Pamela Anderson als "The Last Showgirl" GiaCoppolas "The Last Showgirl" bildet mit "Babyface" von Halina Reijn (unsere Kritik) und "The Substance" von Coralie Fargeat (unsere Kritik) eine Welle an Filmen, die das Altern von Frauen (und damit auf zweiter Ebene auch: von Schauspielerinnen) thematisieren. Hier sind es PamelaAnderson, die ein Las-Vegas-Showgirl spielt, deren Falten das Licht nicht mehr ganz kaschieren kann, und ihr gegenüber JamieLeeCurtisals desillusionierte Kellnerin. "Das Drehbuch lebt allerdings vom Andeuten, nicht vom Aussprechen", schreibt Maria Wiesner in der FAZ. "Coppola setzt in ihrem Vegas-Bild auf Kontraste zwischen den abgedunkelten Garderobenräumen und der harschen Realität draußen. Sie fängt Anderson also immer wieder in stiller Kontemplation im grellen Licht der Wüstensonne beim Spaziergang zwischen den Glasfassaden ein; das Gesicht trägt dann kein Make-up; Shelly wirkt nackter als in ihren freizügigen Revuekostümen." Aber "wenn Curtis ... als angetrunkene Kellnerin in nichts als glänzenden Strumpfhosen und einer zu engen Jacke mit tiefem Dekolleté zu BonnieTylers 'Total Eclipse of the Heart' mitten im Casino auf ein Podest steigt und zu tanzen beginnt, hat sie diesen Film allen anderen gestohlen, denn was sie da zeigt, ist zum Niederknien schön, traurig und wahr."
"Fühlen und weinen mit Bonnie Tyler", schreibt auch Silvia Szymanski auf critic.de zum Film: "Perfekt. Ichkapituliere." Diese Szene wollen wir uns nicht entgehen lassen:
Weiteres: In der tazempfiehlt Fabian Tietke die Doku-Reihe "Man wird nicht als Mann geboren" im Berliner Kino Krokodil. Andreas Scheiner (NZZ), Andrey Arnold (Presse) Jürgen Kaube (FAZ) gratulieren BruceWillis zum 70. Geburtstag.
Besprochen werden ErrolMorris' auf Netflix gezeigter Dokumentarfilm "Chaos - Die Manson-Morde" (Robert Wagner berichtet auf critic.de von "brutal eindimensionalen anderthalb Stunden"), AnthonyundJoeRussos auf Netflix gezeigter Science-Fiction-Film "The Electric State" (FAZ, Zeit Online), die zweite Staffel der Netflix-Serie "Totenfrau" (Tsp, Welt) und die Sky-Dokuserie "Was geschah an Bord vom Flug 2525", die den Germanwings-Absturz vor zehn Jahren Welt-Kritiker Peter Praschl zufolge "fast perfide" für Verschwörungstheorien ausschlachtet.
Marius Nobach (Filmdienst) und Andreas Kilb (FAZ) blicken auf die Nominierungen zum im Mai verliehenen DeutschenFilmpreis, wo sich TimFehlbaums "September 5" (unsere Kritik), AndreasDresens "In Liebe, Eure Hilde" (unsere Kritik) und MohammadRasoulofs "Die Saat des heiligen Feigenbaums" (unsere Kritik) als Favoriten entpuppten. Andreas Scheiner erzählt in der NZZ von seinen Mühen, mit dem italienischen Regisseur PaoloSorrentino ins Gespräch zu kommen. Andreas Kilb schreibt in der FAZ zum überraschenden Tod der mit 43 Jahren gestorbenen Schauspielerin ÉmilieDequenne.
Besprochen werden WalterSalles' "Für immer hier" (Jungle World, unsere Kritik), CélineSallettes Biopic "Niki" über die Künstlerin NikideSaintPhalle (Presse), die neue Staffel der Amazon-Fantasyserie "Das Rad der Zeit" (taz), die Netflix-Serie "Adolescence" (TA) und AndréSchäfers "Die Bekenntnisse des Hochstaplers Thomas Mann" (NZZ, unser Resümee zum deutschen Kinostart vergangenen Herbst).
Tal Sterngast spricht für die taz mit dem Bildhauer und Filmemacher AssafGruber. Claus Löser empfiehlt in der Berliner Zeitung eine Berliner Aufführung von SemaPoyraz' und SofoklisAdamidis' 1981 an der DFFB entstandenem Film "Gölge". Das Team von critic.de - darunter einige, die auch für den Perlentaucher schreiben - resümiert den 22. Hofbauerkongress, der dieses Mal in Wien stattfand.
Besprochen werden die Wiederauffühurung von AndrzejŻuławskis Kultklassiker "Possession" aus dem Jahr 1981 (Jungle World), ToddKomarnickis "Bonhoeffer" (Standard), MoritzTerwestens Dokumentarfilm "Sterben ohne Gott" (SZ, epd, Kinozeit, critic.de) und die ARD-Serie "Marzahn Mon Amour" nach dem gleichnamigen Roman von KatjaOskamp (taz).
Arnon Grünberg denkt in der NZZ anhand von Halina Reijns Film "Babygirl" (unsere Kritik) und mit Büchern von J.M.Coetzee und MirandaJuly über das Begehren, Begehrt-Werden und Begehrt-Werden-Wollen im mittleren bis späteren Alter nach. Die Gegenwart bietet einige reizvolle Szenarien für einen Relaunch des James-Bond-Franchise, findet Alexander Menden in der SZ: Der Titelheld könnte etwa "die Organisation eines irrenTech-Milliardärs infiltrieren, der amerikanische Regierungsinstitutionen im Auftrag eines Präsidenten aushöhlt, welcher selbst eine Marionette der Russen ist". Für die Seite Drei der SZ hat sich Holger Gertz mit dem Drehbuchautor SaschaArango getroffen, dessen Komissar Borowski beim "Tatort" morgen Abend zum letzten Mal ermittelt. Christoph Dobbitsch blickt im Filmdienst zurück auf MilošFormans Biopic-Klassiker "Amadeus" von 1984, der dieser Tage als luxuriöses Boxset wiedererscheint. Außerdem weist der Filmdienst auf eine kleine Manoel-de-Oliveira-Retrospektive in der Arte-Mediathek hin.
Besprochen werden GiaCoppolas "The Last Showgirl" mit PamelaAnderson (FAS, mehr dazu bereits hier), die Wiederaufführung von AndrzejŻuławskis Berlin-Kultfilm "Possession" aus dem Jahr 1981 mit IsabelleAdjani (BLZ), IdoFluks "Köln 75" über die Geschichte von KeithJarretts "Köln Concert" (Standard, mehr dazu hier) und die Apple-Serie "Dope Thief" (Zeit Online).
Besprochen werden WalterSalles' Oscargewinner "Für immer hier" (SZ, mehr dazu bereits hier), IdoFluks "Köln 75" über KeithJarretts "Köln Concert" (Zeit Online, mehr dazu bereits hier), MoritzTerwestens Dokumentarfilm "Sterben ohne Gott" (critic.de), die Netflix-Serienadaption von GiuseppeTomasideLampedusasRomanklassiker "Der Leopard", deren Abwandlungen Zeit-Online-Rezensent Raoul Löbbert mitunter ziemlich frech findet, AnandTuckers "The Critic" mit IanMcKellen (online nachgereicht aus der WamS), die ARD-Serie "Marzahn Mon Amour" nach dem gleichnamigen Roman von KatjaOskamp (FAZ), die Netflix-Serie "Zero Day" mit RobertdeNiro (Freitag), die auf Apple TV+ gezeigte Serie "Dope Thief" (taz) und die auf Amazon gezeigte Bibel-Adaption "House of David" (FAZ).
Der Sonnenglanz des Strandes: "Für immer hier" von Walter Salles Bei den Oscars wurde WalterSalles' "Für immer hier" über die brutalen Übergriffe in den Siebzigern der brasilianischenDiktatur auf die linksbürgerliche Paiva-Familie als bester internationaler Film ausgezeichnet, jetzt kommt der Film hierzulande in die Kinos. Perlentaucherin Katrin Doerksen findet den Film vor allem "in seinen subtileren Strategien" überzeugend, "zum Beispiel inszeniert Salles die erste Filmhälfte als sukzessiven Rückzug des Lichts: Der Sonnenglanz des Strandes dringt nicht mehr ins Haus der Familie Paiva vor, nachdem sich dort die Entführer einnisten und alle Gardinen und Vorhänge schließen. Der Film wird zum Kammerspiel und findet seinen vorläufigen Höhepunkt, als sie Eunice ebenfalls eine schwarze Kapuze über den Kopf ziehen, sie in einem düsterenVerhörraum abladen." Allerdings ist dies auch ein Film jener Art, "in der auf keiner Ebene je etwas Unerwartetes passiert. ... Statt in die Kategorie der wirklich großen gehört er in die der wirklich wichtigen Filme." Auch für FAZ-Kritiker Bert Rebhandl ist dies "der große Film der VergangenheitsbewältigunginBrasilien.
Patrick Holzapfel indessen ärgert sich in der NZZ sehr über diesen Film, der sich vor allem damit zufrieden gibt, das Leid von Privilegierten zu zeigen. "Armut und jene Gesellschaftsschichten, die am schlimmsten unter dieser von 1964 bis 1985 regierenden Diktatur gelitten haben, bleiben durchgehend unsichtbar. Das ist vor allem deshalb erstaunlich, weil sich Eunice Paiva in ihrem Aktivismus für die indigeneBevölkerung einsetzte. Ebenso unsichtbar bleiben die Verstrickungen der Oberklasse mit dem Regime. ... Salles bemüht stattdessen die billigstenTricks, um möglichst sentimental Identifikation mit der Musterfamilie Paiva zu schaffen. ... Dazu gibt es die bekanntenKinogesten einer betonten Tragik samt passendem Musikeinsatz und der Nahaufnahme im richtigen Augenblick. Alles ist so geglättet, man fühlt sich fast wohl, wenn man den eigentlich grauenvollen Ereignissen beiwohnt." Marlene Knobloch porträtiert für die Zeit die Schauspielerin FernandaTorres.
Außerdem: "Krank, schockierend", findet es Regisseur ToddKomarnicki im FR-Gespräch mit Daniel Kothenschulte, dass sein Film "Bonhoeffer" über den gleichnamigen Nazigegner in den USA von MAGA nahestehenden, evangelikalenChristen vereinnahmt wird: "Es ist ein antifaschistischerFilm über die Liebe und über Opfer." Thomas Kramar wirft für die Presse einen Blick ins JüdischeFilmfestivalWien.
Besprochen werden BenjaminHeisenbergs Kinderfilm "Der Prank" (Perlentaucher, Artechock, FD), IkoFluks "Köln 75" über KeithJarretts "Köln Concert" (Freitag, FR, Welt, mehr dazu hier), JonathanMillets "Die Schattenjäger" (Artechock, taz), AlainGagnols und Jean-LoupFeliciolis Animationsfilm "Nina und das Geheimnis des Igels" (Artechock), ToddKomarnickis "Bonhoeffer" (Artechock, Zeit) und die DVD-Ausgabe von AudreyDiwans "Emmanuelle" (taz). Außerdem werfen Tagesspiegel und Filmdienst einen Blick auf die wichtigsten Kinostarts der Woche.
"Für immer hier" von Walter Salles Bei den Oscars wurde WalterSalles' brasilianischer Film "Für immer hier" (über die wahre Geschichte der Familie Paiva, die sich in den Siebzigern mit der Diktatur in Brasilien angelegt hat) als bester internationaler Film ausgezeichnet. Im taz-Gespräch mit Thomas Abeltshauser erzählt der Regisseur, warum ihm dieser Stoff so am Herzen lag: Nicht nur, weil seine eigene Familie ins Exil gezwungen wurde, sondern auch, weil er mit der Familie Paiva seit Jugendtagen bekannt ist. Sieben Jahre lang hat er an dem Film gearbeitet - ein Zeitraum, in den auch die Bolsonaro-Jahre in Brasilien fallen: "Der ganze Zweck des Films hat sich im Laufe der Jahre verändert, weil er von der Realität eingeholt wurde. Gerade stellen wir überall auf der Welt mit Erstaunen fest, wie zerbrechlich die Demokratie ist. Als wir 2015 mit diesem Projekt begannen, hätte ich nie für möglich gehalten, dass wir in eine solche Dystopie geraten würden. Nach und nach wurde aus einem Film über eine Vergangenheit, die wir verdrängt hatten, ein Film, der sich immer mehr mit der Gegenwart zu befassen schien. Wir haben den Film dann elliptisch bis 2014 verlängert, um zu verstehen, wie lange es dauerte, bis die Demokratie nach Brasilien zurückkehrte und wie schnell wir sie in den vier Jahren der Zerstörung beinahe wieder verloren hätten." Der Jazz liegt ihr am Herzen: Mala Emde als Vera Brandes in "Köln 75" Ido Fluk erzählt in "Köln 75" von den größtenteils chaotischen Rahmenbedingungen, unter denen es zu KeithJarretts legendärem "Köln Concert" seinerzeit dann doch um Haaresbreite fast nicht gekommen wäre - und von der Leidenschaft, mit der die Veranstalterin VeraBrandes, damals gerade mal 18 Jahre alt, alles daran gesetzt hat, dass der Abend doch gelingt. Ein bisschen lastet es allerdings schon auf dem Film, dass Jarrett die Musik, um die es geht und deren sagenhaften Erfolg ihn seit Jahrzehnten verdrießlich stimmt, gar nicht freigegeben hat, schreibt Robert Wagner auf critic.de. "So wird die Patina jener Zeit im Aufbruch zwar mit vielem erzeugt, nicht aber mit dem Jazz, der Brandes so am Herzen liegt. ... 'Köln 75' ist ein atemloser, energiegeladenerFilm, der gerne die vierte Wand durchbricht, um den Zuschauer direkt anzusprechen und diverse Kontexte zu vermitteln. Ein Film, der seine Infos und Anliegen auch mal plump in Dialogen unterbringt − und damit die durchaus vorhandene Stimmung etwas ruiniert − aber bei deren Vermittlung auch nach kreativen Wegen sucht. So ist das Ergebnis auf der einen Seite immer wieder mitreißend. Andererseits ist 'Köln 75' mit seinem ganz netten Cast aber dermaßen standardisiert - gängige Konflikte werden gängig erzählt - dass der Film seiner durchgehenden Beschwörung, etwas müsse gewagt werden, selber oftmals nicht gehorcht." Die WamS hat ihr Gespräch mit der Schauspielerin Mala Emde, die im Film Brandes spielt, online nachgereicht.
Weitere Artikel: Thomas J. Spang erzählt im Filmdienst, wie es dazu gekommen ist, dass zumindest über die US-Werbekampagne zu ToddKomarnickis (nun auch in Deutschland anlaufendem) Film "Bonhoeffer" der Nazigegner DietrichBonhoeffer als eine Art MAGA-Held ins Trump-Lager bugsiert wurde (wovon sich der Regisseur, aber auch der deutsche Teil des Casts distanziert hat - unser Resümee).
Besprochen werden die Wiederaufführung von Andrzej Żuławskis Berlin-Kultfilm "Possession" aus dem Jahr 1981 (taz), die auf Disney+ gezeigte, neue "Daredevil"-Staffel (taz), Anand Tuckers "The Critic" mit IanMcKellen als mordender Theaterkritiker (FAZ) und MichelHazanavicius' Animationsfilm "Das kostbarste aller Güter" (SZ).
Vielschichtige Menschen: "Asura" von Hirokazu Koreeda Dass der japanische Autorenfilmer und Cannes-Gewinner HirokazuKoreeda bereits seit Januar mit "Asura" eine Miniserie bei Netflix online stehen hat, hat die deutsche Feuilleton-Öffentlichkeit bislang eher nicht zur Kenntnis genommen. Tobias Obermeier holt das Versäumnis in der Jungle World nach. Auf Grundlage eines Romans von KunikoMukōda erzählt Koreeda von den Turbulenzen einer japanischen Kleinfamilie nachdem ans Tageslicht kam, dass der schon etwas ältere Vater eine Affäre mit einer deutlich jüngeren Geliebten hat. Dem Regisseur glückt "eine feinsinnige, erheiternde und clevere Serie, die einmal mehr Koreedas Kunst der nuancierten und komplexen Figurenzeichnung beweist", schreibt Obermeier beglückt. Die Serie "verzichtet gänzlich auf Plottwists oder Cliffhanger, jene Tricks, mit denen Serien allzu gerne um die überstimulierte Aufmerksamkeit ihrer Zuschauer buhlen. Die Serie ist klassisches, figurenzentriertesErzählfernsehen. ... Nicht, was passiert, steht im Zentrum der Erzählung, sondern wie die Figuren mit dem Passierten umgehen. ... Koreeda zeichnet seine Figuren dabei nicht als reine Opfer einer männerdominierten Gesellschaft. In ihrer Vielschichtigkeit sind sie Menschen, die ebenso sehr Produkt der Gesellschaft sein können, wie sie für ihr eigenes Tun verantwortlich sind."
Außerdem: Valerie Dirk empfiehlt im Standard die Retrospektive OusmaneSembèneim Wiener Filmarchiv. Besprochen werden CélineSallettes Biopic "Niki" über die Künstlerin Niki de Saint Phalle (Standard), die Netflix-Serie "Delicious" (FAZ), die ARD-Serie "Ghosts" (taz), Jonathan Eusebios Martial-Arts-Thriller "Love Hurts" mit Oscargewinner KeHuyQuan (SZ) und ThomasHelbigs Buch "Film als Form des Denkens. Jean-LucGodards Geschichte(n) des Kinos" (FAZ).
Besprochen werden die Netflix-Serienadaption von GiuseppeTomasidiLampedusas gleichnamigem Romanklassiker "Der Leopard" ("ein schönes Netflix-Märchen, süß wie eine Cassata, aber so unsizilianisch wie ein Schokoriegel", findet Ursula Scheer in der FAZ), ArianeLabeds "September & July" (FAZ, unsere Kritik), BongJoon-hos "Mickey 17" (Presse, Welt, unsere Kritik) und die Arte-Serie "Douglas is Cancelled" (Welt).
Ihre Blicke werden zu unseren: "Nickel Boys" Annett Scheffel ärgert sich auf Zeit Online, dass RaMellRoss' Verfilmung von ColsonWhiteheads Roman "Nickel Boys" (über schwere Misshandlungen von schwarzen Jungs an einer mittlerweile geschlossenen Schule in Florida) in den USA nur in wenigen Kinos zu sehen war, bei uns direkt via Amazon ausgewertet wird und auch bei den Oscars schon in der Nominierungsrunde übergangen wurde. "Warum man einen so ambitionierten und atemberaubend schönen Film so lieblos veröffentlicht, bleibt unverständlich", denn dies "war der beste Film der Oscarsaison. ... Er geht stilistische und narrative Risiken ein, die sich auszahlen. ... Der gesamte Film wurde aus der Perspektive seiner beiden Protagonisten gedreht. Die Kamera, das sind plötzlich wir, das Publikum sieht, was Elwood und Turner sehen, ihre Blicke werden zu unseren. ... Wie Ross mit 'Nickel Boys' Distanzen überwindet, die durch historische Perspektiven meist noch verstärkt werden, ist nicht weniger als revolutionär."
Weiteres: Im Filmdienststellt Chris Schinke den eben bei den Oscars für "Flow" ausgezeichneten, lettischen Filmemacher GintsZilbalodis vor, dessen Animationsfilme "rein visueller Natur sind" und "komplett auf den Einsatz von menschlicher Sprache verzichten". Marie-Luise Goldmann spricht für die WamS mit der Schauspielerin MalaEmde, die in "Köln 75" die Veranstalterin von KeithJarrets "Köln Concert" spielt. Besprochen werden ArianeLabeds "September & July" (Standard, unsere Kritik) und AnneFontaines Biopic "Bolero" über Maurice Ravel (Standard).
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