"Schwarz und deutsch" heißt eine
Dokumentation des
Hessischen Rundfunks über schwarze Deutsche und natürlich auch über Rassismus in Deutschland. Interviewt wurde darin unter anderem der schwarze Fußballspieler
Erwin Kostedde, der in seinen Schilderungen rassistischer Fan-Äußerungen das Wort "Neger" oder "Nigger" aussprach, als er von dem Team interviewt wurde - und sich daraufhin vom Off-Kommentar belehren lassen muss, dass seine Sprache "
vergiftet" sei. Ulrich Gutmair, hat diesen Moment bemerkt und
kommentiert ihn in der
taz so: "Wenn man einen Satz, in dem Kostedde das N-Wort benutzt, um zu illustrieren, wie brutal und verletzend mit ihm umgegangen wurde, nicht in einem Beitrag haben will, soll man ihn
nicht senden. Wenn man sich aber dafür entscheidet, ihn doch zu senden, ist es dann fair, Kostedde für nicht ganz zurechnungsfähig zu erklären? Eben das sagt uns diese Bemerkung über die 'Vergiftung' seiner Sprache."
A. L. Kennedys Text über den Zustand der britischen Medien in der
SZ kommt derart als Suada daher, dass man kaum ein Detail herausgreifen kann. Hier immerhin ihre Sätze zur
Verteidigung der BBC: "Sie ist historisch betrachtet sowohl ein Sprachrohr der Regierung als auch ein vertrauenswürdiger Kontrollmechanismus gegen schlechte Regierungsführung. Zudem ist sie ein öffentlich finanziertes Gemeingut. Genau das ist der Grund dafür, dass jene, die die
BBC aus kapitalistischen Beweggründen verabscheuen, sie seit langem
attackieren und zerstören wollen."
Leonie Gubela
stellt in der
taz das
Lokalmagazin Rums ("Rund um Münster") vor, ein hyperlokales, vor allem auf Newsletter setzendes Magazin, das
von seinen Lesern finanziert wird. In der
NZZ bringt Pauline Voss eine Blütenlese aus den den Instagram-Kanälen der öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland
- das Wort "
Männlichkeit" komme da eigentlich nicht mehr ohne das Beiwort "toxisch" vor.