Efeu - Die Kulturrundschau - Archiv

Film

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Efeu - Die Kulturrundschau vom 13.12.2025 - Film

"Sorry, Baby" von Eva Victor (li.)

Die Filmkritikerinnen sind erstaunt: Eva Victor (Regie und Hauptrolle) gelingt mit "Sorry, Baby" das Kunststück, einen Film über eine Vergewaltigung im Uni-Betrieb als "eine unfassbar humorvolle, mühelose und, ja, leichtherzige Tragikomödie" umzusetzen, wie Marie-Luise Goldmann in der Welt schreibt. "Das Heilen, nicht das Sich-Rächen ... steht im Vordergrund." Wie die Regisseurin "mit der Verletzung umgeht, hat man so noch nicht gesehen: Da ist kein Verdrängen, Ästhetisieren, Überdramatisieren. Weder nutzt Victor das Trauma als Kunstgriff, wie es Drehbuchwerkstätten als notwendiges, die Figuren charakterisierendes Plot-Element lehren. Noch schlachtet sie das Trauma als alles bestimmendes Hintergrundrauschen aus."

"Wie nebenbei erfindet der Film eine neue Art, von Trauma und möglicher Heilung zu erzählen", staunt auch Julia Dettke in der FAS. "Victor hebt die Geschichte aus dem Persönlichen heraus und erzählt davon als Phänomen, als zu lösendes Problem für alle. ... Das Opfer ist hier nicht die Expertin. Sie wird nicht über das Geschehene definiert, sie darf ratlos sein, erstaunt, sie darf sich unerwartet verhalten. Sie darf weiter beruflich erfolgreich sein" und "ebenso entgeistert sein wie wir, weshalb ihr all das widerfährt. Auch Eva Victors Film darf das. Und es gelingt ihm großartig."

So einen saftigen Verriss kriegt man nur noch selten serviert: Auf der Medienseite der SZ fällt Johanna Adorján beim Sehen der ARD-Serie "Mozart/Mozart" aus allen Wolken, welche offenbar aus nur gut gemeinten Gründen Mozarts Schwester Maria "Nannerl" Anna in den Fokus rückt. Aber so etwas Miserables hat Adorján schon lange nicht mehr gesehen. Zu bezeugen ist offenbar eine Kaskade aus nichts als schlechten Entscheidungen und gut gemeinter Publikumsverachtung. Und Mozarts Musik gibt es auch fast nicht zu hören. Die Serie "wirkt wirklich, als hätte man einfach Chat-GPT gefragt... Offenbar traut man heutigen Ohren das Ertragen klassischer Musik nicht zu. Kaum ertönt etwas von Mozart, werden schnell klebrige Synthesizer darübergelegt und Beats, und es klingt dann nach diesem unerträglichen irischen New-Age-Geheule von Enya ... Historiencontent für eine für dumm verkaufte Welt."

Weiteres: In der WamS spricht Martin Scholz mit der Schauspielerin Marion Cotillard. Christoph Dobbitsch führt im Filmdienst durch die Filme des Regisseurs Rian Johnson, der mit seinen cleveren, an Agatha Christie angelehnten "Knives Out"-Filmen gerade viel Erfolg hat und damit auch NZZ-Kritiker Tobias Sedlmaier überzeugt. Martin Zips gratuliert in der SZ dem Schauspieler Dick Van Dyke zum 100. Geburtstag. Marion Löhndorf schreibt in der NZZ zum Tod des Schweizer Filmproduzenten Arthur Cohn. Erik Winter schreibt im Filmdienst einen Nachruf auf den Dokumentarfilmer Arne Birkenstock.

Efeu - Die Kulturrundschau vom 12.12.2025 - Film

Adrian Lobe (Tagesspiegel) deutet den Übernahme-Poker rund um Warner als erstes großes Scharmützel des heraufdämmernden K.I.-Zeitalters: Nicht allein das reiche Filmrechte-Bouquet dürfte Netflix reizen, sondern vor allem der geballte "Datenschatz" des Warner-Filmfundus, mit dem Netflix wohl auch seine K.I. füttern wollen dürfte. Schließlich ist Netflix "in erster Linie ein Technologieunternehmen. ... Google besitzt mit seiner Videoplattform Youtube bereits eine gigantische Filmdatenbank, mit der seine KI trainiert werden kann." Diese "ist zwar qualitativ längst nicht so hochwertig wie die Filmdatenbank von Warner Bros., aber trotzdem der Treibstoff der KI-Produktion. Youtube dominiert mit einem Marktanteil von 28 Prozent das Streaminggeschäft und ist deshalb der Hauptkonkurrent von Netflix."

Tiere als Zeugen des Verschwindens: "Stille Beobachter"

Beglückt erzählt Perlentaucher Kamil Moll von Eliza Petkovas Dokumentarfilm "Stille Beobachter" über das Zusammenleben von Mensch und Tier in einem zusehends verfallenden Dorf in Bulgarien. "Die Gespräche der Menschen mit den Tieren sind längst so alltäglich geworden, dass in jedem Tier ein verwunschener Mensch verborgen scheint. ... Was die Tiere als Stellverter beobachten sollen, ist eine Welt, die verschwindet und wenig hinter sich zurücklässt. In einer elegischen Szene folgt die Kamera der Hündin Mila ... durch die Straßen in ein nicht mehr bewohntes, im Verfall begriffenes Haus, dessen übriggebliebenes Interieur - eine alte Bettdecke, ein an der Wand hängender Weidenkorb, ein Paar eingedellter Lederschuhe - auf ein Leben verweist, an das niemand mehr zurückdenkt. Wer hier noch weiterexistieren möchte, verwandelt sich am besten alsbald in ein Tier." Auf critic.de findet es Anton Schroeder derweil sehr spannend, "dass die Bilder sich dem Drang zur Mystifizierung permanent entziehen".

Nur die Nebendarsteller überzeugen: "Americana"

Tony Tosts Neo-Western "Americana" lässt zwar an die Videotheken-Neunziger zurückdenken, "als Filmgeschichte noch, zumindest ein bisschen, Schulhofwissen war", schreibt Perlentaucher Lukas Foerster. Aber so richtig überzeugend gelinge die Sache nicht: "Auch das Aus-der-Zeit-fallen ist eine Kunst, und 'Americana' beherrscht sie über weite Strecken wenig, bleibt in übereifrigen Stilzitaten stecken und findet nur gelegentlich zu einer produktiveren, entspannteren Form von Uneigentlichkeit. Was den Film ein bisschen rettet sind seine Nebendarsteller, vor allem Zahn McClarnon als bis an die Zähne bewaffneter, gleichwohl bodenständig selbstironischer indigener Aktivist Ghost Eye und Popsängerin Halsey in ihrem Kinodebüt als Cals Mutter Mandy Starr, ein Energiebündel von einer Frau." Jens Balkenborg sieht es in der FAZ ähnlich: Der Film "setzt trotz oder wegen seiner kalkulierten Überdrehtheit kaum eigene Akzente und ist recht überraschungsarm geraten".

Weiteres: Daniel Haas staunt in der NZZ über Elle Fanning, die im Alter von 27 Jahren den gemeinsamen Leinwandauftritt mit den größten Namen nicht zu fürchten braucht und bei ihrer "Rollenauswahl ein präzises Gespür für die Fallstricke zeigt, die Hollywood einer Frau per Typecasting auslegt". Daniel Kothenschulte (FR) sagt der Filmbewertungsstelle Wiesbaden Adieu, von der man ehrlich gesagt nicht gewusst hätte, dass es sie überhaupt noch gibt, wenn sie nicht Ende des Jahres die Segel streichen würde: "ein Kollateralschaden der im vergangenen Jahr reformierten Filmförderung, die nicht mehr das Prädikat 'besonders wertvoll' in ihrem Punktsystem berücksichtigt".

Besprochen werden Leis Bagdachs "Im Rosengarten" (critic.de), Muayad Alayans "Ein Haus in Jerusalem" (SZ) und Gregor Schnitzlers neuer "Bibi Blocksberg"-Film (Welt).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 11.12.2025 - Film

Valerie Dirk spricht im Standard mit dem israelischen Regisseur Nadav Lapid über dessen neuen Film "JA", mit dem er auf die Lage in Israel nach dem 7. Oktober reagiert (unser Resümee). Diese "schrecklichen Gewalttaten haben zu einer totalen Dehumanisierung des 'Anderen' geführt und eine perverse Fantasie geschürt, die manche Israelis von einem Israel ohne Palästinenser haben. ... Antisemitismus existiert, natürlich - und er nimmt in Momenten wie diesen zu. Aber die falsche Gleichsetzung von Israelkritik und Antisemitismus ist eine bewusste politische Manipulation, die Israels Politik seit Jahrzehnten betreibt. Sie ist auch ein Vergehen am Begriff Antisemitismus. Gerade in Deutschland und Österreich erlebe ich oft, dass Journalisten mir zuflüstern: 'Gut, dass Sie das sagen - wir dürften es nicht, sonst gilt es als antisemitisch.' Ich finde es schön, dass Sie sich Ihrer Schuld stellen. Aber ich glaube wirklich, dass die Immunität Israels und die Akzeptanz der Gleichsetzung von Antisemitismus und Israelkritik nicht nur eine dumme Sache ist, sondern die schlimmste Art, diese Schuldgefühle zu kompensieren."

Schluffiger Held wider Willen: Charly Hübner

Diese Woche startet "Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße", der letzte Film, den Wolfgang Becker - bei den Dreharbeiten schon schwer vom Krebs gezeichnet - vor seinem Tod umsetzen konnte. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Maxim Leo. In Film wie Roman geht es um einen von Charly Hübner gespielten Videothekar in Prenzlauer Berg, der plötzlich offiziell geehrt werden soll, weil er in den Achtzigern aus reinem Versehen zahlreichen DDR-Bürgern zur Flucht verholfen hat. "Es lässt sich kein klügerer Film zur aktuellen Lage der Bundesrepublik denken, die im Zelebrieren ihrer Vergangenheiten gefangen ist, sei es der sozialistischen oder der nationalsozialistischen", schreibt Hanns-Georg Rodek in der Welt, der den Film auch für dessen "fürs heutige Kino raren Absenz jeglichen Zynismus'" feiert. Der Film "ist in den einzelnen Stationen natürlich betont überzeichnet und auf Pointe geschrieben", hält Janick Nolting auf Artechock fest, aber dennoch erstaunlich komplex. Zeit-Kritiker Jens Jessen "fällt durch den Film, seine vordergründige Unterhaltsamkeit, hindurch ins Nichts einer ungreifbaren Realität."

Dadaistische Formvollendetheit: Bjarne Mädel ist "Prange" (ARD)

Georg Diez (Zeit Online) ist sehr beglückt vom ARD-Vorweihnachtsfilm "Prange - Man ist ja Nachbar", in dem sich in einem Hamburger Baumarkt zwischen Bjarne Mädel und Katharina Marie Schubert eine Liebesgeschichte abspielt, während Olli Dittrich den Nachbarn dazu abgibt. Der Film ist "eine Feier des Alltags, des Baumarkts, des widerwilligen, eher sinnlos widerständigen Humanismus. Deutschland, dieses Nebelland, schaut hier aus wie 1975 oder eben 2025." Zu erleben ist "das Porträt eines vergessenen Landes, das es möglicherweise gibt oder gab und das sich in seiner Provinzialität und Pedanterie entspannen darf. Gepackt wird diese Botschaft in Dialoge von dadaistischer Formvollendetheit."

Außerdem: In der Debatte um die Zukunft der Filmförderung und insbesondere um die Investitionsverpflichtung der großen Streamingdienste ist auch seitens der Produzentenseite, die ansonsten ihre Anliegens ans Kulturstaatsministerium eher höflich formuliert, ein anderer Ton zu bemerken, freut sich Rüdiger Suchsland auf Artechock, denn "mit Leisetreterei und Höflichkeit kommt man nicht weiter".

Besprochen werden Muayad Alayans "Ein Haus in Jerusalem" (FAZ), Tony Tosts Neowestern "Americana" (FR), Eliza Petkovas Dokumentarfilm "Stille Beobachter" über Tiere in einem bulgarischen Bergdorf (taz), Leis Bagdachs "Im Rosengarten" (Artechock), die Netflix-Doku "The Springer", die zu beweisen versucht, dass das berühmte "Napalm Girl"-Foto aus dem Vietnamkrieg in Wahrheit von einem Vietnamesen geschossen wurde (der Film "krankt an seiner deutlichen Parteinahme", schreibt Frauke Steffens in der FAZ), Lars Jessens und Rasmus Jessens Porträtfilm "Jetzt. Wohin" mit Robert Habeck (Artechock, mehr dazu bereits hier), Gregor Schnitzlers neuer "Bibi Blocksberg"-Film (Artechock, SZ) und die vom ZDF ab morgen vormittag online gestellte, finnische Serie "Queen of Fucking Everything" (FAZ).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 10.12.2025 - Film

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer knickt vor den Streamingdiensten ein, lautet der Befund der Analyse von Thomas E. Schmidt und Katja Nicodemus auf Zeit Online. Ein aktuell kursierendes Papier zum Stand der Verhandlungen - sollen Netflix und Co. per Gesetz zur Investition in die deutsche Filmproduktion gezwungen werden oder nicht - lasse keinen anderen Schluss zu. Die hohen Beträge, die dem deutschen Film künftig dennoch zukommen würden, seien "eher Blenderei". Im anvisierten Freiwilligenmodell stellen die Streamer "1,83 Milliarden Euro für fünf Jahre in Aussicht. Das entspricht bloß in etwa dem bisherigen Investitionsaufkommen." Laut Produktionsallianz "sind Weimers Zahlen zudem veraltet (Stand von 2022) und würden das prognostizierte Wachstum der Streamingdienste nicht berücksichtigen".

Barbara Schweizerhof ist sich im Freitag uneins, was sie von der geplanten Übernahme von Warner durch Netflix halten soll. Droht damit wirklich das Ende des Kinos, wie manche bereits rufen? Ein Blick auf die Zahlen: "Zwölf bis 13 Filme bringt Warner jedes Jahr in die Kinos", zumindest in diesem Jahr war "ein Großteil der umsatzstärksten Filme dabei. Was sich in den ersten Antworten von Netflix-Chef Ted Sarandos abzeichnet, scheint die Neuverhandlung der 'Auswertungsfenster', also darüber, ob ein Film zwei, drei oder zehn Wochen nach Kinostart über Streaming erhältlich ist. ... Andererseits ist das Kino ein so wichtiges Standbein von Warner, dass die Übernahme keinen Sinn ergibt, wenn man an diesem Geschäftszweig so gar nicht interessiert ist. Oder macht sich hier tatsächlich der Vampir zum Blutbankverwalter?"

David Steinitz spricht in der SZ mit James Cameron über dessen neuen "Avatar"-Film. Was den Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Filmproduktion angeht, zeigt er sich als Pionier der Tricktechnik tiefenentspannt: "Ich glaube, kaum jemand" wird arbeitslos und noch habe die VFX-Branche selbst in der Hand, ihre Jobs zu retten: "Die großen Studios müssen sparen, also machen sie weniger große, effektlastige Filme. Das spüren die Unternehmen schon jetzt brutal. Wenn sie mit KI einen Weg finden, die Sache günstiger hinzubekommen, fliegen sie nicht aus dem Geschäft, sondern kommen dadurch überhaupt erst wieder rein." Denn "um KI fürs Kino zu verwenden, braucht es filmspezifische Lösungen. Das ist den großen KI-Firmen aber, pardon, scheißegal. Die interessieren sich nicht für Hollywood, weil das ein kleiner Markt ist. Die haben die komplette Menschheit als Kunden im Visier."

Weitere Artikel: Tobias Sedlmaier erinnert in der NZZ anlässlich der Literaturnobelpreisverleihung an László Krasznahorkai an das "formstrenge, radikale Kunstkino", das der ungarische Schriftsteller als Drehbuchautor gemeinsam mit Béla Tarr realisiert hat. Fabian Tietke blickt im Filmdienst zurück auf das einjährige Experiment des geschichtsträchtigen Berliner Kino Arsenals, das die Zeit zwischen Verlust der alten und Eröffnung der neuen Spielstätte damit überbrückt hat, Programm in anderen Kinos zu machen. Ausgehend von einer Schreibblockade angesichts eines nichtssagenden Film macht sich Patrick Holzapfel in einem großen Filmdienst-Essay Gedanken über Sprache und Filmkritik. Die Welt hat Hanns-Georg Rodeks Bericht darüber, wie Achim von Borries Wolfgang Beckers letzten, in der taz besprochenen Film "Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße" vollendet hat, online nachgereicht.

Besprochen werden Christian Marclays in der Neuen Nationalgalerie in Berlin gezeigte Filmcollage "The Clock" (taz, mehr dazu hier), die Ausstellung "Claude Lanzmann. Die Aufzeichnungen" im Jüdischen Museum Berlin (SZ, mehr dazu bereits hier) und der NDR-Film "Prange - Man ist ja Nachbar" mit Bjarne Mädel (FAZ).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 09.12.2025 - Film

Die Auseinandersetzungen um die geplante Warner-Übernahme durch Netflix halten an. Nun wendet sich Paramount direkt an die Warner-Auktionäre und erhöht das Angebot auf 108 Milliarden Dollar, melden die Agenturen. Paramount wurde kürzlich von Larry Ellison übernommen, der Trump sehr nahe steht. Außerdem ist "unter den Geldgebern auch die Investmentfirma Affinity Partners von Jared Kushner, der ein Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump ist." Anders als Netflix möchte Paramount dabei auch den trump-kritischen Nachrichtensender CNN schlucken, der zu Warner zählt. Laut Guardian gab es bereits vor einigen Wochen Gespräche zwischen Ellison und Trump, welche CNN-Moderatoren im Falle einer Übernahme geschasst werden sollen. Netflix hingegen steht den Demokraten sehr nahe. Nina Rehfeld betont aber in der FAZ: "Auf politische Geschmeidigkeit versteht man sich dort ebenfalls. So hatte der Konzern 2018 der Forderung der saudischen Regierung nachgegeben, eine Episode aus Hasan Minajs Comedyshow 'Patriot Act', die die Verschleierung des Mordes an dem Washington-Post-Journalisten und Dissidenten Jamal Kashoggi unterstrich, in Saudi-Arabien aus dem Programm zu nehmen."

Die Filmkritiker sorgen sich derweil ums Kino. Nach Ansicht von Hanns-Georg Rodek (Welt) handelt es sich um "eine zutiefst feindliche Attacke, die ins Herz von allem zielt, was wir seit 130 Jahren als Kino kennen." Mit Warner würde sich Netflix auch den filmischen Zugriff auf die DC-Comicwelten rund um Bat- und Superman sichern und stünde damit direkt dem Disney-Konzern gegenüber, dem wiederum das Superhelden-Portfolio von Marvel gehört. Dietmar Dath fürchtet im FAZ-Kommentar, dass "so ein Rüstungswettlauf eher für die Angleichung von Storyrezepturen und audiovisuelle Presswurstästhetik sorgt. ... Und was dem Weltkulturerbe der Warner-Archive (...) an KI-Bearbeitungsverhunzung droht", mag Dath sich am liebsten gar nicht erst ausdenken.

Philipp Bovermann erinnert in der SZ kenntnisreich und lesenswert an die Wirtschaftsgeschichte Hollywoods. Seit 1948 wurden die Studios von der Politik eingehegt, erst Reagan deregulierte die Industrie, sodass jede Menge branchenfremdes Geld sprudelte, was zu wildesten Konglomeraten und bei Warner alle paar Jahre zu neuen Konzern-Konstellationen führte. Was sich momentan abspielt, "ist im Grunde ein Kampf, den die Streamer mit viel Geld von außerhalb der Filmbranche führen gegen das, was von den Strukturen des alten Hollywood noch übrig ist. Zeitweise hatten auf den Plattformen auch anspruchsvolle, originelle Stoffe Platz, zur Zeit der niedrigen Zinsen nämlich. ... Nun ist die Phase des günstigen Geldes und des Werbens um Kunden vorbei. Netflix hat den Kampf der Streamer untereinander weitgehend gewonnen. Und es scheint auch den Kampf gegen Hollywood zu gewinnen."

Weiteres: Jan Küveler spricht für die Welt mit Stellan Skarsgård. Die SPD erhöht in Sachen Filmförderung den Druck auf Kulturstaatsminister Weimer, berichtet Helmut Hartung in der FAZ.

Efeu - Die Kulturrundschau vom 08.12.2025 - Film

Bei der geplanten Übernahme des Hollywood-Traditionsstudios Warner durch Netflix "geht es um nichts Geringeres als die Zukunft der Entertainmentbranche", schreibt Heike Buchter auf Zeit Online. Schließlich "würde mit dem algorithmisch feinjustierten Streamingdienst das Silicon Valley endgültig über das traditionelle Hollywood triumphieren." Doch "im Weißen Haus zeichnet sich erster Widerstand ab: Man stehe einem Verkauf an Netflix 'äußerst skeptisch' gegenüber, erklärte ein Vertreter der Trump-Regierung in einem Gespräch mit dem Börsensender CNBC. Die zuständigen US-Wettbewerbsbehörden sind zwar eigentlich unabhängig von der Administration, aber während der zweiten Amtszeit des US-Präsidenten Donald Trump hat sich bereits gezeigt, dass es damit nicht weit her sein muss."

Die Vorbehalte der US-Regierung könnten auch mit Seilschaften hinter den Kulissen zu tun haben, von den auch Buchter schreibt. Die dpa (etwa hier bei heise online) mit Details: "Unterlegener Bieter ist der Hollywood-Rivale Paramount, der erst vor wenigen Monaten von der Familie des als Trump-Unterstützer bekannten Software-Milliardärs Larry Ellison übernommen wurde. Medienberichten zufolge ging Paramount angesichts der guten Beziehungen zum Weißen Haus zuvor davon aus, sich durchsetzen zu können. Paramount wollte - anders als Netflix - den gesamten heutigen Konzern Warner Bros. Discovery kaufen, zu dem auch Fernsehsender wie CNN gehören. Der Nachrichtensender, der oft kritisch über Trump berichtet, ist dem Präsidenten ein Dorn im Auge."

Die SZ konnte Einsicht in den aktuellen Stand der Verhandlungen des Kulturstaatsministers Wolfram Weimer mit den Streamingdiensten um Verpflichtungen, in deutsche Filme zu investieren, nehmen. Die deutschen Produzentenverbände wünschen sich bekanntlich eine Verpflichtung per Gesetz, Netflix und Co ziehen naturgemäß eine freiwillige Selbstverpflichtung vor. Auf letzteres wird es nun wohl hinauslaufen, schreibt David Steinitz. Mit 15 Milliarden Euro (inkl. der Mittel von ARD und ZDF und der Privaten) könne der deutsche Film in den nächsten fünf Jahren wohl rechnen, doch "das Papier macht keinen Hehl daraus, dass diese zunächst gigantisch klingende Summe niedriger ist, als es wohl die Einnahmen durch eine gesetzliche Lösung sein könnten. Aber das Geld käme nun mal schneller, wenn man nicht erst um ein Gesetz vor Gericht streiten müsse. ... Die Produktionsallianz argumentiert, es handele sich teils um Gelder, die die Streamer ohnehin in Deutschland ausgegeben hätten. ... Die von Weimer präsentierten Lösungen halbierten das Potenzial, das man mit einer gesetzlichen Lösung erreichen könne."

Außerdem: Für den Standard spricht Valerie Dirk mit der nordmazedonischen Regisseurin Teona Strugar Mitevska über deren mit Punk- und Hard-Rock unterlegtes Mutter-Teresa-Biopic "Teresa". Hans-Jürgen Syberberg wird heute 90 Jahre alt: Jürgen Kaube (FAZ) und Fritz Göttler (SZ) führen durch dessen eigensinniges Kino. Auf critic.de empfiehlt Annette Brauerhoch Will Trempers Berlinfilm-Klassiker "Die endlose Nacht", der aktuell in der ARD-Mediathek steht.

Besprochen werden die 3sat-Dokuserie "Der Anschlag" über die Folgen des islamistischen Terroranschlags auf den Berliner Breitscheidplatz vor neun Jahren (Tsp), Amos Guttmans "Amazing Grace" aus dem Jahr 1992, der nun erstmals in Deutschland digital zugänglich ist (FD), Alice Douards "15 Liebesbeweise" über ein französisches lesbisches Paar, das ein Kind adoptieren will (taz, unsere Kritik) und Arne Feldhusens neuer Stromberg-Kinofilm (FAZ).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 06.12.2025 - Film

Das ist eine Zäsur, die Filmgeschichte schreiben wird: Sollten die Kartellbehörden dem Vorhaben zustimmen, übernimmt Netflix für 83 Milliarden Dollar das Hollywood-Urgestein Warner - der Deal umfasst TV- und Filmstudios genauso wie einen filmhistorisch gewaltigen Fundus von tausenden Filmen und noch mehr Serien, Teile von HBO sowie die Rechte an zahlreichen, schwergewichtigen Franchises und Marken. In der Branche beobachtet man das Geschehen mit erheblichen Bedenken. Es wird "zu einigen Umwälzungen in Hollywood führen", ist Tobias Sedlmaier in der NZZ überzeugt. "Lange war es ein Teil der Geschäftsstrategie von Netflix, nicht auf die Kinoauswertung zu setzen. ... Bis zum Jahr 2029 ist die Kino-Auswertung von Warner-Produktionen vertraglich auf jeden Fall gesichert. Danach könnten im schlimmsten Fall jedoch künftig noch mehr Filme aus den Kinos abgezügelt werden - und Netflix könnte die ohnehin volatile Kinolandschaft weiter schwächen." In der FR zitiert Adam Arndt aus Pressemitteilungen zum Deal.

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Weiteres: Hanns-Georg Rodek erzählt in der WamS die Geschichte, wie der letztes Jahr verstorbene Wolfgang Becker Achim von Borries dazu erkoren hat, seinen letzten Film "Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße" (nach dem gleichnamigen Roman von Maxim Leo) zu vollenden. Es ist der Film, schreibt Bert Rebhandl in der FAS, auf den nach "'Good Bye Lenin' ... viele gewartet haben - keine Fortsetzung, aber noch einmal ein großer, heiterer Versuch über die Bilder, die von der DDR kursieren". In der FAS wundert sich Lea Streisand darüber, dass die ARD-Animationsserie "Fritzi und Sophie" zwar die Wendezeit aus Perspektive zweier Mädchen in Leipzig erzählt, die Figuren dabei aber "astreines Hochdeutsch" sprechen lässt. Der Filmdienst kürt die besten BluRays des Jahres. Besprochen wird der neue Stromberg-Kinofilm (Welt).
Stichwörter: Netflix, Warner, Hollywood

Efeu - Die Kulturrundschau vom 05.12.2025 - Film

Häufiger im Bild: Claude Lanzmann (Colletion Shoah)

Dietrich Leder führt für den Filmdienst ausführlich durch Guillaume Ribots aktuell bei Arte online stehendem Dokumentarfilm "Ich hatte nur das Nichts", in dem der Filmemacher anhand des von Claude Lanzmann hinterlassenen Konvoluts (hier online beim United States Holocaust Memorial Museum) an Film- und Audioaufnahmen die zwölfjährige Entstehung und Produktion von "Shoah" (aktuell online bei Arte) rekonstruiert. Spannend findet Leder, dass in diesem Film "etwas Drittes, Neues entsteht. ... Nun erkennt man die unterschiedlichen Rollen, die Lanzmann bei den Dreharbeiten einnahm. Mal ist er der lockere Interviewer, der auf Menschen zugeht und sie unvermittelt nach ihren Erinnerungen befragt. Mal wirkt er ... wie ein cooler Halbstarker, der sich nichts sagen oder vorschreiben lässt. Mal versteht er sich als eine Art Detektiv, der nach den Orten sucht, in denen sich die Täter verstecken. Mal unterdrückt er jede Emotion, um die Täter, die er oft mit versteckter Kamera aufnimmt, in Sicherheit zu wiegen. Mehrfach zeigt er hingegen seine Zuneigung zu den Menschen." Deutlich werde aber auch, "dass die Gespräche mit den Tätern erst zustande kamen, als Lanzmann unter falschem Namen und mit der Legende eines staatlich bestallten Historikers auftrat."

Gespenst mit Agenda: Robert Habeck und Lars Jessen in "Jetzt. Wohin". 

Lars Jessens Kinoporträt "Jetzt. Wohin" über Robert Habecks zurückliegenden Wahlkampf und dessen Aufarbeitung nach dem sehr enttäuschenden Ergebnis lässt Lukas Foerster (Filmdienst) eher ratlos zurück. Dass Jessen als dessen Medienberater eng mit Habeck verbandelt ist, tut der Sache von vornherein nicht gut. "Insgesamt stellt sich die Frage nach dem 'Warum' dieses Films. ... Als 'Selbstbefragung' versandet der Film, als womögliche Comeback-Vorbereitung kommt er deutlich zu früh. Die derzeit vehement aufflammende Kritik an den öffentlichen Fördergeldern, mit denen der Film finanziert wurde, sollte man keineswegs als Teil einer - zweifellos real existierenden - rechten, anti-grünen Medienkampagne beiseitewischen." Es ist "ein Werk, das seine parteiisch-parteipolitische Agenda offen vor sich herträgt." In der NZZ stellt Len Sander fest: "Habeck ist zum Gespenst geworden".

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Weiteres: In seiner Filmkolumne für Artechock liest Rüdiger Suchsland unter anderem Georg Seeßlens Buch über Elon Musk, in dem der Film- und Kulturkritiker den Multimilliardär durch die Brille der Superhelden-Popkultur zu deuten versucht. Außerdem denkt Suchsland auf Artechock darüber nach, warum Hannah Arendt im Kino so anhaltend populär ist. Wolfgang Hamdorf spricht für den Filmdienst mit der nordmazedonischen Filmemacherin Teona Strugar Mitevska, deren Film "Teresa - Ein Leben zwischen Licht und Schatten" (hier besprochen auf Artechock) diese Woche in die Kinos kommt. 
Außerdem melden die Agenturen, dass Netflix im Bieterkampf um Warner Bros. erhebliche Ambitionen zeigt, das Hollywood-Urgestein zu schlucken.

Besprochen werden Joachim Triers "Sentimental Value" ("Die Umwege, die der Film einschlägt, sind mitunter mehr darum bemüht, ambivalent und kunstsinnig zu erscheinen, als den Film zu bereichern", schreibt Michael Kienzl auf critic.de; Artechock), Felix Möllers Dokumentarfilm "Weltkarriere einer Lüge" über die "Protokolle von Zion" (Artechock), Diego Céspedes' "Der geheimnisvolle Blick des Flamingos" (critic.de), Michael Koflers "Zweiland" (Artechock) und Christian Marclays in der Neuen Nationalgalerie in Berlin gezeigte Filmcollage "The Clock" (Freitag, mehr dazu hier).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 04.12.2025 - Film

Monströse Einstellungen: "Magellan" von Lav Diaz

Ihr Filmverleiher dieses Landes, schnappt Euch Lav Diaz' neuen Film "Magellan" und bringt ihn ins Kino, ruft Jochen Werner im Perlentaucher - zumal das neue Werk des philippinischen Autorenfilmers, dessen Arbeiten gerne auch mal zehn Stunden dauern, mit unter drei Stunden Laufzeit geradezu verblüffend kurz und kinotauglich geraten ist. Zu sehen war der Film vor kurzem beim "Around the World in 14 Films"-Festival, das Ende des Jahres in Berlin ausgesuchte Kostbarkeiten der internationalen Filmfestivals präsentiert. Diaz erzählt die Geschichte des portugiesischen Seefahrers Ferdinand Magellan (gespielt von Arthaus-Liebling Gael García Bernal), im Westen ein heroischer Held auf hoher See aus philippinischer Perspektive und er betont dabei den Schrecken der Kolonialisierung. "Niemand, wirklich niemand im Weltkino kreiert derart monströse Einstellungen wie Diaz. Und verharrt dann in ihnen, bis es kaum noch aushaltbar ist." Doch "es passiert ungemein viel in diesen Filmen, in diesen Einstellungen - tatsächlich ist Lav Diaz der entschiedenste Regisseur des epischen Kinos, den es derzeit im Weltkino gibt. Oft über viele Jahre und Generationen hinweg erzählen seine Filme von der Gewalt und dem Wahnsinn, von den Schrecken der Geschichte und von denjenigen, die ihnen zum Opfer fallen." Und so auch hier, wenn Diaz "die jahrelange Seereise des Eroberers als Expedition in die Grausamkeit und den Wahnsinn kaum zu vergessender Bilder fasst".

Außerdem: Joachim Heinz spricht im Filmdienst mit Christoph Maria Herbst, der fürs Kino erneut in seine "Stromberg"-Rolle schlüpft (hier Kamil Molls unterwältigte Kritik im Filmdienst). Besprochen werden Alice Douards Debütfilm "15 Liebesbeweise" über ein lesbisches Paar, das in Frankreich ein Kind adoptieren möchte (Perlentaucherin Stefanie Diekmann lobt vor allem die Hauptdarstellerin: "Man möchte sich das Kino nicht mehr ohne Ella Rumpf vorstellen", Tsp), Joachim Triers an Bergman orientiertes Familien- und Künstlerdrama "Sentimental Value" (FR, SZ), Felix Moellers Dokumentarfilm "Weltkarriere einer Lüge" über die gefälschten "Prokolle von Zion", einem Kerndokument für den Antisemitismus rechter, linker und muslimischer Ausprägung (FAZ), David Freynes origineller Liebesfilm "Eternity", der für FR-Kritiker Daniel Kothenschulte in der Tradition von "Und täglich grüßt das Murmeltier oder "Being John Malkovich" steht (FR), Aimee Kuges auf BluRay erschienene feministische Horrorkomödie "Cannibal Mukbang", die den begeisterten taz-Kritiker Ekkehard Knörer nach mehr rufen lässt, Diego Céspedes' "Der geheimnisvolle Blick des Flamingos" (taz), Chris Niemeyers "Love Roulette" (NZZ), Lars Jessens Dokumentarfilm "Jetzt. Wohin. - Meine Reise mit Robert Habeck" (SZ) und die auf MagentaTV gezeigte Serienadaption von Peter Høegs Roman "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" (Welt).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 03.12.2025 - Film

Felix Möllers Dokumentarfilm "Weltkarriere einer Lüge"

Äußerst aufschlussreich ist Felix Moellers Dokumentarfilm "Weltkarriere einer Lüge" über die "Protokolle der Weisen von Zion", findet Chris Schinke in der taz. Moeller rekonstruiert, wie die reichlich obskure Schrift unbekannter Herkunft bis heute Folgen zeitigt. Das in ihr verbreitete Gerücht über eine jüdische Weltverschwörung findet in ganz unterschiedlichen politischen Lagern Anklang - bei der extremen Rechten ebenso wie bei Islamisten. Besonders wichtig ist laut Schinke, dass der "Filmemacher aufzeigt, dass moderner Antisemitismus im Verschwörungsgewand mitnichten eine Domäne Ungebildeter ist. Im Gegenteil, gerade bei einer gut vernetzten, popkulturell aufgeschlossenen Userschaft erfreut sich die Ideologie, die hinter sämtlichen Negativerscheinungen unserer Zeit das finstere Wirken von Zionisten wähnt, großer Beliebtheit. Popgrößen wie Kanye West, der Deutschrapper Kollegah, Xavier Naidoo bedienen sich ihrer ebenso wie Tech-Milliardär Elon Musk. Zionismus und Zionisten erscheinen in diesen Kontexten vielmehr als Codewörter denn als beschreibende Kategorien."

Im Tagesspiegel ist Gunda Bartels mit Teona Strugas unkonventionellem Mutter-Teresa-Biopic "Teresa - Ein Leben zwischen Licht und Schatten" durchaus zufrieden: "Eine fahrige Handkamera, Close-ups auf die angespannten Züge der Schwedin Noomi Rapace, die eine viel zu schöne Mutter Teresa abgibt, E-Gitarrenriffs und Anleihen an das Genre der Nonnen-Horrorfilme, wenn Teresa von Alpträumen geplagt wird, verleihen Mitevskas Inszenierung einer unerbittlichen Frau Drive und Dringlichkeit. Wenn in einer der Tagtraum-Sequenzen die Nonnen dann zum Song 'Hard Rock Halleluja' von Lordi auf dem Konventsflur headbangen, kommen allerdings kurzfristig Assoziationen an Whoopi Goldberg in 'Sister Act' auf."

Weitere Artikel: Jana Stegemann und Thore Rausch berichten in der SZ über anhaltende Kritik an der ARD-Dokumentation "Being Jérôme Boateng". Wo bleiben neue Weihnachtsfilmklassiker, fragt sich Valerie Dirk im Standard.

Besprochen werden Michael Koflers Südtiroldrama "Zweitland" (critic.de), die ZDF-Serie "Toxic Tom" (SZ), die HBO-Serie "I Love LA" (Zeit Online), Joachim Triers Familiendrama "Sentimental Value" (FAZ), Arne Feldhusens "Stromberg - Wieder alles wie immer" (Tagesspiegel, Zeit Online), die ZDF-Serie "I am the Greatest" (Welt), die SRF-Doku "Inside Gstaad Palace" (NZZ) und die letzte Staffel der Serie "Stranger Things" (FAZ).