"
54 Journalist:
innen verloren in diesem Jahr weltweit ihr Leben - so viele wie seit fünf Jahren nicht mehr",
meldet Christina Koppenhöfer in der
taz: "Rund 30 Prozent dieser
Todesfälle ereigneten sich allein im
Gazastreifen. Was bleibt, ist eine ernüchternde Erkenntnis: Wer die Wahrheit sucht, lebt oft gefährlich. Reporter ohne Grenzen (RSF) beschreibt Gaza aktuell als die gefährlichste Region der Welt für Journalist:innen. Seit Oktober 2023 starben dort über 145 Reporter:innen, 35 von ihnen direkt bei der Ausübung ihrer Arbeit. Schutzwesten und Presseausweise scheinen in solchen Konflikten nur noch symbolischen Charakter zu haben - sie schützen nicht, sondern machen Journalist:innen oft erst recht zu Zielen, kommentiert auch RSF. Der Schutz von Zivilist:innen und Journalist:innen, der im Völkerrecht verankert ist, scheint zunehmend zu einer leeren Hülle zu verkommen."
In bisher ungeahntem Maße wurden über
Metas Facebook, auf
Tiktok und über
Google Ads prorussische Desinformationskampagnen vor den Wahlen in
Rumänien geschaltet, entnimmt Michael Hanfeld in der
FAZ einem Bericht der finnischen Cybersicherheitsfirma Check First und des Bulgarisch-rumänischen Observatoriums für digitale Medien (BROD). Allein auf Facebook wurden "
3640 politische Anzeigen identifiziert, die zusammen ein Publikum von 148 Millionen Menschen erreicht hätten." Auch due Topoi benennen die Cyberanalysten: "Sie lauten, wie wir es kennen, auf 'Wahlbetrug' - Regierung und Wahlbehörden verhinderten eine wirklich freie Wahl; Verschwörungstheorien über die vermeintliche politische und wirtschaftliche Ausbeutung Rumäniens durch die EU und zugunsten der Ukraine; Verherrlichung historischer Figuren der extremen Rechten; Verschwörungserzählungen und Behauptungen, die Georgescu selbst in die Welt gesetzt habe ('
Nanochips in kohlensäurehaltigen Getränken, Wasser, das kein H2O ist und
ein eigenes Gedächtnis hat, das den menschlichen Körper beeinflussen kann, Kaiserschnittgeburten, die den göttlichen Faden des Kindes durchtrennen')." Metas Kommunikationschef
Nick Cleg lobt derweil die Bemühungen des Konzerns, die Integrität von Wahlen zu unterstützen, so Hanfeld.