
Was ist dran an dem Begriff der
Rasse? Rein
genetisch gesehen,
erklärt der
Biologe Richard Dawkins in einem Artikel, der in gekürzter Form den Inhalt seines Buches "The Ancestor's Tale" wiedergibt, unterscheiden sich die verschiedenen menschlichen Rassen weitaus weniger voneinander als verschiedene
Individuen. Doch bedeutet das, der Begriff der Rasse habe ausgedient, sei
irrelevant und ohne jede Aussagekraft? Nein, lautet Dawkins' klare Antwort. Im Gegenteil: Gerade die Tatsache, dass sich die geringfügigen genetischen Unterschiede zwischen den Rassen hauptsächlich in
hochsichtbaren Äußerlichkeiten niederschlagen, weise darauf hin, wie
kulturbestimmt die menschliche Spezies ist und wie wichtig es ist, die
Angehörigen der eigenen Kultur erkennen zu können. Es sei daher Unsinn, so zu tun, als sähe man keine Unterschiede zwischen den Rassen, wie ein amüsanter Vorfall, der sich bei einer wissenschaftlichen Tagung zugetragen hat, deutlich mache. "Zu Beginn der Tagung bat der Vorsitzende jeden von den Teilnehmern sich vorzustellen. Der Afrikaner -
der einzige Schwarze - trug eine rote Krawatte. Er beendete seine kurze Rede mit den Worten: 'Sie können sich leicht merken, wer ich bin.
Ich bin der mit der roten Krawatte.'" Einen
Auszug aus "The Ancestor's Tale" hat der Guardian
veröffentlicht.
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einjährigen Umerziehung beim Militär erzählt die jetzt in den USA lebende Chinesin
Yiyun Li, wie sie begriff, dass man im unterdrückten China nur ein Recht auf "den
Reißverschluss im Mund"
hat, und darauf, sich nicht aufzulehnen.
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