Die
taz bringt heute ein Buchbeilage. Hier wird die französische Feministin
Manon Garcia interviewt, Autorin von "Wir werden nicht unterwürfig geboren. Wie das Patriarchat das Leben von Frauen bestimmt". Das Patriarchat ist für sie
strukturell, sagt sie im Gespräch mit Nina Rossmann. Eine Frau könne nicht sagen "Ich definiere mich
als Person, nicht als Frau": "Das ist wie zu sagen: 'Ich gehöre keiner gesellschaftlichen Klasse an.' Simone de Beauvoir würde das als eine
Form von Unaufrichtigkeit beschreiben. Als Frau denkt man nachts allein in der Metro darüber nach, dass man vergewaltigt werden könnte. Ein Heteromann macht sich darüber keine Gedanken. Man
kann nicht so tun, als ob das eigene Frausein keine Auswirkungen darauf hat, wer man ist."
Der amerikanische Historiker
A. Dirk Moses gehört zu den schärfsten Kritikern eines angeblichen Kults der
Singularität des Holocaust, der gerade in Deutschland obsessiv gepflegt werde. Bei
geschichtedergegenwart.ch bringt er
einen langen Essay unter dem Titel "Der Katechismus der Deutschen" dazu. Rührung empfindet er allein für die Chefs der mächtigsten deutschen Kulturinstitutionen, die sich in der "Initiative GG 5.3 Weltoffenheit" (unsere
Resümee) für die Zulassung von
BDS-Positionen stark machten: "Obwohl viele der Beteiligten Gegner des BDS sind, denken sie, dass man deshalb nicht
um seinen Arbeitsplatz oder die Teilnahme am öffentlichen Leben fürchten müssen sollte. Aus demselben Grund unterstützen einige von ihnen auch die Jerusalemer Erklärung zum Antisemitismus. Letztere tritt den erschreckenden Auswirkungen der IHRA Definition entgegen, für die sich die israelische Regierung stark macht."