9punkt - Die Debattenrundschau - Archiv

Medien

2335 Presseschau-Absätze - Seite 14 von 234

9punkt - Die Debattenrundschau vom 05.07.2025 - Medien

FAZ-Medienredakteur Michael Hanfeld liest in Zeit online veröffentlichte Leserzuschriften zu Maxim Billers jüngster Kolumne, die bekanntlich wegen eines jüdischen Witzes "depubliziert" worden war (unsere Resümees). Der Redaktion selbst aber "hat es nach wie vor die Sprache verschlagen. Sie zieht sich darauf zurück, dass es 'eine schwere Panne in der Redaktion' gegeben habe und der Text 'unredigiert ins Blatt gekommen sei', es aber 'dringend eine Redigatur' und 'vor allem eine Rücksprache mit dem Autor' gebraucht hätte. Tja, vielleicht sollten Zeitungen generell ihre Redigatur-Perioden verlängern.

Ebenfalls in der FAZ wird gemeldet, dass sich der Grünen-Politiker Stefan Gelbhaar und der RBB außergerichtlich geeinigt haben. Die fehlerhafte RBB-Berichterstattung hatte Gelbhaar seine Karriere gekostet (unsere Resümees). "Über den konkreten Inhalt des Vergleichs hätten beide Parteien Schweigen vereinbart. Gefordert hatte Gelbhaar vom RBB eine Entschädigung von 1,7 Millionen Euro."

Medien erzählen nicht gerne die Geschichten von Medien, die gegenüber der Macht einknicken. Das tun sie aber. Jüngst etwa hat Paramount einer windigen Schadenersatzforderung von Trump nachgegeben, so Peter Burghardt in der SZ. "Das dürfte damit zu tun haben, dass die Haupteignerin Shari Redstone das Unternehmen Paramount der Firma Skydance Media verkaufen will. Über solche Deals wacht die staatliche Kommunikationsbehörde FCC, geleitet vom Trump-Vertrauten Brendan Carr."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 03.07.2025 - Medien

Anna-Lena von Hodenberg ist Mitgründerin der NGO "Hate Aid", die sich gegen Hass im Internet einsetzt und Anfang des Jahres durch die CBS-Sendung "60 Minutes" (unser Resümee) auch in den USA an Bekanntheit gewonnen hat. Im SZ-Interview mit Andrian Kreye spricht Hodenberg über die Arbeit von Hate Aid. Dass sie die Meinungsfreiheit in Deutschland bedrohen, wie J.D. Vance behauptet hat, ist für sie "ein bewusst gestreutes Narrativ, vor allem aus rechtsradikalen und rechtsextremen Kreisen. Auch in Deutschland wird unsere Arbeit zunehmend diskreditiert - durch kleine Anfragen bei den Parlamenten, Bücher, Artikel, in denen uns Zensur unterstellt wird. Wir arbeiten überparteilich und rechtsstaatlich. Unsere Aufgabe ist es, Betroffenen zu helfen, ihre Grundrechte durchzusetzen - und damit Meinungsfreiheit oft erst zu ermöglichen."

Außerdem: Die Zeit drückt sich auch in ihrer neuen Printausgabe vor einer Diskussion um die "Depublizierung" der jüngsten Kolumne Maxim Billers und veröffentlicht statt dessen auf einer Seite Leserbriefe, die sich zu 90 Prozent über Biller empören.

9punkt - Die Debattenrundschau vom 02.07.2025 - Medien

In der taz berichtet Anne Fromm noch einmal über die Entscheidung der Zeit, Maxim Billers jüngste Kolumne zu "depublizieren". In der FAZ finden Saba-Nur Cheema und Meron Mendel den ganzen Vorgang problematisch, zumal die Zeit ihre Entscheidung nicht öffentlich diskutiert hat: "Sobald ein Text erschienen ist, ist seine Löschung meist die schlechtere Lösung. Sie erweckt den Anschein, der Text sei nun aus der Welt - was nicht der Fall ist -, und vermeidet so die inhaltliche Auseinandersetzung. Zurück bleibt die moralisierende Zurechtweisung des Autors durch die Redaktion. Wer dem Text zuvor zustimmte, wird dies auch weiterhin tun - vielleicht sogar noch entschiedener, nun aber mit dem Gefühl, bevormundet worden zu sein. Depublikation ist damit nicht mehr als ein symbolischer Akt - einer, der die Trennlinie zwischen Journalismus und Aktivismus weiter aufweicht."

Die Berliner Zeitung brachte neulich ein komplett unkritisches Interview mit einem Wirtschaftsmagnaten aus Aserbaidschan, Mir Jamal Paschajew, der das Investitionsklima in Berlin lobte. Es stellt sich in einer Recherche Stefan Niggemeiers und Sascha Düerkops für die Übermedien heraus, dass der Mann der Präsidentenfamilie der "Erbdiktatur" sehr nahe steht. Die beiden gehen dem Verhältnis der als russophil bekannten Berliner Zeitung zur Diktatur nach: Die Frage stelle sich, "wieso die Berliner Zeitung Paschajew überhaupt ein ausführliches Interviews einräumt. Interessiert es den durchschnittlichen Leser wirklich, ob der Vermögensverwalter einer Diktatur Deutschland für einen freundlichen Investitionsstandort hält? Vielmehr scheint es, als interessiere sich vor allem die Berliner Zeitung zunehmend für die ölreiche Diktatur am Kaspischen Meer." Vielleicht ist dies ein Element, um die guten Beziehungen zwischen der Zeitung und dem Regime zu erklären: Im Sommer 2024 "flog der Inhaber der Zeitung selbst nach Aserbaidschan. Verleger Holger Friedrich reiste nach Baku und in die Region Bergkarabach, in der seit der aserbaidschanischen Großoffensive 2023 keine Armenier mehr leben. Sie ist militärisches Sperrgebiet und kann nur mit Genehmigung besucht werden. Friedrich nahm am 'Shusha Global Media Forum' teil, das von der aserbaidschanischen Präsidialverwaltung organisiert wurde. Thema des Forums: 'Aufdeckung falscher Informationen: Bekämpfung von Desinformation'."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 30.06.2025 - Medien

Die Zeit hat letzte Woche eine Kolumne von Maxim Biller "depubliziert" (unser Resümee), weil sie "nicht den Standards" der Zeitung entsprochen hätten. Auf Anfrage der Jüdischen Allgemeinen hat sich eine Verlagssprecherin nun dazu geäußert, berichtet Michael Thaidigsmann. Man habe unter anderem die Formulierung von der "strategisch richtigen, aber unmenschlichen Hungerblockade von Gaza" für undruckbar gehalten. "Vorwürfe wollte die Verlagssprecherin Biller aber nicht machen; die Verantwortung für den Vorgang liege letzten Endes allein bei der Redaktion, sagte sie. 'Es bleibt ganz allein unser Fehler, dass wir mit Maxim Biller vor Veröffentlichung nicht über mögliche Änderungen gesprochen haben. Dies war eine schwere Panne in unserem redaktionellen Prozess, die wir sehr bedauern.'"

Dafür dürfen wir heute auf Zeit online ein Interview von Wenke Husmann mit Juliette Touma vom UNRWA lesen, das so Hamas-unkritisch ist, dass es offenbar die Standards der Redaktion voll erfüllt. Touma beschreibt ausführlich das Leiden der Palästinenser und ganz besonders der palästinensischen Kinder und Frauen: "Wenn ich meine Menstruation bekomme, habe ich eine Dusche und Seife, ich kann Tampons und Binden kaufen. Neulich erzählte mir ein Vater aus dem Gazastreifen, dass er sein letztes Hemd zerschnitten habe, um seiner Tochter eine Menstruationseinlage geben zu können." Und natürlich kritisiert sie Israels Arbeitsverbot der UNRWA, denn die von Israel kontrollierte "GHF ist keine humanitäre Organisation und verstößt mit ihrer Arbeitsweise gegen humanitäre Prinzipien. Hilfe gehört in die Hände derjenigen, die sich damit auskennen - und die sich an die Prinzipien von Menschlichkeit, Unparteilichkeit und Neutralität halten." Es gibt keine einzige Frage von Husmann zur Beteiligung von UNRWA-Mitarbeitern am Massaker vom 7. Oktober oder überhaupt zum Verhältnis der UNRWA zur Hamas,  keine einzige.
Stichwörter: Unrwa, Biller, Maxim, Ghf, 7. Oktober, Hamas

9punkt - Die Debattenrundschau vom 28.06.2025 - Medien

Die jüngste Kolumme von Maxim Biller hat das Qualitätsniveau der Zeit unterschritten, wie die Redaktion "leider" erst nach der Veröffentlichung feststelllen musste. Das Institut unter Monsignore di Lorenzo hat die Kolumne darum "depubliziert". An der Stelle der Kolumne steht nur noch ein trockener Hinweis, dass Billers Beitrag "mehrere Formulierungen enthielt, die nicht den Standards der Zeit" entsprechen. Die Kolumne handelte von der Israel-Obsession vieler Leistungsträger der deutschen Öffentlichkeit. Unter archive.org ließ sich die Kolumne gestern noch nachlesen. Biller attackiert unter anderem den Moderator Markus Lanz: "Er ging in seinem Moderatorenstuhl in eine raubtierhafte Angriffshocke, er zischte und fauchte, statt zu sprechen, und versuchte immer wieder, von seinen Gästen die Aussage zu erpressen, dass Israel im Gazastreifen der Al-Kassam-Brigaden 'Kriegsverbrechen' begehe." Schade ist die Löschung der Kolumne auch, weil Biller den Sendern einen wertvollen Programmtip gab: "Vielleicht, dachte ich, sollte sich die Lanz-Redaktion zum Beispiel einmal zu einer Sendung über die Hamas aufraffen, über die Hamas und nichts als die Hamas, die ja den ewigen Gazakrieg ganz allein angefangen hat und durch ihre bedingungslose Kapitulation und die Überstellung ihrer noch lebenden Führer nach Den Haag ganz allein beenden könnte. ... Außerdem könnten seine Redakteure noch ein paar andere leicht entflammbare Islamversteher wie Tilo Jung, Ralf Stegner, Kai Ambos, Kristin Hellberg und jemanden von Amnesty International einladen."

Die "Depublikation" sorgt in den sozialen und den übrigen Medien für riesiges Aufsehen. Andreas Rosenfelder vermutet in der Welt, dass es "das reflexhafte Gebrüll in den sozialen Netzwerken und Leserkommentaren war, auf welches die Zeit mit der Löschung reagierte. 'Genozid-Apologetik' - so lautet ein typisches Urteil auf X."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 27.06.2025 - Medien

In der taz sondiert Andreas Speit den rot-braunen Sumpf, den Berliner-Zeitung-Verleger Holger Friedrich in seiner neuen Weltbühne angerührt hat. Er verweist auf Recherchen der Zeitschrift Der Rechte Rand, die herausgefunden hat, dass Thomas Fasbender, Co-Herausgeber der Weltbühne und großer Russland-Freund, ein regelmäßiger Autor der Jungen Freiheit und anderer AfD-naher Medien ist.
Stichwörter: Weltbühne, Friedrich, Holger, AfD

9punkt - Die Debattenrundschau vom 26.06.2025 - Medien

Nach den Angriffen seitens Israel und den USA auf den Iran haben sich viele Journalisten allzu schnell positioniert, obwohl das die Faktenlage gar nicht hergab, konstatiert Ulrich Ladurner auf Zeit Online. "Es ist wichtig, sich jetzt all unser Nichtwissen zu vergegenwärtigen, denn es zwingt uns zur Demut, zur Vorsicht und Zurückhaltung. Das ist kein Plädoyer für Meinungslosigkeit. Im Gegenteil, es ist ein Bekenntnis zur Wahrhaftigkeit - und zur Wahrhaftigkeit gehört eben auch, offenzulegen, wie wenig gesicherte Informationen aktuell verfügbar sind und wie schnell sich manche Journalisten trotzdem auf die amerikanische Seite schlagen. Wir laufen Gefahr, zu Fans zu werden, die ihre Mannschaften begeistert feiern, dabei ist Krieg kein Wettkampf zwischen Mannschaften. Er ist komplexer, gefährlicher, tödlicher, als jeder Wettkampf es sein könnte. Deshalb sollte man sich nicht ohne Weiteres mitreißen lassen von der allgemeinen Gedankenlosigkeit, sondern auf die Opfer blicken, die es auf allen Seiten gibt."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 25.06.2025 - Medien

Das Bundesverwaltungsgericht hat das Verbot der rechtsextremen Zeitschrift Compact aufgehoben, berichtet Christian Rath in der taz. "Der Vorsitzende Richter Ingo Kraft begründete die Aufhebung des Compact-Verbots mit zwei Argumentationslinien. Zum einen sei Compact kein reines Medienunternehmen, sondern verfolge eine politische Agenda, organisiere Veranstaltungen und Kampagnen. .... Das Verbot sei aber auch nicht verhältnismäßig, so die zweite Argumentationslinie. Compact verbreite zwar Inhalte, die sich gegen die 'verfassungsmäßige Ordnung' richten, also gegen Menschenwürde, Demokratie und Rechtsstaat. Diese Inhalte aber könnten ein Compact-Verbot nur tragen, wenn sie für Compact 'prägend' wären. Schließlich garantiere das Grundgesetz auch den 'Feinden der Freiheit' die Meinungs- und Pressefreiheit, so Richter Kraft." Das Urteil dürfte Folgen haben auch für eventuelle Pläne, die AfD zu verbieten, meint Rath in einem Kommentar: "Politisch dürfte ein Antrag auf ein AfD-Verbot nun tot sein. Die Gegner in CDU/CSU werden das Exempel aus Leipzig wohl dankbar aufnehmen und sich einem Verbotsantrag noch entschlossener verweigern."

Für Michael Hanfeld (FAZ) bedeutet das Urteil letztlich eine "Stärkung der Pressefreiheit". Freilich sei Compact "eine Stalinorgel, die die freiheitlich-demokratische Grundordnung unter Dauerfeuer nimmt. Aber das macht das Blatt auf eine Weise, die sich juristisch nicht einfach als 'verboten' darstellt." Ärgerlich, dass "sich Faesers 'harter Schlag gegen den Rechtsextremismus' ins Gegenteil verkehrt: Die Rechtsextremen sind nicht eingenordet, sie können sich als Verteidiger der Freiheit gerieren. Das freilich nur, weil in unserem Land die ihnen verhasste Gewaltenteilung funktioniert und - weil die frühere Bundesregierung meinte, sie könne ein Problem, mit dem sie politisch nicht klarkommt, juristisch 'lösen'. Wer diesen Schritt geht, ist auf dem Holzweg", so Hanfeld, der auch anmerkt, dass das Verbotsverfahren und die Berichterstattung Compact reichweitenmäßig enorm genützt haben.

Wolfgang Janisch hofft in der SZ hingegen auf einen "dritten Akt" dieses Dramas: "Verbieten dürfe man eine Publikation daher nur, wenn sich die verfassungswidrigen Aktivitäten als 'prägend' erwiesen. Und dann folgt ein Satz, der wie eine Warnung klingt: 'In der Gesamtwürdigung erreichen die verbotsrelevanten Äußerungen und Aktivitäten noch nicht die Schwelle der Prägung.' Ein Verbot ist nicht möglich. Noch nicht. Jürgen Elsässer, selbstredend erfreut über den Ausgang, verstieg sich nach der Verkündung zu dem Kommentar: 'Wir sind das Sturmgeschütz der Demokratie.' Einmal abgesehen davon, dass eher das Gegenteil im Urteil steht: Das 'noch nicht' aus Leipzig wird das Bundesinnenministerium als Anregung verstehen dürfen, das Blatt im Auge zu behalten."

(Korrigiert am 30. Juni.) Einen kuriosen Beitrag zum Söder-Interview mit Julian Reichelts Magazin Nius bringt die taz: Geschrieben hat ihn Arne Semsrott, Leiter des Projekts FragDenStaat, das laut taz für Informationsfreiheit kämpft. Semsrott habe außerdem den Freiheitsfonds gegründet. Von Freiheit will Semsrott im Zusammenhang mit Nius allerdings nichts wissen: "Wer mit Nius redet, legitimiert seine Hetzkampagnen, etwa gegen einen der Berliner Verwaltungsrichter, der kürzlich über die rechtswidrigen Zurückweisungen an den deutschen Grenzen urteilte, oder gegen zivilgesellschaftliche Organisationen wie Pro Asyl. ... Zeit für die Zivilgesellschaft, den Druck zu erhöhen: Wichtigstes Mittel im Umgang mit rechten Kampagnen ist das deplatforming, also der Ausschluss von Publikationen aus dem Kreis des akzeptierten Umgangs. Nius zitiert man nicht und mit Nius spricht man nicht, höchstens vor Gericht. Und auch nicht mit denen, die mit ihnen kooperieren. Wenn Söder Nius Interviews gibt, dann verläuft die Brandmauer zwischen uns und Söder."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 16.06.2025 - Medien

Bisher wusste man, dass Peter Scholl-Latour ein dezidierter Antiamerikaner und bekennender Gaullist war, dass er die Ukraine nicht für etwas hielt, das von Russland unabhängig sein konnte, dass er die Nato-Osterweiterung ablehnte, dass er sich gern schwadronieren hörte und in seinen Büchern plagiierte, was das deutsche Publikum und Sandra Maischberger aber nicht davon abhielt, ihn wie einen Guru zu verehren. Heute wäre er zurecht vergessen, wenn der WDR jetzt nicht zutage gefördet hätte, dass er auch dem BND gern Auskunft gab. Michael Hanfeld resümiert in der FAZ: "Dem WDR zufolge interessierte sich der BND indes schon Anfang der sechziger Jahre für Scholl-Latour, der damals zuerst für die Saarbrücker Zeitung und dann für die ARD aus Afrika berichtete. Der BND habe gemutmaßt, Scholl-Latour wirke für den französischen Geheimdienst, bei einem Besuch in Deutschland könne man ihn vielleicht anwerben." Die Doku wird in den nächsten Tagen im WDR laufen und dann sicher auch in der Mediathek zu sehen sein.
Stichwörter: Scholl-Latour, Peter, Nato

9punkt - Die Debattenrundschau vom 13.06.2025 - Medien

Dominik Baur erzählt in der taz nochmal die Geschichte des Ingolstädter Verlegers Wilhelm Reissmüller, der ein Nazi war, sich nach dem Krieg eine Widerstandsgeschichte andichtete und in der Stadt einen riesengroßen Einfluss hatte  (unsere Resümees). Nun ist es passiert: "Man entzog Reissmüller posthum seine Ehrenbürgerwürde - und ging hernach zu Tagesordnungspunkt 8 über: 'Bebauungs- und Grünordnungsplan Nr. 617 Unterhaunstadt - Südlich Hochweg."

Vor elf Jahren und einem Tag starb FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher. Sein Sohn Jakob kommt in einem Tweet nochmal auf seine Enttäuschung vor einem Jahr zurück, als die FAZ den zehnten Todestag wortlos passieren ließ (unser Resümee).