
Mark Zuckerberg wird
heute 28 Jahre alt. In dieser Woche bringt er
Facebook an die Börse, das dann um die 100 Milliarden Dollar wert sein wird. Sein eigener Anteil an
Facebook wird etwa 25 Milliarden Dollar wert sein. Die Frage ist jetzt: Kann Zuckerberg ein börsennotiertes Unternehmen steuern? Kann er,
meint Henry Blodget bewundernd. Zuckerberg lernt nur von den Besten, er ist gut im Leute heuern und feuern, und sein Motto "Move fast and break things" hat sich bewährt: "Statt unendlich an neuen Möglichkeiten zu basteln, haut
Facebook sie einfach raus. Dann hört es dem
Geschrei der User zu und macht die Änderungen, die es angemessen findet. Diese Technik hat viele Blindgänger produziert. Sie hat dazu geführt, dass Zuckerberg sich oft bei seinen Usern
entschuldigen musste. Und sie hat dazu geführt, dass dabei Features entstanden, die nach Ansicht vieler User heute Facebook
sind - zum Beispiel News Feed. Kritiker, die
Facebooks Fehler anprangern, verstehen nicht, dass das
Absicht ist. Und es funktioniert."
Benjamin Wallace
erzählt die hollywoodreife Geschichte des Weinfälschers
Rudy Kurniawan, der auf Auktionen gefälschte
Romanée-Contis,
Roumier Musignys und
Pétrus für Millionen von Dollar verkaufte und nebenbei die Crème de la Crème der amerikanischen Wein-Experten und -Sammler bis auf die Knochen
blamierte. Nun steht sein Prozess bevor - mit einer Strafdrohung von
hundert Jahren. Wie fälscht man eigentlich einen Wein? Kleiner Trick: "Man nehme
zwei Jahrgänge, sagen wir einen 81er Pétrus (durchschnittlicher Auktionspreis 1.194 Dollar) und einen 83er Pétrus (1.288 Dollar), um daraus zwei Flaschen
82er Pétrus (4.763 Dollar pro Flasche) zu machen. Es ist der richtige Wein, er schmeckt nach seinem Alter, auch wenn er ein bisschen vom typischen 82er abweicht, aber er schmeckt ja auch nicht wie ein 81er oder 83er."