
Auch in Italien wird über das
Urheberrecht diskutiert - auch über die "
Commons", ein Begriff der in den deutschen Mainstreammedien noch nicht angekommen ist. Enrico Grazzini
legt in einem interessanten Hintergrundartikel für
MicroMega den Begriff dar und bezieht sich dabei besonders auf die
Wirtschaftsnobelpreisträgerin von 2009,
Elinor Ostrom. Unter "Commons" fasst man Gemeingüter wie Luft, Wasser, aber etwa auch den Genpool der Natur und kulturelle Güter. Grazzini schließt: "Unserer Meinung nach sollte die Linke nicht nur das Recht auf
Zugang zu Gemeingütern und meritorischen Gütern verteidigen, sondern sich vor allem bemühen, Gemeinden die
Eigentumsrechte an Commons zu geben, die aber nicht als ein Recht auf Verbrauch dieser Güter, sondern als Recht zu ihrer strategischen und operativen Verwaltung verstanden werden. Auch sollte die Entstehung eines dritten Wirtschaftssektors gefördert werden.
Stiftungen und Genossenschaften sollten Gemeingüter wie die Umwelt, Kultur, Internet und Information bewahren und entwickeln."
Außerdem in
MicroMega: Einige Schriftsteller
werfen einen Blick auf
Morde an Frauen in den letzten Monaten: Wer waren die Frauen, welches waren die Motive der Mörder?
55 Frauen, so die Redaktion in der Einleitung, sind in Italien seit Beginn des Jahres umgebracht worden - von ihren Lebensgefährten. "Frauen umzubringen - die eigene Frau umzubringen - ist kein mildernder Umstand, wie er bis vor kurzem oft zugestanden wurde, sondern ein erschwerender Umstand", schreibt
Adriano Sofri, und erklärt, warum neben dem allgemeinen Begrff für Mord in Italien, "
omicidio" auch der neue Begriff "
femminicidio" stehen sollte.