In Frankreich werden das neue
europäische Leistungsschutzrecht für Presseverleger zuerst verwirklicht.
Google will allerdings nicht für die Anzeige von Snippets bezahlen und will Verlagen erlauben, freiwillig die Länge von akzeptierten Snippets einzustellen,
berichtet Freidhelm Greis bei
golem.de: "Einem
Bericht des französischen
Journal du Net zufolge haben 28 von 30 angefragten großen französischen Medien entschieden, aus Angst vor Trafficverlusten Google eine
Gratislizenz zu erteilen und weiterhin kurze Textausschnitte (Snippets) von Inhalten anzeigen zu lassen. Auch deutsche Medien hatten nach Inkrafttreten des deutschen Leistungsschutzrechts im Jahr 2013 Google eine Gratislizenz erteilt, anderen Suchmaschinen hingegen nicht." Die Verlage wollen sich allerdings wehren und Google zwingen zu bezahlen, das heißt, "einen
Kontrahierungszwang durchsetzen, den die EU-Urheberrechtslinie bewusst nicht vorgesehen hat".
Einige europäische Medienhäuser - oder Journalisten? - wenden sich in einem
offenen Brief gegen Google: "Wir Journalisten haben lange für diese Richtlinie gekämpft. Weil es teuer ist, qualitativ hochwertige Nachrichten zu produzieren. Weil die aktuelle Situation unhaltbar ist, in der Google den größten Teil der Werbeeinnahmen einstreicht, die es durch das
Abgreifen von Nachrichten erzielt."
Mehr dazu bei
Meedia.
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palästinensische Online-
Medien und Facebookseiten sind nach einem Urteil eines Gerichts in Ramallah
blockiert worden, mit der Begründung, sie hätten Symbole der Palästinensischen Autonomiebehörde "verunglimpft" ,
meldet Alexandra Föderl-Schmidt in der
SZ: "Die Pressefreiheitsorganisationen Reporter ohne Grenzen und International Press Institute kritisierten die Entscheidung. 'Diese unakzeptable Maßnahme scheint darauf ausgerichtet zu sein, Medien, die der Regierung kritisch gegenüber stehen, zu bestrafen. Webseiten zu blockieren ist klar ein Verstoß gegen das Recht auf Information', meint Sabrina Bennoui von Reporter ohne Grenzen. Die palästinensische Autonomiebehörde zeige damit, dass sie Medienpluralität nicht akzeptieren und
Opposition eliminieren wolle."