Überall soll die Presse subventioniert werden, auch in
Slowenien, über dessen rechtspopulistische Medienpolitik Erich Rathfelder in der
taz berichtet. Nach Gesprächen mit Kollegen schreibt er: "Der politische Druck der Regierung auf die Medien sei nur möglich und erfolgreich, weil die Medien ohnehin, wie überall in Europa, in
finanziellen Schwierigkeiten und damit in einer Krise steckten...
Kleinere Medien würden finanziell unterstützt und so gefügig gemacht, die größeren in ihrer Arbeit behindert oder von der Spitze her verändert. So setzte die Regierung im Januar 2021 einen Wechsel an der Spitze des öffentlich-rechtlichen Fernsehens
RTV Slovenija durch. Der neue Intendant Andrej Grah Whatmough gilt als regierungsfreundlich."
In der
FAZ wird seit einigen Wochen eine Reihe zur
Zukunft der Öffentlich-Rechtlichen veranstaltet. Heute fordert die Grünen-Politikerin
Tabea Rößner eine Debatte über Sinn und Zweck der Sender: "Die Medienpolitik hat vermieden, den bisherigen Auftrag unter
publizistischen Gesichtspunkten neu zu justieren. Stattdessen wurde alles durch die Brille der
Beitragsstabilität betrachtet. Da aber die Finanzierung der Anstalten dem Auftrag zu folgen hat, muss die Debatte zunächst am Auftrag der Rundfunkanstalten ansetzen."
Außerdem:
Apple möchte die Welt ganz allein beherrschen und über seinen App-Store
30 Prozent von allem abkriegen. Andere Geldflüsse möchte der Konzern lieber unterbinden, und darum will er bei
seinen Iphones die Kennung des Geräts (IDFA) eigens
von den Benutzern freischalten lassen. So könnte man sie nicht mehr mit Werbung verfolgen. Dagegen protestieren nun die Zeitungs und Medienverbände, die den Plattformen vorwerfen, Datenkraken zu sein, aber selbst ihre Nutzer
nach Kräften tracken,
berichtet etwa
Meedia. Zu den Verbänden, die klagen, gehören unter anderem die Zeitungs- und Zeitschriftenverlegerverbände
BDZW und VDZ.