Über die Angriffe gegen Journalisten bei
antiisraelischen Demos haben wir schon berichtet. Einer der Betroffenen ist der
taz-Redakteur Nicholas Potter. Die Aktivisten verbünden sich mit
prorussischen Medien, so Potter, der eine interessante Parallele
sieht: "Diese Ablehnung von Qualitätsmedien kennt man schon von verschwörungsideologischen Protesten während der
Coronapandemie. Damals griffen Aktivist*innen die Presse regelmäßig an, oft gewaltsam. Sie bastelten Fahndungsplakate mit den Fotos unliebsamer Journalist*innen, erklärten die 'Staatsmedien' zum Feind. Stattdessen setzten sie auf '
alternative Fakten' und wirre Verschwörungsmythen, die sie auf Telegram oder russischen Desinformationskanälen fanden."
Donald Trump löst die amerikanischen Auslandssender wie
Voice of America oder
Radio Free Europe auf, die seit Jahrzehnten Informationen für Länder ohne freie Presse lieferten.
1.300 Mitarbeiter sind schon entlassen, berichtet unter anderem Michael Hanfeld in der
FAZ. Der Chef von
Radio Free Europe, Stephen Capus,
veröffentlichte seine letzten Worte noch auf den Seiten des Senders: "Die Kündigung der Zuschüsse füür
Radio Free Europe/Radio Liberty wäre ein riesiges Geschenk an die
Feinde Amerikas. Die iranischen Ayatollahs, die kommunistischen Führer Chinas und die Autokraten in Moskau und Minsk können den Untergang von RFE/RL nach 75 Jahren feiern. Wenn wir unseren Gegnern diesen Sieg bescheren, würden sie stärker und Amerika schwächer."
Weitres:
Stefan Niggemeier steigt als Gesellschafter bei den
Übermedien aus, will aber weiter Autor bleiben - neuer Gesellschafter ist der Mediendienst
DWDL.de,
meldet Übermedien in eigener Sache.