Die
öffentlich-rechtlichen Sender möchten bis 2029 eine Gebührenerhöhung auf 21 Euro im Monat,
berichtet die
FAS. Flankierend sollen
Sparmaßnahmen durchgeführt werden. "Doch die finanziellen Ersparnisse, die durch diese Zentralisierung sich ergeben, sollen nicht an die Zuschauer weitergegeben werden, sondern sie werden 'umgeschichtet in die
Vielfalt neuer Angebote des digitalen Medienwandels', wie es in einem der
FAS vorliegenden Grundsatzpapier der
ARD heißt."
Ein gewisses Einsparpotenzial für
ARD und
ZDF entdeckt Telepolis-Autor Peter Mühlbauer mit Blick auf eine
Umfrage der Werbezeitschrift
Horizont, nach der das
Interesse an Fußball stark abnimmt: "Sieht man sich die Ergebnisse der Umfrage nach dem Alter der Befragten differenziert an, dann zeigt sich, dass das Interesse weiter zurückgeht: Während sich von den über 60-Jährigen 30 Prozent stark oder sehr stark für Fußball interessieren, sind es bei den 30- bis 44-Jährigen nur mehr 22 und in der Gruppe der 14- bis 29-Jährigen
sogar nur 17 Prozent."
Natürlich ist nicht alles nur ein Witz, aber dass Infotainment die Demokratie ruiniert, will Arno Widmann in der
FR nicht glauben und bricht eine Lanze für die
Marktschreier und Moritatenerzähler auch im digitalen Zeitalter: "Den Hunger nach Nachrichten gab es schon immer und schon immer mischten sich Sachliches und Persönliches. In einer Welt, in der
Personen das Sagen hatten, war das keine Spur von frivol, sondern nur vernünftig. Was hilft einem die Kenntnis der Rolle der Institutionen in einem System, in dem alles davon abhängt, wie der Führer entscheidet? Jeder, der in einem Betrieb arbeitet, weiß, wie viel wichtiger es ist, zu verstehen,
wer mit wem kann, als die Leiter der Hierarchie hinauf- und hinuntersagen zu können. Für Bundeskanzler Kohl stand sein Ehrenwort, selbst das nur angebliche, über dem Gesetz. Ohne die Psyche des Präsidenten Trump ist die US-Politik nicht zu erklären."