Susanne Heim: Die Abschottung der WeltAls Juden vor verschlossenen Grenzen standen. 1933-1945
Historische Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung. Mit 19 Abbildungen und 2 Karten. Verlag C.H. Beck, München 2025. 384 S., gebunden, 34 Euro
Erscheint am 20. Februar 2026Hier geht's zur LeseprobeBestellen bei eichendorff21Mehr Informationen bei
C.H. BeckZum Buch: In Deutschland drangsaliert und verfolgt, versuchten viele Juden verzweifelt, sich ins Ausland zu retten. Doch potenzielle Zufluchtsstaaten schlossen ihre Grenzen und schotteten sich mit jeder weiteren deutschen Expansion stärker ab. Der Völkerbund und die US-Regierung bemühten sich erfolglos, die Flüchtlingspolitik zu koordinieren: Auf der Konferenz im französischen Évian berieten im Juli 1938 Staaten und Hilfsorganisationen über die Aufnahme von Flüchtlingen - ohne Ergebnis. Die Nazis höhnten, niemand wolle die Juden haben. Da Flüchtlingen eine reguläre Einreise verwehrt blieb, bestiegen sie seeuntüchtige Boote, bezahlten Fluchthelfer und gingen illegale Wege, um sich in Sicherheit zu bringen. Eine notwendige und beklemmende Lektüre, denn die demokratischen Staaten scheinen bis heute nur wenig dazugelernt zu haben.
Zur Autorin: Susanne Heim, geboren 1955, arbeitete nach dem Studium der Politischen Wissenschaften am Hamburger Institut für Sozialforschung und war 2004/2005 Leiterin des Forschungsprogramms der Max-Planck- Gesellschaft »Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus«. Von 2005 bis 2020 war sie Leiterin des Editionsprojekts »Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945«. Sie war Gastprofessorin in Wien und hat an einschlägigen Institutionen und Archiven in Jerusalem, Washington, Cincinnati und New York geforscht.
Zur Leseprobe