Die Presse hat sich nicht besonders für das Thema interessiert.
Ken Jebsen sollte den "Karlspreis" für "Engagierte Literatur und Publizistik" im Berliner Babylon-Mitte-Kino ausgehändigt bekommen - Kultursenator
Klaus Lederer wandte sich auf Facebook gegen die Idee, dass die Verschwörungstheoretiker sich ausgerechnet in einem von ihm hoch subventionierten Kino treffen (unser
Resümee). Auch
RT Deutsch berichtet über das Thema, und verteidigt seinen Mitarbeiter Jebsen, dem krass antisemitische Äußerungen vorgeworfen werden: "Dass jedoch eine eindeutig politisch motivierte staatliche Intervention gegen eine
juristisch nicht anfechtbare Veranstaltung erfolgt - noch dazu in einem von öffentlicher Förderung abhängigen Kulturbetrieb - ist alarmierend." Der einstige Sozialdemokrat
Albrecht Müller - Jebsen-Fan und sozusagen Gauland der Linken -
sieht es auf den
Nachdenkseiten genauso. Und die den Preis auslobende Querfront-Postille
nrhz.de geht davon aus, dass die Preisverleihung wie gewünscht im gastfreundlichen Kino stattfindet: "Sorgen wir alle dafür, dass das so kommt und die Feinde der Demokratie nicht die Oberhand gewinnen!"
Auch
taz-Pionier
Mathias Bröckers, der die Laudatio für Jebsen halten soll und ein ganzes Buch über Jebsen gemacht hat,
ist empört über die nur auf Druck erfolgte Absage des Kinos und verbindet seine Kritik daran daran auf dem verschwörungstheoretischen Portal
rubikon.news mit einer grundsätzlichen Kritik an seiner Zeitung: "Dass die
taz ihre friedenspolitischen Wurzeln gekappt hat und ähnlich wie die Partei der (Oliv-)Grünen seit dem Jugoslawienkrieg die illegalen Kriege des US-Imperiums akzeptabel findet, können Leute wie ich, die vor 38 Jahren diese antimilitaristisch verwurzelte 'linke radikale
tageszeitung' mitgründeten, nur als
tragischen Niedergang empfinden." Die Äußerung des Kultursenators bezeichnet Bröckers als "Rufmord".