Vorgeblättert

Hier finden Sie eine Liste der Bücher, für die wir seit 2002 Leseproben ausgesucht haben.
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Ulli Kulke, Reinhard Mohr (Hrsg.): "Wenn das Denken die Richtung ändert"

Vorgeblättert 03.03.2026 Sich als links Lesende haben eine Hauptbeschäftigung: Sie definieren, wer "rechts" ist. Die so produzierte Geografie ist in den Köpfen zur Mentalität geworden. Einige deutsche Intellektuelle wie Henryk M. Broder, Reinhard Mohr, Monika Maron, Peter Schneider erzählen in dem Band "Wenn das Denken die Richtung ändert", warum es ihnen nicht mehr sinnvoll erscheint, sich "links" zu verorten. Aus dem Band veröffentlichen wir Ulrike Ackermanns autobiografischen Essay "Einmal Dissident, immer Dissident?" Sie erzählt, wie die westliche Linke seit 1968 in ihren Augen intellektuell verkümmerte. Und "dass die Linke antitotalitäre Impulse und Traditionslinien mehrheitlich verachtete oder totschwieg, habe ich ihr nie verziehen".

Susanne Heim: Die Abschottung der Welt

Vorgeblättert 09.02.2026 Viele Juden versuchten in den 1930er Jahren verzweifelt, sich aus Nazi-Deutschland ins Ausland zu retten. Doch Aufnahme zu finden, wurde immer schwieriger. Auch auf der internationalen Konferenz von Evian 1938 konnten sich die teilnehmenden Staaten nicht auf Aufnahmekontingente einigen. Nach Kriegsbeginn flohen vor allem polnische Juden Richtung Osten in die Sowjetunion und später in den Iran, wo Margot Kupfer und ihr Mann landeten, nachdem sie erst ins sowjetische Jakutien deportiert worden waren. Eine Leseprobe aus Susanne Heims Buch "Die Abschottung der Welt". 

Lee Yaron: Israel, 7. Oktober. Protokoll eines Anschlags

Vorgeblättert 30.08.2024 Am 7. Oktober 2023 startet die Hamas einen Großangriff auf Israel. Lee Yaron rekonstruiert den Tag der Katastrophe und zeichnet Porträts der ermordeten Frauen, Männer und Kinder, um die Erinnerung an sie zu bewahren. Wir bringen das kurze Kapitel über Moshe Ridler, der den Holocaust überlebte, der in Israel die Polizei mit aufbaute und seinen Lebensabend im Kibbuz Holit verbrachte. Am 7. Oktober 2023 wurde er zusammen mit seinem Pfleger Petro Bushkov aus Moldau von den Terroristen der Hamas ermordet.

Wolfgang Kraushaar: Israel: Hamas - Gaza - Palästina

Vorgeblättert 08.04.2024 Der linke Antisemitismus, wie er sich heute in den der westlichen Metropolen austobt, hat eine lange Vorgeschichte. Ein entscheidender Vorreiter war in Deutschland Dieter Kunzelmann, der einstige Kopf der berühmt-berüchtigten Kommune I. Aber die Impulse kamen auch aus der Mitte: Auch der 2002 verstorbene, wortgewaltige Spiegel-Chef Rudolf Augstein setzte in seinen Kolumnen gern Israelis und Nationalsozialisten gleich. Wir drucken ein Kapitel aus Wolfgang Kraushaars demnächst erscheinenden Buch "Israel: Hamas - Gaza - Palästina" vorab.

Axel Brüggemann: Die Zwei-Klassik-Gesellschaft

Vorgeblättert 21.09.2023 Axel Brüggemann untersucht in seinem Buch eine Branche im Umbruch, die unverhofft durchaus auch im Zentrum der Aufmerksamkeit steht: Berühmte Musiker und Sängerinnen gerieten jüngst durch ihre Putin-Nähe in Verruf, und für Putin und seine Einflusspolitik spielt klassische Musik eine wichtige Rolle. Aber es geht um den Buch auch um anderes: Die Krise der Kritik, die Krise der Institutionen, die Krise der öffentlich-rechtlichen Sender. Das Buch ist ein Aufruf zur Debatte.

Uta Ruge: Die Kühe, mein Neffe und ich

Vorgeblättert 08.08.2023 Nach "Bauern. Land" legt Uta Ruge ein zweites Buch über das Leben auf dem Land vor:  "Die Kühe, mein Neffe und ich" ist wiederum eine Reise in die eigene Kindheit, eine Reflexion über das Leben mit sehr großen und manchmal bedrohlichen Tieren, ein Blick auf die Existenz von Bauern heute, die vielfach gefährdet ist, von der Industrialisierung der Landwirtschaft bis zu einer manchmal realitätsfremden politischen Normierung. Aber sie erzählt auch von den Tieren in der Antike. Und von den Heiligen Kühen. Wir drucken zwei Kapitel vorab: "Zu Hause ist, wo die Tiere sind" und "Was mit heiligen Kühen geschieht".

Wolfgang Kraushaar: Keine falsche Toleranz!

Vorgeblättert 27.10.2022 Vor dreißig Jahren erschütterte eine Serie rechtsextremer Mordattentate Deutschland, oder genauer: Es dauerte eine ganze Weile, bis Deutschland erschüttert war. Unterdessen entfaltete sich zwar nicht mit direkter Kooperation staatlicher Stellen, aber doch mit stillschweigender Duldung ein düsteres Szenario des Terrors. Wie verankert der Rassismus selbst in der CDU war, zeigen Pläne Helmut Kohls aus den achtziger Jahren, die Zahl der Türken in Deutschland zu halbieren. Kohl stand bis zuletzt dazu. Ein Vorabdruck aus Wolfgang Kraushaars neuem Buch "Keine falsche Toleranz! Warum sich die Demokratie stärker als bisher zur Wehr setzen muss".
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