Jonathan Fischer porträtiert in der NZZ den deutsch-nigerianischen Musiker AdéBantu, der wie selbstverständlich zwischen Afrobeats und Beethoven pendelt: "Warum nicht Klassik aus ihrem traditionellen Rahmen lösen und mit afrikanischen Rhythmen aufmischen", sagt er. "'Das passt zu uns Nigerianern, unser Geschmack ist sehr sophisticated.' ... Klassik, das war für den jungen Adé die merkwürdige Musik, die seine weiße Oma nach dem Mittagessen auflegte. 'Und jetzt zurückzukehren und mit meiner Musik dieses Publikum zu erreichen, das sich meist nur mit weißer europäischer Klassik beschäftigt - das ist eine Genugtuung für mich. Emotional und intellektuell.'" Die Deutsche Welle hat ein Konzert in voller Länge online:
"Die Schlacht um den KI-Einsatz in der täglichen Musikproduktion ist nicht mehr zu gewinnen", ist Detlef Diederichsen in seiner taz-Kolumne überzeugt. Denn: Kontroverse Innovationen wurden in der Popmusik nach anfänglichem Widerstand immer schon eingemeindet bis sie als Standard schließlich hingenommen wurden. Spannend werde es aber, "wenn neue Technologien gegen den Strich gebürstet werden; wenn man sie aufmotzt, frisiert, kurzschließt, so dass man sich endlich ihrer immensen technischen Möglichkeiten dienstbar machen kann und nicht mehr auf den werksseitig eingestellten doofen, kleinen, systemtreuen Wirkbereich beschränkt bleiben muss. Die Sensation, die sich einstellt, wenn sich etwa Leute wie Sister Rosetta Tharpe, Jimi Hendrix und Mary Halvorson die Technologie und die verfügbaren Geräte zur Manipulation des Klangs einer Gitarre untertan machen! Das nun mal übertragen auf die Musik-KIs - OMG!"
Ji-Hun Kim blickt im Freitag derweil sehr bedrückt auf den heutigen Musikjournalismus und fragt sich: Fiel man, an der Schwelle vom Print- zum Online-Zeitalter, den IT-Konzernen nicht zu voreilig in die Arme? Denn "es ist nicht nur für professionelle Musikjournalisten immer schwerer geworden, neue spannende Musik zu entdecken, bekannt zu machen und interessante Geschichten dazu zu erzählen, sondern auch der musikredaktionelle Austausch und die Kanäle sind dafür verschwunden. ... Ob etwas sichtbar wird oder nicht, bestimmen nämlich die Algorithmen bei TikTok und Co. ... Zirkulierten Budgets damals zwischen Fachmedien, Musikindustrie, Festivals, Fans und Kreativen in einer Art sich selbst tragenden und stärkenden Kreislaufwirtschaft, ist die Social-Media-Ära zur geldverbrennendenEinbahnstraße geworden."
Weitere Artikel: Stephanie Grimm (taz) und Juliane Liebert (Zeit Online) sprechen mit Jason Williams von den SleafordMods, die ein neues Album veröffentlicht haben. Elena Witzeck hat für die FAZ das neu eröffnete Fitnessstudio von Rapper Felix Blume alias Kollegah besucht. In der FAZ gratuliert Edo Reents PaulYoung zum 70. Geburtstag. Marie Gundlach hat für die SZ nachgesehen, warum ein dreizehn Jahre alter Quatschsong von DJÖtzi mit einem Mal in der idiotischen und zum großen Teil schwer antisemitischen Hohlerde-Verschwörungsszene reüssiert.
Besprochen werden RobbieWilliams' neues Album "Britpop", auf dem laut Standard-Kritiker Christian Schachinger einiges so "klingt wie ein schnell ausgemusterter Single-B-Seiten-Song von Oasis", während SZ-Kritiker Jakob Biazza sich fragt, "ob dieser Gag albumlang werden musste", ein Konzert des EnsembleModern (FR), ein Auftritt in Wien der Pianistin AliceSaraOtt (Standard) und A$APRockys neues Album "Don't Be Dumb" (Tsp).
So ansteckend und mitreißend liest es sich, wenn Hainbach im VAN-Gespräch gegenüber Alex Ketzer von seinen Experimenten mit obsoloten, raren und bizarren Werkzeugen zur Klangerzeugung erzählt, dass man sich mit dem Berliner Avantgarde-Komponisten (homepage) am liebsten eine Nacht lang zum Rumdaddeln im Studio einsperren lassen möchte. Sein Herz gilt den Irrläufern der Instrumentengeschichte, so etwa einem Oberton-Synthesizer aus den Siebzigern, der Töne in 15 Obertöne zerlegt: "Du kannst jeden dieser einzelnen Obertöne auf links und rechts verteilen und in der Phase drehen. Das war für die Oberton-Forschung gedacht. Total verrückt. Es macht eine ganz psychedelische Welt, weil es halt nicht für Musik gedacht ist." Verschaltet man das mit anderem Equipment, "wird jeder Klang zu einer glitschigen Schlamm-Landschaft. Das Ding versucht die ganze Zeit irgendwas zu tracken, was es nicht findet - dann stürzt es wieder ab. Wie Sumpfmonster, die plötzlich aus dem Boden herauskommen und wieder verschwinden." Auf Bandcamp gibt es Musik von ihm (etwa mit dem Ensemble Modern), auf Youtubestellt er seine Archivschätze ausführlich vor.
Weitere Artikel: Die insbesondere für unabhängige Musikerinnen und Musiker äußerst wichtige Plattform Bandcamp untersagt künftig den Vertrieb von KI-generierterMusik, meldet Julian Weber in der taz. Hartmut Welscher unterhält sich für VAN mit der Pianistin AnnaVinnitskaya.
Besprochen werden DJHells neues Album "Neoclash" (Standard), SylvieCourvoisiers gemeinsam mit dem Trompeter WadadaLeoSmith eingespieltes Album "Angel Falls" (FR), das Album "A Man for all Seasons" der britischen Band InsecureMen (taz), ein Konzert der WienerSymphoniker unter AlexanderSoddy (Standard), ein Frankfurter Abend mit MuratGüngör und HannesLoh (FR) und das Debütalbum der Berliner All-Stars-Indieband The Morning Stars rund um BarbaraMorgenstern (taz).
Bei Spotify wird Klassik auf "intellektuelleFahrstuhlmusik" reduziert, ärgert sich Robin Passon in der FAZ. Wer wirklich entdeckungsfreudige und aufregende Klassik auf dem Streamingdienst entdecken will, muss sich in darauf spezialisierte Reddit-Foren begeben, wo entsprechende Playlists ausgetauscht werden - oder gleich die auf Klassik und deren Vermittlung spezialisierten Dienste in Anspruch nehmen. Erst dann entsteht die "Lust an der unermüdlichen Erschließung dieser Landschaft" im Stream, versichert Passon. Also "wegmitderPlattenschrank-Mentalität, Klassik kann den ganzen Tag und überall spielen! ... Mitten im so durchrationalisierten Alltag entsteht da plötzlich eine kleine Heimlichkeit, ein stilles Vergnügen, um das niemand sonst weiß."
Besprochen werden ein Liederabend mit NikolaHillebrand (FR) und ein Konzert der Prinzen in Frankfurt (FR).
China rückt immer mehr ins "Zentrum des Weltgeschehens", schreibt Axel Brüggemann auf Backstage Classical, auch kulturell. Putin-Verehrer wie Valery Gergiev und Teodor Currentzis stehen dort noch ganz selbstverständlich auf dem Spielplan - neben den Berliner Philharmonikern. Doch "dafür, dass China seinen Gästen die Tür zu seinen Konzertsälen ohne Ideologie-Kontrolle öffnet, will es auch nichts von Menschenrechtsverletzungen im eigenen Land hören. ... Russische Ensembles lassen sich gern auf diesen Deal ein, weil sie dann auch nicht über die Machenschaften ihrer eigenen Staaten angesprochen werden, und weil China einer der letzten Orte ist, an denen sie so etwas wie die große weite Welt atmen können. Westliche Ensembles argumentieren dagegen eher damit, dass Boykotte keine Lösung für einen Wandel seien und wissen gleichzeitig, dass Gastspiele in China zum einen lukrativ sind und zum anderen eine Tradition fortsetzen, auf die viele ungern verzichten wollen."
Weitere Artikel: Leon Spachmann porträtiert im Standard die Wiener Rapperin Sara, die sich in der männlich dominierten Battlerap-Szene behauptet. Im Standardgratuliert Christian Schachinger HowardCarpendale zum 80. Geburtstag. Christian Zschammer schreibt in der taz einen Nachruf auf den chilenischen Musiker Álvaro.
Besprochen werden ein Frankfurter Gedenkkonzert für den Jazzpianisten Christoph Spendel (FR), ein Konzert von MartaGardolińska und Jean-GuihenQueyras mit der KammerakademiePotsdam (VAN) sowie das Album "Spots" der Joasihnos ("verspielter kann Popavantgarde" kaum sein, findet Stefan Michalzik in der FR).
"Wer will schon für eine schlecht bezahlte Kritik von wütenden Swifties an der Haustür besucht werden", fragt sich Konstantin Nowotny im Freitag und stellt fest: Dass der Druck auf Musikkritiker immer stärker wird, hat zum einen damit zu tun, dass Popkritik in den letzten gut fünfzehn Jahren das Kritisch-Sein zum guten Teil verlernt hat, und zum anderen damit, dass sich im niedrigschwelligen Netz Fan-Diskurse gebildet haben, die von Kritik an ihren Idolen nichts wissen wollen. "Die Idee, dass Kritik etwas anderes ist als 'Geschmackssache', scheint vielen zunehmend fremd. Dafür spricht, dass einige der größten jüngeren Pop-Skandale wenig mit Musik zu tun hatten, sondern sich auf menschliches und moralisches Fehlverhalten bezogen. Oft wird auch Kritik an der Kunst mit Kritik an deren Schöpfern im selben Abwasch erledigt, was den Eindruck erweckt, für beides gälten gleiche Maßstäbe. ... Dabei sollte vor allem Linken dämmern, warum man gerade da mit Kritik nicht zu sparen hat, wo massenhafte Begeisterung vorherrscht. Voraussetzung hierfür wäre ein revitalisiertes Bewusstsein für ästhetische Kategorien."
Außerdem: In der FAZ gratuliert Jan Wiele IngaHumpe zum 70. Geburtstag. Edo Reents schreibt in der FAZ einen Nachruf auf den Grateful-Dead-Gitarristen BobWeir. Besprochen werden der Auftakt zu PetrPopelkas neuer Wiener Musikvermittlungsreihe "Hör-Bar" (Standard) und XavierNaidoos Auftritt in Wien (Standard).
Der Cellist und Musikdozent LucasFelsschwärmt in der FAZ von der Musik des Komponisten MortonFeldman, der vor hundert Jahren geboren wurde. Er erinnert sich an erste Proben in den Achtzigern: "Das genaueste Zusammenspiel" war eine Herausforderung: "am Anfang und am Ende jeder Note, das akribische Aushören der Intonation, der ausgewogen leisen Dynamik, die Differenzierung zwischen den rhythmisch genau notierten und frei notierten Teilen des Stücks". Manche Kompositionen "brachten uns an eine kammermusikalischeGrenze, so anders, als wir es bis dahin kannten. Es zählt, von jeder und jedem umgesetzt, der einzelne Taktwechsel, der Rhythmus, jeder einzelne Ton, Akkord, Klangfarbe. Es gilt, zuzuhören und jeden Moment des Stücks auch gemeinsam, vom Pult des anderen ausgehend zu denken, zu begreifen und nachzuempfinden. Gelingt dies, dann - und nur dann - entsteht durch Feldmans Musik dieser unvergleichliche Zustand: schwebend, zeitlos, vonpurerSchönheit."
Außerdem: Elmar Krekeler schreibt in der Welt zur Geschichte des Akkordeons, das zum "Instrument des Jahres" gewählt wurde. Stephanie Grimm (taz) und Jakob Thaller (Standard) erinnern an DavidBowie, der vor zehn Jahren gestorben ist. Gregor Dotzauer (Tagesspiegel) und Joachim Hentschel (SZ) schreiben zum Tod des Grateful-Dead-Gitarristen BobWeir. Gerrit Bartels (Tsp) und Julian Weber (taz) schreiben Nachrufe auf den Fehlfarben-Bassisten MichaelKemner.
Besprochen werden das neue 84-CD-Box-Set mit Aufnahmen von FriedrichGulda (Welt, mehr dazu bereits hier), TheesUhlmanns Konzert in der Elbphilharmonie in Hamburg (Zeit Online), eine CD von QuatuorDiotima mit Aufnahmen von Kompositionen von HelmutLachenmann (FAZ), ein neues Album von LucindaWilliams (FAZ), ein neues Album von NightmaresonWax (FR) und die Box "1985: The Miracle Year" mit Live- und weiteren Aufnahmen der Post-Hardcore-Legende HüskerDü ("Alles, was man hier an Glück und Melodie findet, liegt nicht an der Oberfläche, sondern muss dem umfassenden Krach sozusagen abgerungen werden", schwärmttazler Benjamin Moldenhauer). Wir hören rein:
"Es sind die kapitalistischenMarktmechanismen, die Popmusik gleichförmiger machen, nicht das Aufkommen KI-generierter Songs", ist Florian Weber in der FRüberzeugt. Und Gleichförmigkeit lasse sich schneller prompten als aufwändig einzuspielen und zu arrangieren. "Künstlerische Innovationen entstehen meistens ohnehin in der Nische und nicht an der Spitze der Popmusik. Kunst wird durch KI sicher nicht sterben. Allerdings wird es schwieriger werden, Geld mit dieser Kunst zu verdienen. Und das wird vor allem diejenigen treffen, die sich in der Nische befinden. Laut der Musik-Verwertungsgesellschaft Gema werden die Einkünfte von Musikschaffenden durch KI bis 2028 um bis zu 30 Prozent zurückgehen."
Weiteres: Dorothea Walchshäusl porträtiert in der NZZ den Mandolinisten AviAvital. Jean-Martin Büttner erinnert in der NZZ an DavidBowie, der heute vor zehn Jahren gestorben ist. Dazu gibt es eine Bilderstrecke.
Besprochen werden ein von PhilippeJordan dirigiertes Konzert der WienerSymphoniker mit dem Pianisten JanLisiecki (Standard), das neue Album von DryCleaning (SZ-Kritiker Joachim Hentschel identifiziert darin den "sympathisch naiven Glauben, dass im modernen Kunstlied und der absoluten Rationalität mehr erlösende Kraft liegen könnte als in Rausch und Ekstase") und "Cabin in the Sky" von DeLaSoul ("Es geht ums große Ganze, Gott und die Welt, Leben und Tod und alles dazwischen", stellttazler Henrik von Holtum fest).
Axel Brüggemann schlägt in Backstage Classical die Hände über dem Kopf zusammen, wenn er sieht, was ARDKlassik auf Instagramaktuell veranstaltet: Zwei junge Reel-Hosts namens Louis und Konrad führen da alles Mögliche an Kapriolen auf, um ja nicht über Klassik reden zu müssen, sollen dabei aber offenbar doch irgendwie vermitteln, "dass Klassik nicht weh tut, total cool ist - also wirklich und in echt. Dabei kommen Louis und Konrad so cringe rüber, als wären sie von einer 62jährigen Redakteurin des MDR kurz vor ihrer Pensionierung erfunden worden. ... Mit ihren neuen Klassik-Boys zeigt die ARD, dass sie in der Welt der Musik nicht nur bei 'Mozart Mozart' daneben gegriffen hat. Der Sender scheint der Kunst selber nicht mehr zu vertrauen. Kulturprogramme werden abgeschafft, Sender fusioniert, über Einsparungen bei den Rundfunkorchestern wird nachgedacht. So gesehen sind Louis und Konrad wohl lediglich die Vorboten der endgültigen Aufgabe des Kulturauftrags."
Weitere Artikel: Im taz-Gespräch mit Yelizaveta Landenberger schildert Jacek "Ost" Zyla seine Eindrücke von der Ukraine-Tour, die er mit seiner Leipziger Thrash-Metal-Band Hämatom gerade absolviert hat - mehrere Stunden in Schutzbunkern inklusive. Richtig nervig findet es Clara-Sophia Müller in der taz, wie sich ein "subkulturelles Bürgertum" in warmen Stuben an der Haftbefehl-Doku und am krassen Rhein-Main-Rap ergötzt: "Puh, war das heftig! Einmal im Leben richtige Drogensucht im TV gesehen." A$AP Rockys neues Musikvideo "Punk Rocky" zeigt im Lichte der aktuellen Ereignisse in Minneapolis, wo ein ICE-Häscher eine Frau erschossen hat, "wieder einmal grässlich, wie schnell man selbst maximal groteske Inszenierungen heute als untertrieben empfindet", schreibt Joachim Hentschel in der SZ.
Besprochen werden LouisJuckers "A Pharmacy of Songs" (NZZ), Apache 207s Auftritt in Wien (Standard), ein neues Album von HeinzRudolfKunze (Standard), das Snocaps-Album "s.t." (FR) und das neue Album von DryCleaning, das laut tazlerin Beate Scheder aufs Neue "fiebertraumartige Songtexte, collagiert aus diversen Absonderlichkeiten", bietet.
In der SZ versucht Joachim Hentschel, sich einen Reim auf "Fotzenrap" (mehr dazu bereits hier) zu machen, in dem junge Frauen sich die sonst im männlich geprägten Hiphop flottierenden Allmachts- und Sexprotzfantasien kurzerhand aneignen, in eigener Sache umdeuten und mit ebenbürtiger Drastik zurückfeuern. "Seit den Loveparades der Neunzigerjahre hat kein so stumpf daherballernder Poptrend ein so immenses Analysebedürfnis ausgelöst. Die inneren Widersprüche des Genres sind auch zu reizend, zu diskursiv herausfordernd: Selbstermächtigung hier, Reproduktion von Männerfantasien da. Vierte Welle des Feminismus, aber zu wenig Platz für migrantische und queere Stimmen. Achselhaare versus Bauch-Beine-Po. Pussy-Power gut. Zickenkriegschlecht. Die Versuche, das Fotzenrap-Wirrwarr halbwegs zu ordnen, scheitern oft schon daran, dass sie wieder der typisch patriarchalenBewertungslogik folgen würden."
Zu den via Tiktok groß gewordenen Pionierinnen zählen die Berlinerinnen 6euroneunzig:
Außerdem: Hans-Jürgen Linke schreibt in der FR einen Nachruf auf den Komponisten RolfRiehm. Rahel Zingg fragt sich in der NZZ, wie man mit XavierNaidoosBühnencomeback umgehen sollte, nachdem der angeblich geläuterte Musiker jahrelang auschließlich durch krudesten, mitunter antisemitischen Verschwörungsirrsinn von sich reden gemacht hatte. Tobias Timm denkt auf ZeitOnline über die Wohnungswechsel von Bushido nach. Luca Glenzer spricht in der taz mit FrankSpilker von DieSterne, die gerade ein neues Album veröffentlicht haben, über die Ups und Downs seiner 2018 mit neuer Besetzung neugestarteten Band.
Lilly Schröder porträtiert in der taz den Berliner Rapper BaranKok, der mit drastischen Texten der Homophobie im Deutschrap entgegentritt: "'Rap wird nicht unbedingt schwuler', meint Kok, 'aber offener.' Das geschehe etwa durch New-Wave-Rapper und Trap-Künstler, die Croptops und Nagellack tragen. 'Das hilft schon viel, es wird nur gefährlich, wenn es performativ wird', sagt er. Man dürfe nicht jedem Mann, der Nagellack trägt, einen Pokal geben. Lachend fügt er hinzu: 'Sei nicht schwuler als ich, wenn du nicht schwul bist.'" Auf Social Media gibt es für seinen Gesamtauftritt viel Kontra, doch "der Hass pralle an ihm ab, sagt Kok. 'Wenn du Kanake bist und dann noch schwul, hast du schon mit so viel Scheiße zu kämpfen gehabt, dass dich nicht juckt, was irgendein Moritz auf Tiktok schreibt.'"
Weiteres: In der FRgratuliert Harry Nutt JoanBaez zum 85. Geburtstag, den diese am kommenden Freitag feiert. Besprochen wird StellaDonnellys Album "Love and Fortune" (FR).
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