"Der Papst und die Bischöfe vollzögen keinen Paradigmenwechsel und keinen Bruch mit der kirchlichen Tradition, wenn sie sich für die Weihe
verheirateter Männer zu Priestern aussprechen", hatte der Kirchenhistoriker
Hubert Wolf letzte Woche in der
FAZ geschrieben. Darauf antwortet heute Kardinal
Walter Brandmüller mit einer vehementen Verteidigung des
Zölibats, jener Institution, die laut dem Kriminologen Christian Pfeiffer neulich in der
Zeit eine der Hauptursachen für den
Missbrauchsskandale in der Katholischen Kirche ist (Unser
Resümee). Brandmüllers Argument: "Der Priester, der am Altar das Opfer Christi feiert, tut dies '
in Persona Christi' und kraft des Weihesakraments, das er durch
Handauflegung des Bischofs empfangen hat."