Perlentaucher-Autor

Lutz Meier

Lutz Meier war Medienredakteur der taz und Redakteur bei der Financial Times Deutschland.
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Die Welt von heute

Im Kino 08.09.2023 Überschattet von zwei Krisen - dem Krieg in der Ukraine, der auf dem Festival völlig ausgeblendet war, und dem Streik in Hollywood - konnten die Filme in Venedig nur halb überzeugen. Messerscharf erzählt ist immerhin Agnieszka Hollands Film "Grüne Grenze" über Flüchtlinge an der Grenze zu Polen, und dieser Film hätte eindeutig den Goldenen Löwen verdient. Die Streamingdienste waren schwach vertreten, und das übrige Filmgewerbe verzichtete mit den üblichen Biopics wie "Ferrari", den "Maestro" Bernstein oder "Priscilla" weitgehend aufs Risiko. Von Lutz Meier

Hinschauen ist besser als wegschauen

Im Kino 09.09.2022 Ein Anwalt in New York, eine Lehrerin in Paris, ein Paar in Tokyo: Bei den Filmfestspielen in Venedig wurden traditionelle, private Geschichten erzählt, in denen der Krieg allenfalls von ferne grummelte. Dem einzelnen Regisseur ist es unbenommen, so zu erzählen, aber darf ein Festival so kuratieren? Immerhin: zwei Dokumentarfilme aus der Ukraine entrissen das Publikum seiner Wohnzimmerhaftigkeit. Eine andere Frage: erlebt das Kino wirklich eine Renaissance? Von Lutz Meier

Unbeschädigt, aber verändert

Im Kino 10.09.2021 Venedig ist von den drei großen europäischen Filmfestivals sicherlich am vitalsten aus der Corona-Krise hervorgegangen. Es sind auffällig viele Historienfilme unter den Wettbewerbsbeiträgen. Und gerade sie zeigen zweierlei: Kino ist heute vom  Streaming geprägt. Aber ein Film wie  "Leave No Traces" Jan P. Matuszyński zeigt, dass Historienfilme visionär sein können. Dass es ein reicher Jahrgang war, zeigen auch Filme von Natasha Merkulova/Aleksey Chupov, Paul Schrader und Maggie Gyllenhaal. Von Lutz Meier
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