In der
Zeit plädieren Jochen Bittner, Paul Middelhoff und Heinrich Wefing dafür, das
Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) zu verbessern, indem man es verschärft: "Zum einen muss das Gesetz klarstellen, dass die Netz-Konzerne
weder zu viel löschen dürfen noch zu wenig. Auch ein manifestes
overblocking müsste
mit Bußgeldern belegt werden. Zum anderen braucht es, wie vielfach schon im Gesetzgebungsprozess gefordert, eine
unabhängige Stelle, an die sich Nutzer wenden können, die überzeugt sind, ihre Beiträge seien zu Unrecht gesperrt oder gelöscht worden." Schätze, wir werden dafür eine Behörde aufbauen müssen.
Dinah Riese
differenziert in der
taz: "Nicht nachvollziehbares
Sperren und Löschen sind ein Problem, das nicht erst mit dem NetzDG in die Welt der sozialen Medien gekommen ist. Schon immer löschte Facebook Posts, entfernte YouTube Videos, blockierte Twitter-Beiträge. Meist auf Grundlage
eigener Regeln, die sehr vage formuliert sind."
Das
Internet hat alles verändert, das
Smartphone hat alles verändert, nun verändert die
Spracherkennung, die zunächst in Form von zuhörenden Lautsprechern in die Wohnzimmer einziehen, noch mal alles,
schreibt Sascha Lobo in seiner
Spiegel-Online-Kolumne. Auch
Facebook wolle jetzt so ein Ding bringen mit Videochat und Gesichtserkennung: "Hört sich
gruselig an, aber wenn sich etwas verändert hat in den letzten Jahren, dann die Grenze, ab der Durchschnittspersonen vernetzte Technologien gruselig finden. In jeder deutschen Fußgängerzone wäre man vor dreißig Jahren
blau geschlagen worden allein für die Frage, ob man eine '
Wohnzimmerwanze' kaufen würde, die jedes Wort nach Amerika funken kann."