Für die
taz liest Tilman Baumgärtel einige Studien zur Medienberichterstattung über die
Flüchtlingskrise 2015, die ein
unangenehm insiderhaftes Bild von deutschen Medienbetrieb abgeben: "Der Vorwurf, dass die deutschen Berichterstatter sich weniger für die Flüchtlinge per se, sondern eher für die
politischen Streitereien, die sie auslösen, interessieren, wird auch in einer gerade erschienen Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung untermauert, die sich mit der Illustration von Texten zum Flüchtlingsthema beschäftigt. Viel zu oft gehe es auch hier um die Standpunkte von Politikern - immer wieder illustriert mit
stereotypen Symbolbildern von Frauen mit Kopftuch."
Das Sommergekabbel zwischen der
FAZ und den längst wieder vorsichtig schweigenden Öffentlich-Rechtlichen Sendern geht munter weiter. Michael Hanfeld greift nochmal die spöttische Bemerkung der
Deutschlandfunk-Autorin Brigitte Baetz (unser Resümee) über die ehemaligen
Dienstwagen der FAZ-Redakteure auf, spricht allerdings nicht ganz ehrlich nur von "Dienstwagen im Journalismus" und untersucht, wer bei den Sendern so Dienstwagen fährt und Betriebsbenzin zapft.
ZDF-Intendant
Thomas Bellut verteidigte unterdessen die neue Strategie der Sender, ins lange belächelte
Internet zu expandieren,
berichten Uwe Mantel und Thomas Lückerath in
dwdl.de, der einen Auftritt Belluts vor deutschen, das Internet eher fürchtenden
Produzenten beobachtete: "
ZDF-Intendant Thomas Bellut nutzte nun den Produzententag seines Senders in Berlin, bei dem er rund 280 Produzenten zu Gast hatte, um.. nochmal zu betonen, für wie wichtig man eine
wettbewerbsfähige Mediathek halte. "Die Zukunftsfähigkeit des
ZDF hängt entscheidend von der
Mediathek ab. Ein attraktives Onlineangebot folgt den Nutzerbedürfnissen und bietet den Produzenten neue Formen der Zusammenarbeit', so Bellut."
Außerdem:
FAZ-Online-Chef
Mathias Müller von Blumencron verteidigt im Gespräch mit der Werbe-Branchenmagazin
Horizont Print und neue zahlbare Angebote in der Digitalabteilung der Zeitung.