Vorgeblättert

Kwame Anthony Appiah: Der Kosmopolit

Ausgewählte Leseproben.
04.09.2007. Globalisierung? Multikulturalismus? Kosmopolitismus? Der in Amerika lehrende, in England und Ghana aufgewachsene Philosoph Kwame Anthony Appiah untersucht diese Begriffe und Strömungen und legt eine "Philosophie des Weltbürgertums" vor: "Der Kosmopolit". Lesen Sie hier einen Auszug, ausgewählt
Hier können Sie neue Bücher lesen! Wir bieten - wie jede Saison - Vorabdrucke einer Auswahl von Neuerscheinungen aus dem Sommer- und Herbstprogramm 2007 der Verlage.

Bereits online ist u.a. der Bericht von Marina Litwinenko und Alex Goldfarb "Tod eines Dissidenten" , Romane von Margit Schreiner, Monika Maron, Jagoda Marinic, Tanguy Viel, Doris Konradi und Ulrich Peltzer und Leda Forgo, das gewaltige Werk "Leben und Schicksal" von Wassili Grossman, von Andre Gorz den "Brief an D." , die "Kleist-Biografie" von Gerhard Schulz und "Zwischen den Gängen" von A.J. Liebling.

Eine Liste mit allen Leseproben seit 2002 finden Sie hier.

Lesen Sie heute:

Kwame Anthony Appiah: Der Kosmopolit
Philosophie des Weltbürgertums
Aus dem Englischen von Michael Bischoff

C.H. Beck Verlag, München 2007
240 Seiten, gebunden, Euro 19,90

Erscheint am 17. September 2007

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Mehr Informationen beim C.H. Beck Verlag

Zum Buch: In einer Welt, die stärker verflochten ist als je zuvor, wendet sich Kwame Anthony Appiah sowohl gegen das Bild vom "Krieg der Kulturen" als auch gegen einen naiven Multikultirelativismus. Sein elegant geschriebenes Buch holt das klassische Ideal des "Weltbürgers" zurück in unsere Zeit - das Ideal eines Menschen, der über alle Grenzen hinweg an einer Tradition des kreativen Austauschs festhält. Appiahs kosmopolitische Ethik sucht eine Balance zwischen unserem Glauben an universale Werte und dem Respekt vor der Andersartigkeit nicht-westlicher Welterfahrung. Diese Balance wird am besten gewonnen durch "Konversation", ein Begriff, dem Appiah neue philosophische Dignität verleiht. Er umschreibt das einzige Instrument, mit dessen Hilfe wir nationale, religiöse oder kulturelle Formen der Differenz ausloten und uns zugleich an sie gewöhnen können. Nicht Konsens ist für den Weltbürger notwendig, sondern der Glaube an die Gemeinsamkeit des Menschseins in einer Welt von Fremden. Während Appiah in einer brillanten Kritik die Überbetonung der Differenz in der abendländischen Philosophie herausstellt, demonstriert er zugleich durch eine Fülle von Beispielen, auch aus seiner afrikanischen Heimat, wie ein modernes Weltbürgertum gelebt werden kann.

Zum Autor: Kwame Anthony Appiah (Homepage) geboren 1954 in London und aufgewachsen in Ghana, kehrte nach England zurück, als sein Vater vom Regime Nkrumah verhaftet wurde. Er studierte in Cambridge und bekleidet heute nach Professuren in Yale, Cornell, Duke und Harvard einen Lehrstuhl für Philosophie in Princeton.

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