Efeu - Die Kulturrundschau - Archiv

Film

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Efeu - Die Kulturrundschau vom 27.12.2025 - Film

Hanns-Georg Rodek ärgert sich in der Welt über die Betonköpfe beim Bundesamt für Migration, die den Asylantrag des iranischen Regisseurs Jafar Najafi abgelehnt haben: Während er sich wegen eines Filmfestivals in Deutschland aufhielt, wurde in seiner Heimat seine Wohnung durchsucht und Filmmaterial beschlagnahmt. "In sozialen Netzwerken erhielt Najafi daraufhin Drohungen, er ist offenbar ins Visier der Revolutionsgarden geraten", doch was Najafi in den Augen des Bundesamtes fehlte, "waren handfeste Beweise für seine Gefährdung, wie ein Haftbefehl oder eine Verurteilung. Doch die gibt es selten. Die Unterdrücker vom Regime gehen subtiler vor, wenn die fragliche Person eine gewisse internationale Bekanntheit besitzt, mit Drohungen im Netz, Passentzug, Durchsuchungen, Vorladungen, Verleumdung. ... Von den Großen des iranischen Kinos lebt und arbeitet kaum mehr einer in der Heimat."

Dazu passend läuft ab dem 8. Januar Jafar Panahis aktueller, erneut unter klandestinen Bedingungen gedrehter Film "Ein einfacher Unfall" in den deutschen Kinos an. Der Film handelt von einem ehemaligen Insassen eines iranischen Foltergefängnisses, der wieder in Freiheit seinen früheren Peiniger zu erkennen glaubt. "Politische Gefangene entwickeln während der Haft starke innere Bilder", sagt der Regisseur im taz-Gespräch mit Thomas Abeltshauser. "Oft sind ihnen die Augen verbunden, sie sehen ihre Verhörer nicht. Die Vorstellungskraft arbeitet ununterbrochen: Wie sieht dieser Mensch aus? Würde ich ihn draußen erkennen? Kenne ich ihn vielleicht? Diese Fragen begleiten fast alle politischen Gefangenen. Als ich 2022/23 im Gefängnis war, wurden meine Ohren extrem empfindlich. Ich konnte Menschen allein an ihrer Stimme erkennen." 

Georg Seeßlen denkt in einem epischen und schön mäandernden Jungle-World-Essay über Schönheit im Film (aber auch: über schöne Filme) nach. Die findet man zwar nicht nur, aber eben auch dort, wo das geschmackssichere juste milieu sonst eher nicht hinsieht, etwa im Heimatfilm, wo die Alpen noch vor ihrer touristischen Erschließung zu sehen sind. "Filme sind in gewisser Weise Container von Partialschönheiten, erfüllt mit der bereits anerkannten Schönheit von Landschaft, Menschen, Architektur, Objekten, Farben und Formen, für die man sogar Hässliches und Dummes drumherum in Kauf nimmt; jedenfalls wenn man kein cineastischer Puritaner ist. ... Die Schönheit im Film ist Verwandlung einer primären Schönheit in eine sekundäre, und wie mit dem Schönheitsvorrat der Künste geschieht das auch mit der Schönheit menschlicher Erscheinungen, Körper, Gesten, Physiognomien und Selbstinszenierungen. David Bowie zum Beispiel war im Film so schön, weil er es verstand, seine Bühnen-Persona cineastisch zu transformieren, ohne sie vollständig vergessen zu lassen."

Die meisten denken hier wahrscheinlich an Bowies "Mann, der vom Himmel fiel", wer in den Achtzigern Kind war, erinnert sich eher an Bowie als sardonisch-verführerischer Koboldkönig im Fantasyklassiker "Labyrinth": 



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Weitere Artikel: Kamil Moll spricht für den Filmdienst mit Hafsia Herzi über deren (im Perlentaucher von Robert Wagner besprochene) Verfilmung von Fatima Daas' "Die jüngste Tochter" (mehr zum Film bereits hier). Marian Wilhelm plaudert für den Standard mit Mads Mikkelsen, der aktuell in dänischen Komödie "Therapie für Wikinger" im Kino zu sehen ist (Besprechungen des Films bringen Welt und FAZ). Judith von Sternburg schreibt in der FR einen Nachruf auf den TV-Schauspieler Uwe Kockisch. Rainer Moritz (NZZ) erinnert an Hildegard Knef, die morgen vor hundert Jahren geboren wurde. Dlf Kultur spendiert aus diesem Anlass eine "Lange Nacht" über die Knef von Sylvia Roth. Bereits heute hundert Jahre alt würde Michel Piccoli, an den Ralph Eue in der NZZ erinnert. Arno Widmann rekonstruiert in der FR die Umstände, als "Der Kommissar" 1969 in die Flimmerstuben der Bundesrepublik trat (hier alle Folgen des Fernsehklassikers in einer Youtube-Playlist vom ZDF).

Besprochen werden Tom Gormicans Trashfilm-Remake "Anaconda" mit Jack Black und Paul Rudd (Perlentaucher, Standard, Welt), Philipp Stölzls "Der Medicus II" (Welt), die Mehrteiler "Ku'damm 77", der für heute in der ZDF-Mediathek erwartet wird (Tsp) und Craig Brewers "Song Sung Blue" (NZZ).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 24.12.2025 - Film

"Die jüngste Tochter" von Hafsia Herzi

Hafsia Herzi erzählt in "Die jüngste Tochter" nach dem gleichnamigen Roman von Fatima Daas vom lesbischen Begehren einer jungen Frau, die in den Banlieues aufwächst. Der Film ist gelungen, schreibt Ekkehard Knörer auf critic.de: Die Regisseurin neigt zwar "zum Unterspielen der dramatischen Verwicklungen. In einzelnen Szenen kann schon mal was eskalieren, aber einer knotenschürzenden Aktlogik unterwirft sich das am Ende grundsätzlich nicht. ... Im Kern ist es ein Kino der engen Kadrage, die Körper, Mienen, Stimmungen und Atmosphären verdichtet. Und in dieser Verdichtungen Freiräume sucht und, mehr noch, lässt: Das ist eindrucksvoll, wenn sie, wie in ihrem Debüt, sich als ständig präsente Darstellerin selbst auf die Suche nach der Wahrheit jeder einzelnen Szene begibt. Noch beeindruckender aber ist es, wie sie ihre nicht-virtuosen Laiendarstellerinnen dabei führt - und nicht führt, ihnen vielmehr die Sicherheit gibt, sich selbst in die Suche nach dem Variieren des eigenen Selbst in der dargestellten und angeeigneten Figur hineinzuvertrauen." Für die taz bespricht Arabella Wintermayr den Film.

Nachgereicht aus der taz von gestern und da von uns etwas voreilig unter Kunst subsumiert: Tazler Tilman Baumgärtel hat im Museum Nikolaikirche in Berlin eine sehr reizvolle Film-Ausstellung ausfindig gemacht. In einer "spektakulären Gerüstkonstruktion" im Kirchenschiff laufen hier Dokumentarfilme über Berlin aus den Jahren 1982 bis 2024, darunter "tolle Archivschätze". Im Grunde handelt es sich um "eine Dauer-Retrospektive, bei der das Material nicht in der Zeit montiert ist, sondern im Raum. Und wenn man sich mit Funkkopfhörern auf dem Kopf von einem Bildschirm zum nächsten bewegt, entstehen so verblüffende Zusammenhänge und Assoziationen." Zu erleben ist "eine historische 'Symphonie der Großstadt' von zum Teil lange vergessenen Ereignissen, die hier zwischen den LED-Bildschirmen Gestalt annimmt." Schade, dass sowas im Fernsehen nicht mehr gezeigt wird, findet Baumgärtel.

Tobias Sedlmaier geht in der NZZ dem Phänomen des an kein Genre gebundenen Weihnachtsfilms auf den Grund. Kitsch gibt es darin zwar am laufenden Meter, "aber noch mehr: Weihnachtsfilme rücken unsere Weltsicht wieder gerade, justieren die moralische Kompassnadel. Sie sind eine Zuflucht vor den Zumutungen der Welt, eine Gewissheit, dass es universell verständliche Werte gibt und Halt, selbst für die Verlorenen und Verkorksten. ... Klassiker wie Frank Capras 'It's a Wonderful Life' oder 'Drei Haselnüsse für Aschenbrödel' entwerfen moralische Utopien, in denen Güte und Bescheidenheit letztlich triumphieren." Capras Film war im übrigen erst ein Flop, bevor er zum ewigen Weihnachtsklassiker avancierte, wie Matthias Heine in der Welt ergänzt.

Weiteres: Die FAZ kürt die besten Filme des Jahres. Besprochen werden Lucille Hadžihalilovićs Kunstmärchen-Film "Herz aus Eis", der FR-Kritiker Daniel Kothenschulte in goldenen Erinnerungen an tschechische Märchenfilme schwelgen lässt, Eva Victors "Sorry, Baby" (critic.de, unsere Kritik), Edgar Reitz' nun auch in Österreich startender "Leibniz - Chronik eines verschollenen Bildes" (Standard), Philipp Stölzls "Der Medicus 2" (Standard) und die Netflix-Miniserie "Man vs Baby" mit Rowan Atkinson (NZZ).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 23.12.2025 - Film

In einem längeren Essay für 54books ist Wieland Schwanebeck ziemlich erstaunt darüber, dass James Camerons "Avatar"-Filme (hier unsere Kritik zum aktuell dritten Teil) zwar zuverlässig alle Rekorde brechen, aber abseits dieser Kino-Eventhaftigkeit alle paar Jahre weder in die Popkultur und auch nicht so recht in die Alltagswelt diffundieren, sondern allerhöchstens in die DVD-Grabbelkisten vom Flohmarkt: "Es scheint mir durchaus plausibel, dass die Filmreihe, die zu Weihnachten zuverlässig die ganze Familie ins Kino gelockt hat, irgendwann von ihrer Eventhaftigkeit eingeholt wird und ganz aus unserem Leben verschwindet. ... Bedenkt man, dass Avatar auch Rekorde beim DVD-Verkauf gebrochen hat, scheint das zwar absurd - andererseits ist mir aus dem Studium der Literatur des 19. Jahrhunderts nicht zuletzt hängengeblieben, wie schwer sich heute noch Exemplare der bestverkauften Titel der damaligen Zeit (geschweige denn Neuauflagen) auftreiben lassen."

Außerdem: Für die Welt porträtiert Marie-Luise Goldmann die Regisseurin Clara Zoë My-Linh von Arnim, die die umstrittene ARD-Serie "Mozart/Mozart" inszeniert hat. Niklas Lotz wirft für den Filmdienst einen Blick auf Leben und Werk von Kate Winslet, die mit "Goodbye June" ihr Regiedebüt vorlegt. Katja Nicodemus plauscht für die Zeit mit dem Schauspieler Mads Mikkelsen, der sein Glück gar nicht fassen kann, dass er wirklich Mads Mikkelsen ist: "Manchmal darf ich sechs Monate lang mit einem Schwert und einem Bogen auf einem Pferd sitzen und werde dafür bezahlt." Und die Agenturen melden, dass der trump-nahe Multimilliardär Larry Ellison für das von Warner wegen Unsicherheit des Betrags abgelehnte Übernahmeangebot von Paramount nun persönlich mit seinem Vermögen bürgen will.

Besprochen werden Amazing Amezianes Comicbiografie über Martin Scorsese (FD), Hafsia Herzis "Die jüngste Tochter" (Tsp), ein Filmbuch zu den Dreharbeiten von Edgar Reitz' Film "Leibniz - Chronik eines verschollenen Bildes" (FD) und die ARD-Serie "Schwarzes Gold" (taz).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 22.12.2025 - Film

Einer von zweien: Sergei Loznitsas "Zwei Staasanwälte"

In seiner gleichnamigen Verfilmung von Georgi Demidows Roman "Zwei Staatsanwälte" blendet der ukrainische Regisseur Sergei Loznitsa zurück in die Zeit des stalinistischen Terrors und zeigt einen "Teufelskreis aus Terror, Absurdität und menschlichen Abgründen", eine "kafkaeske Reise ins Nirgendwo", schreibt Kira Taszman in der taz. Im Mittelpunkt steht ein junger Staatsanwalt, dem sich die Ausmaße von Stalins institutionalisiertem Terrorapparat immer weiter offenbaren. "Doch was kann ein Idealist in einem von Willkür und Terror geprägten System erreichen? Hier überlebt man nur mit Gehorsam, Gewissenlosigkeit und Bauernschläue - und das auch nur auf absehbare Zeit. Paragrafen gelten nicht oder werden uminterpretiert. Parallelen zum heutigen Russland drängen sich auf." Ein aktuelles Interview mit dem Regisseur haben wir hier zitiert.

Auch der emeritierte Mozartforscher Ulrich Konrad ist entsetzt über die ARD-Serie "Mozart/Mozart", die das Leben des Geschwisterpaars Mozart zwar mit blumiger Fantasie weit jenseits der historischen Verbürgtheit ausschmückt (Mozart zeugt mit Marie-Antoinette den französischen Thronfolger), dafür aber auch kaum Mozart-Musik erklingen lässt. Stattdessen laufen "bunt gemixte Versatzstücke eines Allerwelts-Electro-Pops, dessen Ton- und Klangratatouille mit bestürzender Beliebigkeit daherkommt. Man spürt die Absicht, nämlich die suggestiv wirkende Kraft von Mozarts Musik mit zeitgenössischen Mitteln erzeugen zu wollen, und ist verstimmt, weil eben diese dafür viel zu schwach sind. ... Wer segnet solche Aufträge an Produktionsunternehmen ab, wer entscheidet über den Grenzverlauf zwischen legitimer Unterhaltung und angemessener Erfüllung des Bildungsauftrags? Warum bleiben Fachleute aus Kultur, Musik und Wissenschaft bei derartigen Vorhaben unbeteiligt? Da gute und schlechte Filme meist gleich viel kosten: Warum macht man nicht lieber gute? 'Mozart/Mozart' wirft Fragen auf, deren Brisanz ernst zunehmen wäre."

Weiteres: Tim Caspar Boehme resümiert in der taz einen Berliner Abend zu Ehren der Filmpioniere Max und Emil Skladanowsky. Und genug Lesestoff für die Zeit "zwischen den Jahren": Das critic.de-Team erzählt von den schönsten Kinomomenten des Jahres.

Besprochen werden Philipp Stölzls "Der Medicus II" (SZ) und die Amazon-Serie "Miss Sophie", die die Vorgeschichte des Silvesterklassikers "Dinner for One" erzählt (Welt, FAZ).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 20.12.2025 - Film

Während der iranische Filmemacher Jafar Najafi in Frankfurt seinen neuen Film präsentierte, wurde in Teheran seine Wohnung durchsucht, berichtet Andreas Fanizadeh in der taz. "Dabei wurde auch von ihm gedrehtes Material beschlagnahmt, das die brutale Polizeigewalt während der Frau-Leben-Freiheit-Proteste im Iran dokumentiert. Der Regisseur berichtet, dass er ebenfalls online unmittelbar bedroht wird, bei einer Rückkehr in den Iran sei für ihn mit Gefängnis und Folter zu rechnen. Dennoch wurde sein Antrag auf Asyl vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) im Mai abgelehnt, eine Entscheidung ist nun beim Verwaltungsgericht Darmstadt anhängig. Das Filmbüro Hessen sammelt in einen offenen Brief Unterschriften." Der Filmemacher "hatte nie vor, seine Heimat zu verlassen. Trotzdem könnte er nun in Deutschland endlich seinen Film über die Frau-Leben-Freiheit-Proteste in Iran fertigstellen. Die Entscheidung des Bamf, man versteht sie nicht."

Fanizadeh empfiehlt außerdem Najafis Dokumentarfilm "Asho", den der Regisseur auf Youtube gestellt hat: 



KI im Film nimmt Fahrt auf: Hinter den Kulissen sichern sich Netflix und Amazon hunderte, teils tausende "Patente mit KI-Bezug", schreibt Philipp Bovermann in der SZ und bemerkt, dass diese "sämtliche Phasen der Filmproduktion" abdecken, zugleich sorgt Disney damit für Aufsehen, in einem milliardenschweren Deal mit OpenAI das eigene Archiv für private KI-Experimente zugänglich gemacht zu haben. Der immer wahrscheinlicher werdende Netflix/Warner-Deal erscheine in diesem Zusammenhang in einem neuen Licht, denn Netflix ist zugleich auch Games-Hersteller: "Künftig sollen dazu auch Titel kommen, die über die Fernseher spielbar sind - damit die Leute, so der Plan, auf demselben Gerät zwischen Streaming und Gaming wechseln können. ... Schon seit Jahren träumen Manager in Hollywood von 'dreidimensionalen' Franchise-Welten, in denen ein Medium nahtlos ins nächste übergeht und jedes vom anderen kreative Impulse erhält, die möglichst die Fans kostenlos liefern. KI könnte der Schlüssel dafür sein, die Brücke zu schließen: zwischen Games und Film, linearen und von Nutzern erstellten Inhalten."

Weiteres: Dass die Oscars ab 2029 auf Youtube übertragen werden und Warner Bros nun wohl tatsächlich in Netflix aufgehen wird, lässt Valerie Dirk vom Standard an der Zukunft des Kinos zweifeln. Martina Meister spricht für die Welt mit der Schauspielerin Oona Chaplin über die Dreharbeiten zu James Camerons drittem "Avatar"-Film (unsere Kritik). Luca Glenzer erinnert in der taz an Hildegard Knef, die am 28. Dezember vor hundert Jahren geboren wurde. Das Wiener Gartenbaukino hat einen historischen Kinoabend von 1960 im Detail nachgestellt, berichtet Katrin Nussmayer in der Presse. Und das Filmdienst-Team (darunter zahlreiche Autoren, die auch für den Perlentaucher Filmkritiken schreiben) kürt die besten Filme des Jahres.

Besprochen werden Lucile Hadžihalilovićs Kunstmärchen-Film "Herz aus Eis" mit Marion Cotillard (taz) und Eva Victors "Sorry, Baby" (Standard, unsere Kritik).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 19.12.2025 - Film

"Yi Yi" von Edward Yang (Rapid Eye Movies)

Dass Edward Yangs taiwanesischer Filmklassiker "Yi Yi" aus dem Jahr 2000 nun wieder in die Kinos kommt, stimmt FR-Kritiker Daniel Kothenschulte sehr nostalgisch - wie war das noch, damals um die Jahrtausendwende, als das aufregendste Kino der Welt aus Asien kam und jedes Festival auf neue Auteurs aus den Regionen aufmerksam machte. Und da "Edward Yang nur sieben Jahre später, ohne seinen nächsten Film vollendet zu haben, starb, blieb sein Film zurück wie ein weitererzähltes Geheimnis. Er ist nicht der einzige Meister unter den langsamen Filmerzählern seiner Zeit, auch seine Landsleute Hou Hsiao-hsien und Tsai Ming-liang reüssierten. Und die Goldene Palme gewann damals Wong Kar-wais auf andere Art ebenso faszinierender und vielleicht etwas eingänglicherer Film 'In the Mood for Love'. Für einen Film, der von der Zeit handelt, erweist sich 'Yi Yi' beim Wiedersehen auf faszinierende Weise zeitlos. Wer ihn heute entdeckt, kommt nicht zu spät." Bereits beim ursprünglichen Kinostart 2001 zerflossen die Kritiker: Wir zitierten damals in unseren Presseschauen Andreas Kilb und Hanns Zischler.

Weitere Artikel: Josef Schnelle schreibt im Filmdienst einen Nachruf auf Rosa von Praunheim (weitere Nachrufe hier). Tanja C. Krainhöfer spricht für den Filmdienst mit Johannes Kostenzer und Elisabeth Stark, die das Nature Film Festival in Innsbruck leiten. Florian Schoop und Tobias Sedlmaier plaudern in der NZZ mit dem Schauspieler Christoph Maria Herbst über "Stromberg". Außerdem kürt das Filmdienst-Team die besten Serien des Jahres.

Besprochen werden Eva Victors "Sorry, Baby" (Tsp, unsere Kritik sowie hier unser Resümee), Ari Asters Pandemie-Groteske "Eddington", die in Deutschland schon seit einem Monat in den Kinos läuft (NZZ, unsere Kritik), die Lanzmann-Ausstellung im Jüdischen Museum in Berlin (NZZ, mehr dazu bereits hier), die neue Staffel der Erfolgsserie "Emily in Paris" (Welt, SZ) und die beiden neuen Mozart-Serien auf ARD und Sky (NZZ).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 18.12.2025 - Film

Rosa von Praunheim, 2012 (Bild:

Michael Mayer, CC BY 2.0)

Ein schwerer Verlust: Rosa von Praunheim ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Und das durchaus überraschend: Vor nicht einmal einer Woche hatte er noch seinem langjährigen Lebenspartner das Ja-Wort gegeben, bis zuletzt am Rohschnitt seines neuen Films gearbeitet und noch am Tag vor seinem Tod, wie die Regisseurin Julia von Heinz auf Zeit Online schreibt, "von den vier Filmideen erzählt, die du deinem Redakteur nächste Woche vorstellen wirst". Mit 150 Filmen und zahlreichen öffentlichen, auch in der Szene nicht immer unumstrittenen Interventionen hat er in Deutschland die Anliegen der Schwulenbewegung wie wohl kein zweiter in die Mitte der Gesellschaft getragen und das Leben in der Bundesrepublik damit nachhaltig und deutlich zum Besseren verändert. "Man wird seinesgleichen nie mehr sehen", seufzt Andreas Platthaus in der FAZ. Der Perlentaucher seufzt mit.

Von Praunheim "liebte das Unerwartete, das Unkonventionelle, das eventuell nur für ihn Naheliegende", schreibt Jan Feddersen in der taz und ruft "die Wucht" in Erinnerung, "mit der Rosa die deutsche Kultur ... seit Ende der sechziger Jahre aufmischte", insbesondere mit der Ausstrahlung seines TV-Films "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt". Es war der "ästhetische Gründungsakt der bundesdeutschen Schwulenbewegung. ... Schwules, so Praunheim, war nix zum Schämen, sondern zum Stolzsein, ein Anlass zur Dissidenz, zum Krawall, zum lauten Sein als Abschied von den Zeiten, die als Tyrannei der Diskretion verstanden werden können."



"Cineastische Meisterwerke hat er zwar selten hervorgebracht", stellt Tilman Krause in der Welt fest, "aber viele freche, fröhliche Porträts von starken, nicht selten durchgeknallten Frauen oder verhaltensauffälligen, selbstredend überwiegend homosexuellen Männern. Sowie jede Menge flinke Zeitgeistprotokolle." Er war "ein Vorreiter", schreibt David Steinitz in der SZ: "Mit Filmen wie 'Die Bettwurst' holte er die in den USA an der Ostküste längst schwer im höchsten Kurs befindliche Camp-Ästhetik nach Deutschland und wurde zu einem der wichtigsten Protagonisten des Neuen Deutschen Films." Nicht zuletzt wegen seines kreativen Furors: "Er war derjenige, der einfach Filme machte, als andere noch umständlich ihre Förderanträge ausfüllten", schreibt Daniel Kothenschulte in der FR. "Avantgarde und Unterhaltung, Aufklärung und Bezauberung waren in seinem immensen Filmwerk keine Gegensätze." Für Artechock führt Rüdiger Suchsland sehr umfangreich durch Leben und Werk von Praunheims.



Die ARD hat Rosa von Praunheims Film über Rex Gildo und ein Porträt von 2022 wieder online gestellt. Tagesspiegel und Zeit Online bringen Bilderstrecken. Außerdem hat der Tagesspiegel hier und dort historische Reaktionen auf von Praunheims "Nicht der Homosexuelle ist pervers..." aus dem Archiv geholt. Der NDR bietet ein ausführliches Radiogespräch von 2022. Der Dlf hat zwei große Radiogespräche über Leben und Werk: hier von 2020, dort von 2023. Außerdem erschien dort am 7. Dezember im Rahmen der "Denk ich an Deutschland"-Reihe von Praunheims womöglich letzte Wortmeldung in den Medien.

Themenwechsel: Hanns-Georg Rodek hat für die Welt nachgerechnet, was an dem "Investitionsbooster" dran ist, den Kulturstaatsminister Wolfram Weimer mit seinem Konzept der "freiwilligen Selbstverpflichtung" für Streamer, private sowie öffentlich-rechtliche Anstalten zur Investition in den deutschen Film verspricht. Rodeks Ergebnis: nichts. Schaut man auf die Zahlen, dann liegen Weimers anvisierte 15,3 Milliarden auf fünf Jahre sogar unter dem, was ohnehin investiert wird: "Weimers 'Investitionsbooster' ist eigentlich ein Freibrief für Sender und Streamer, weniger für den deutschen Film auszugeben als bisher." In Frankreich und 16 weiteren EU-Staaten ist es hingegen ganz selbstverständlich, dass die Streamer verbindlich und gesetzlich klar geregelt re-investieren müssen, erinnert Rodek.

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Weiteres: Diese Woche startet Sergei Loznitsas Verfilmung von Georgi Demidos Kurzroman "Zwei Staatsanwälte": In der FAZ spricht Yelizaveta Landenberger mit dem Regisseur (hier das Resümee in unserer Debattenrundschau). SZ-Kritiker David Steinitz "läuft es kalt den Rücken" herunter, als er Rob Reiners "Being Charlie" wieder sichtet: In dem 2015 unabhängig produzierten Film versuchen der vor wenigen Tagen mutmaßlich von seinem Sohn ermordete Regisseur und eben jener Sohn ihr schwieriges Verhältnis aufzuarbeiten. Und: Warner Bros. lehnt das Übernahmeangebot von Paramount ab und bevorzugt Netflix, melden die Agenturen.

Besprochen werden Eva Victors "Sorry, Baby" (Perlentaucher, Artechock, online nachgereicht von der Welt, mehr dazu bereits hier), Ousmane Sembènes auf DVD restaurierter Klassiker "Ceddo" (taz), Lucile Hadzihalilovics Kunstmärchen-Film "Herz aus Eis" (FD, ArtechockStandard), Joy Gharoro-Akpojotors lesbischer Liebesfilm "Dreamers" (Tsp), Edward Yangs wiederaufgeführter taiwanesischer Klassiker "Yi Yi" von 2000 (Artechock), Kleber Mendonça Filhos Polit-Thriller "O Agente Secreto" (Standard), James Camerons "Avatar: Fire and Ash" (Perlentaucher, Artechocktaz, FR, mehr dazu bereits hier), neue ARD- und Sky-Serien über Mozart (taz, online nachgereicht von der Welt) und Dominik Grafs Buch "Sein oder Spielen. Über Filmschauspielerei" (FAZ, mehr dazu bereits hier).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 17.12.2025 - Film

Opulente Bilder, erfindet das Kino aber eventuell doch nicht neu: James Camerons dritter "Avatar"-Film

Mit "Avatar: Feuer und Asche" bringt James Cameron den dritten Teil seiner Fantasy-Science-Fiction-Saga rund um die außerirdische Welt Pandora in die Kinos. Mit dem ersten Teil 2009 löste er den mittlerweile quasi wieder beerdigten 3D-Boom aus. Nur erzählerisch und popkulturell schlugen der Film und sein Sequel (2022) keine Funken, sondern stellten lediglich Überbietungswettbewerbe dar. "Im Vergleich zu den Vorgängern scheint das ultrahochaufgelöste 3D in den Bewegungen deutlich flüssiger und weniger kontrastreich zu sein", schreibt Kamil Moll im Filmdienst. "Doch wirklich neue, ungesehene Welten oder neue immersive Versuchungen bietet der Film ... überraschenderweise überhaupt keine. Stattdessen liegt nur allzu bald der Gedanke nahe, dass James Cameron nicht mehr Schöpfer spielen will, sondern längst zum selbstgenügsamen Ehrenbewohner auf Pandora geworden ist, der durch seinen eigenen Kosmos spazieren möchte."

Auch Jan Küveler von der Welt hat wenig Freude an dem "Indigenenkitsch" dieser Erzählwelt: "Eine lustige Pointe" dieses Öko- und Natuverbundenheitsmärchens im All sei es, "dass ausgerechnet die naturverbundenen Na'vi in Wahrheit per Motion-Capturing computergenerierte High-Tech-Wesen sind". Tatsächlich ja bemerkenswert, findet Tobias Sedlmaier in der NZZ, dass die ökologisch grundierte Technikkritik dieser Saga komplett verpufft, anders als das noch bei Camerons "Terminator"-Filmen der Fall war: Diese Filme bieten "nichts, worüber man im Anschluss intensiv hätte diskutieren können, ... nichts, was über die technischen Gestaltungsmittel hinaus geistig in die Zukunft wies".

Andreas Busche vom Tagesspiegel ist beeindruckt, welche Freiheiten Cameron in Hollywood heute noch genießt: Der vorliegende Film wurde schon vor Jahren zeitgleich mit dem zweiten Teil gedreht, summa summarum dürfte das Budget für beide Filme irgendwo in der Nähe von einer Milliarde Dollar liegen. "Camerons Vision von Kino erweist sich aber auch als immer unvereinbarer mit den Anforderungen der Streamingplattformen, die mehr Interesse an Inhalten ('content') und weniger an (kostspieligen) ästhetischen Positionen haben." Dieser Film "ist die Antithese zu diesem Streaming-Paradigma." Auch deshalb muss man dieser Reihe Erfolg wünschen, auch wenn man ihr eigentlich keinen Erfolg wünschen will, seufzt FAZ-Kritiker Andreas Kilb im dialektischen Dilemma. Denn "deren Erfolg (die Teile vier und fünf sind schon in Vorproduktion) wird mitentscheidend dafür sein, ob Hollywood weiterhin Bestand hat" und "erhalten bleibt, was Kino auch sein kann: all das, was 'Avatar' nicht ist." Weitere Besprechungen gibts in der SZ und im Standard.

Weiteres: Felix Lenz erinnert in der FAZ an Sergei Eisensteins Filmklassiker "Panzerkreuzer Potemkin", der vor 100 Jahren in die Kinos kam. Karl Gaulhofer spricht in der österreichischen Presse mit Edgar Reitz über dessen in Deutschland bereits vor einigen Wochen gestarteten Film "Leibniz". Josef Schnelle schreibt im Filmdienst zum Tod von Rob Reiner (weitere Nachrufe hier). Besprochen werden Eva Victors "Sorry, Baby" (taz, FD, mehr dazu bereits hier) und die Ausstellung "Claude Lanzmann. Die Aufzeichnungen" im Jüdischen Museum in Berlin (Jungle World, mehr dazu bereits hier).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 16.12.2025 - Film

Rob Reiner (Bild: Neil Grabowsky / Montclair Film Festival, CC BY 2.0)
Großes Entsetzen bei den Filmkritikern darüber, dass Hollywood-Regisseur Rob Reiner und seine Frau ermordet aufgefunden wurden - und große Trauer. Schließlich galt Reiner in den Achtzigern und frühen Neunzigern als Speerspitze eines Mainstream-Kinos, in dem Kassentauglichkeit, Intelligenz, Witz und Menschlichkeit keine Widersprüche bilden. "Wenige Regisseure verstanden so viel von der Vielfalt und intellektuellen Spannbreite des Hollywoodkinos", schreibt Daniel Kothenschulte in der FR. Mit "Harry und Sally" etwa "knüpfte Rob Reiner an die Schlagfertigkeit und Leichtigkeit der klassischen Screwball-Komödien von Ernst Lubitsch, Howard Hawks und George Cukor an", schreibt Christian Schröder im Tagesspiegel, "und fügte ihnen einen feministischen Touch hinzu". Und "schöner als in seinem Coming-of-Age-Drama 'Stand by Me - Das Geheimnis eines Sommers' (1986) ist der Abschied von der Kindheit selten im Kino beschrieben worden." Mit beiden Filmen, schreibt Tobias Sedlmaier in der NZZ, prägte Reiner das jeweilige Genre für die Zukunft maßgeblich.

Auch in späteren Arbeiten "bewies Reiner das Talent zum visuellen Erzählen, das er schon in 'Stand By Me' gezeigt hatte", schreibt Andreas Kilb in der FAZ. Reiner verfügte über "einen Blick, der das Wesentliche der Geschichte nicht in oberflächlichen Effekten, sondern im Inneren der Figuren ausmachte; und eine eigene Musikalität, die nicht nur mit dem Soundtrack, sondern auch mit einem besonderen Instinkt für den Rhythmus und das Tempo der Einstellungen zu tun hatte." Valerie Dirk notiert im Standard: "Die besondere Mischung aus komödiantischem Gespür und politischer Haltung - er war stets prominenter Unterstützer der Demokraten - bildete das Herz von Reiners Arbeiten." Entsprechend schäbig und hässlich trat Trump auf Social Media nach, Musiker Jack White reagierte auf Instagram mit eindeutigen Worten: "Du abscheulicher, niederträchtiger Egomane, du Verlierer, du Kindskopf. ... Einen tragischen Tod dafür zu nutzen, um die eigene Eitelkeit und faschistische autoritäre Agenda zu bedienen, ist eine korrupte, narzisstische Sünde."

Themenwechsel: Auch FAZ-Kritiker Jan Brachmann fällt - wie zuvor Johanna Adorján in der SZ (unser Resümee) - komplett aus allen Wolken angesichts der Serie "Mozart/Mozart", die die ARD wahrscheinlich als Erfüllung des Kulturauftrags verbucht. Historische Fakten interessieren nicht, es wird ins Blaue fabuliert: "Wenn man im öffentlich-rechtlichen Fernsehen behaupten kann, Mozart habe seine Schwester unterdrückt, nicht komponieren können und sein Vater eine 'woman of colour' als Geliebte gehabt, kann man auch behaupten, der Erste Weltkrieg habe begonnen, weil Belgien das Deutsche Reich überfiel. ... Das Fernsehen, gerade das öffentlich-rechtliche, wäre in Zeiten der Schulmusikunterrichtsmisere eine der letzten Möglichkeiten, noch einen Erstkontakt der Kinder zur klassischen Musik herzustellen. 'Mozart/Mozart' betrachtet diesen Erstkontakt aber gar nicht als herstellenswert."
Stichwörter: Mozart, ARD, Hollywood, Reiner, Rob

Efeu - Die Kulturrundschau vom 15.12.2025 - Film

Mit einer Milliarde Dollar hat sich Disney bei ChatAI eingekauft - und gestattet es Nutzern nun, bestimmte Figuren unter bestimmten Bedingungen für eigene KI-Videos zu verwenden. Besonders gelungene, auf diese Weise entstandene Werke könnten gar auf Disney+ ausgestrahlt werden. In der Branche sorgt der Deal für Skepsis und Bedenken, schreibt Jens Balzer auf ZeitOnline. "Die Grenze zwischen professionellen und von Fans erzeugten Inhalten wird immer durchlässiger. Das kann man als Profi mit Recht beklagen. Doch trägt es vor allem der Tatsache Rechnung, dass Popkultur im Allgemeinen und Animationsfilme im Besonderen heutzutage vor allem dann gut funktionieren, wenn sie die Fans zum Mitmachen und zum Aneignen ihrer Inhalte animieren. ... Für Disney markiert dies auch den Abschluss einer grundlegend veränderten Geschäftspolitik, ein Wandel, für den der Konzern viele Jahrzehnte brauchte. Denn seit dem Durchbruch mit den ersten Micky-Maus-Filmen 1928 achteten der Firmenchef Walt Disney und später seine Nachfolger meist darauf, dass niemand Unbefugtes Gebrauch von den eigenen Figuren machte."

Michael Meyns berichtet für die taz vom Red Sea Filmfestival im saudi-arabischen Dschidda. In der Region ist Kino erst seit wenigen Jahren wieder erlaubt. Versucht sich da ein Regime mit Kultur eine freundliche Fassade zu zimmern? Meyns glaubt eher an eine Ausdifferenzierung der Geschäftsgrundlage im Zuge des sich neigenden Zeitalters fossiler Brennstoffe. Hier und da schimmert durch die lokalen Produktionen auch Gesellschaftskritik durch: "Gerade wenn die Figuren sich gegen Konventionen zur Wehr setzen, bricht das Publikum bei der Premiere in spontane Beifallsbekundungen aus, die andeuten, welches subversive Potenzial eine ganz normale romantische Komödie in einem Land haben kann, in dem es erst seit sieben Jahren wieder Kino gibt. Saudi-Arabien wäre nicht das erste Land, in dem die Obrigkeit, die Zensurbehörden, unterschätzen, wie findige Filmemacher unterschwellige Botschaften in ihre Geschichten schmuggeln."

Außerdem: Hollywood Reporter meldet, dass der für seine romantischen Komödien (u.a. "Harry und Sally") gefeierte Regisseur Rob Reiner und dessen Ehefrau mutmaßlich von deren Sohn ermordet wurden. Valerie Dirk empfiehlt im Standard eine Wiener Audrey-Hepburn-Filmschau.

Besprochen werden Hafsia Herzis Banlieue-Film "Die jüngste Tochter", der Ende des Monats startet (Jungle World), Edward Yangs taiwanesischer Filmklassiker "Yi Yi" aus dem Jahr 2000, der jetzt wieder in einigen Kinos zu sehen ist (taz), und die ARD-Serie "Mozart/Mozart" (Welt).