Isolde Charim
hält in der
Wiener Zeitung daran fest, dass wir, "um eine pluralisierte Gesellschaft lebbar zu machen,
säkulare Räume brauchen. Säkulare Räume wie Gerichte, die sich gemäß säkularer Prinzipien organisieren. Säkulare Räume aber müssen sichtbar säkular sein. Interessanterweise gibt es keine Zeichen für Neutralität. Das aber heißt, sichtbare Neutralität besteht in der
Abwesenheit von nicht-neutralen, von sakralen Zeichen.
Kopftücher etwa. Aber um nichts weniger auch
Kreuze. An den Körpern. Und im Raum. Die zutreffende Behauptung, Kopftücher wären bei Richterinnen nicht zulässig, verkehrt sich in ihr Gegenteil, wenn gleichzeitig Kreuze als 'gewachsene Kultur' 'selbstverständlich' nicht angerührt werden. Das ist nicht gewachsene Kultur, sondern gewachsene Vorherrschaft."
Terre des Femmes und das Bundesfamilienministerium haben eine Studie vorgestellt, nach der in Deutschland heute etwa 48.000 Frauen leben, die Opfer von
Genitalverstümmelung sind,
berichtet Simone Schmollack in der
taz: "Die in Deutschland lebenden betroffenen Frauen kommen vor allem aus Ägypten, Eritrea, Somalia, Äthiopien, Mali und Irak. Die Zahl der geflüchteten Frauen, in deren Herkunftsländern Genitalverstümmelungen praktiziert werden, ist laut Studie in den vergangenen zwei Jahren um
40 Prozent gestiegen." Mehr als
9.000 Mädchen sollen hier
laut Terre des femmes gefährdet sein. "Um sogenannte '
Ferienbeschneidungen' zu vermeiden, sollen Eltern und Verwandten gefährdeter Mädchen künftig die Pässe abgenommen werden können. Das geplante Gesetz soll im Frühjahr in Kraft treten."
Und noch ein Bericht, den
laut Urs Wälterlin in der
taz die
australische Regierung herausbrachte: " Zwischen 1950 und 2015 hätten durchschnittlich 7 Prozent aller
katholischen Priester Kinder sexuell missbraucht, heißt es darin. In einigen Diözesen seien es 15 Prozent gewesen. In einzelnen Orden, wie dem bekannten St John of God Brothers, hätten sich gar bis zu 40 Prozent der Glaubensbrüder des Missbrauchs schuldig gemacht."