Das (weitgehend von staatlichen Stellen finanzierte)
Luther-Jahr ist bisher ein gewaltiger Flop, Besucherzahlen bleiben weit hinter den Erwartungen zurück, schreibt Ralph Bollmann im Wirtschaftsteil der Sonntags-
FAZ: "Der Münchener Theologe
Friedrich Wilhelm Graf glaubt, dass die Kirche ihre Anziehungskraft im Jubiläumsjahr überschätzt hat. 'Die
sprudelnden Kirchensteuern bilden nicht ab, wie stark die tatsächliche Bindung an die Kirchen abnimmt', sagte er. 'Das sagt etwas über die Schwäche des kirchlichen Protestantismus in Deutschland aus.' Niemand fahre eigens ins abgelegene Wittenberg, um sich auf einer Wiese einen
unbekannten Prediger aus der Dritten Welt anzuhören. 'Ich kann nicht erkennen, was die Kirche mit dem Reformationsjubiläum eigentlich will.'"
Außerdem: In der
taz berichtet Ronald Berg über eine Diskussion zur Zukunft des
Museumsstandorts Dahlem, für den es nach dem beschlossenen Umzug der ethnologischen Sammlungen ins Humboldt-forum noch kein Konzept gibt.