesspiegel- nicht schon aufgedeckt hätten", kommentiert Michael Hanfeld in der
FAZ: "Die Frage, wie die innerparteiliche Intrige gegen den Grünenpolitiker Gelbhaar beim
RBB derart Raum greifen konnte, ist nicht beantwortet."