
Angesichts des Massakers in Paris
hofft der Politologe
László Lengyel auf eine neue, aufgeklärte,
europäische Reformgeneration: "Wer nicht die Ausgrenzung, Erniedrigung, das Verprügeln und Töten des Anderen plant, nur weil der anders denkt oder sich anders benimmt, der findet sich bei den
liberalen Demokratien und den Reformern wieder, die zaghaft an dem europäischem
way of life bauen und ihn verteidigen: Die Älteren eher
mit Bach und Stendhal, mit Bartók und Cézanne, die Jüngeren eher
mit Wut: Ich bin wer ich bin, wer ich sein will! - je suis Charlie, Guevara... Wahrscheinlich wird es ohne diese Wut keine Veränderung geben. Doch wenn keine neue, europäische Reformgeneration kommt, die nicht nur Wut hat, sondern auch
die Gründe ihrer Wut versteht, die nicht nur demonstrieren oder auswandern will, sondern die Richtungen, Abfolgen und Formen der Veränderungen durchdenken, besprechen und verwirklichen kann, dann wird uns das nationalistische Gespenst aus der Welt treiben."