
In Großbritannien gibt es heute schon im Schnitt eine
Überwachungskamera pro zwölf Personen. Über neue technologische Entwicklungen auf dem Gebiet
informiert Philip Hunter. Zukunftsmusik sind noch die Pläne, Menschen an ihrem aus
DNA-Proben extrapolierten Äußeren auf Bildern zu erkennen. Anderes ist schon einsatzbereit: "Man kann heute Vorfälle bereits entdecken, während sie geschehen - und sogar davor. Forscher der Reading University haben eine Software für Überwachungskameras entwickelt, die zum Beispiel ein abgestelltes
Paket identifiziert und die Person, die es zurücklässt,
weiterverfolgt, so lange sie noch in Kamerareichweite ist. Diese Systeme nutzen Technologien, die vor zwanzig Jahren zunächst für Alarmanlagen erfunden wurden, und so programmiert sind, dass sie zwischen
unterschiedlichen Bewegungsformen unterscheiden und so jene, die als ungewöhnlich definiert werden, erkennen können - also zum Beispiel das Deponieren eines Gegenstands, der dann für einen bestimmten Zeitraum unbewegt bleibt; oder häufige Toilettenbesuche während eines Flugs. Mit letzterem hätte man möglicherweise den Detroit-Bomber erwischen können, noch bevor er seinen Attentatsversuch begann."
Außerdem: Einigermaßen schockiert
zeigt sich Peter Popham beim Anblick der Ausgrabungsstätten
Pompeji und Herculaneum. In einem gut recherchierten Artikel schildert er die Zustände hinter und vor den Kulissen: "Als Pompeji und Herculaneum 1997 auf die Unesco-Welterbeliste kamen, schrieben die zuständigen Inspektoren, dass die Stätte 'ein vollständiges und lebendiges Bild der Gesellschaft und des Alltagsleben zu einem spezifischen Zeitpunkt der Vergangenheit' böten, 'der auf der ganzen Welten ohne Parallele ist.' Heute jedoch sind die Städte
so heruntergekommen, dass man sich nur schwerlich noch vorstellen kann, was in diesen Ruinen einst geschah. Hunde streichen übers Gelände und kacken, wohin sie wollen. Die große Mehrzahl der Häuser ist so stark verfallen, dass keiner sie mehr betreten darf. Zerbrochene Zäune und Schilder zeugen von Erstarrung und Indifferenz."