
In italienischen Mails kursieren Scherze, in denen die Politrhetorik der vergangenen Wochen benutzt wird, um
Fußballspiele anzuzweifeln und immer wieder neu aufzurollen.
Umberto Eco ist
geschockt, wie absurd und realistisch das Ganze wirkt. "Ich muss eine gewichtige Tatsache feststellen", heißt es dort etwa. "Im
Abfalleimer in der Nähe der Ehrentribüne wurde ein Zettel von jener Art gefunden, auf denen die Schiedsrichter die Ereignisse einer Partei notieren, und dort stand, dass die Partie
Mailand-Barcelona 3:1 ausgegangen ist (und nicht 0:1), mit den Torschützen Gilardino, Shevchenko, Giuly und Kaladze. Wir fordern, dass dieser beunruhigende Vorfall untersucht und in einem angemessenen Zeitraum überprüft wird. Mit dem
endgültigen Ergebnis des Spiels ist frühestens in vier oder fünf Monaten zu rechnen."
Weiteres: Gianluca Di Feo
rechnet sich im Titel aus, was der Irakeinsatz Italien so gekostet hat: eineinhalb Milliarden Euro, davon
ein Prozent für humanitäre Hilfe, der Rest fürs Militär. Monica Maggi
präsentiert in der Gesellschaftsecke neueste Knuddel-High-Tech aus Italien: ein T-Shirt, dass sich
per SMS zusammenzieht, um eine Umarmung zu simulieren.