Jeremias Schulthess und Gabriel Brönnimann
veröffentlichen in der Basler
Tageswoche ein super ausführliches Gespräch mit dem Historiker
Philipp Sarasin, der ein Lieblingsfeind der
Blocher-Medien ist und auch von der
NZZ nicht so vorteilhaft
porträtiert wurde. Er
erklärt, warum er es jetzt vorzieht, sich in seinem eigenen
Blog geschichtedergegenwart.ch zu äußern (wo er unter anderem auch für die Gebühren für die öffentlich-rechtlichen Sender trommelt) : "Was wir machen, ist auch eine Reaktion auf die
Mediensituation in der Deutschschweiz, mit der
Weltwoche und der
Basler Zeitung weit rechts außen und der
NZZ auf dem Weg dorthin. An sich hätten wir als Professoren und Professorinnen grundsätzlich die Möglichkeit,
Feuilletontexte in einer Zeitung unterzubringen. Aber wir wollten das nicht mehr für die
NZZ oder den
Tages-Anzeiger tun, sondern wollten
etwas Eigenes machen, nicht zuletzt, um unabhängig zu sein."
Etwas Schlimmes ist beim
WDR passiert, wo die Intendanz bekanntlich beschlossen hat, auf den Druck der Zeitungsverleger zu reagieren und den Umfang von
Onlinetexten zu begrenzen. Nun zirkuliert in den endlosen Gängen des Senders ein Papier, in dem
laut taz "genau definiert ist, wie lang Artikel künftig sein dürfen: 1.500 Zeichen für Nachrichtentexte, 2.500 Zeichen für Hintergrundberichte. Wer dies überschreite, dem drohten '
Depublikation und
persönliche Konsequenzen'." Und der Wahnsinn: Das Papier ist zwar vom Büro des Onlinebeauftragten für Hörfunk ausgegeben, scheint aber von einem
freien Mitarbeiter zu sein, so dass es laut Intendanz ohnehin ungültig ist. "Die Redakteursvertretung des WDR ist
trotzdem sauer. In einer Mail an den Intendanten Tom Buhrow schreibt sie: 'Fassungslos sind wir über die Art und Weise der internen Verbreitung des Beschlusses: Ein
freier Mitarbeiter […] erlässt eine 'Dienstanweisung'."