9punkt - Die Debattenrundschau - Archiv

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9punkt - Die Debattenrundschau vom 20.06.2023 - Medien

Nach SZ-Informationen sollen rund 200 Stellen bei der Bild gestrichen werden, berichtet Anna Ernst, die einen Blick in die Mail an die Mitarbeiter werfen konnte. Nach knapp tausend Wörtern heißt es: "Wir trennen uns von Produkten, Projekten und Prozessen, die wirtschaftlich nie wieder erfolgreich werden können. Wir müssen uns damit leider auch von Kollegen trennen, die Aufgaben haben, die in der digitalen Welt durch KI und/oder Prozesse ersetzt werden oder sich in dieser neuen Aufstellung mit ihren derzeitigen Fähigkeiten nicht wiederfinden." (…) Redaktionell trifft die Axt offenbar vor allem die Regionalbüros der Bild: Die Regionalausgaben sollen von 18 auf zwölf reduziert werden, um ein Drittel."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 19.06.2023 - Medien

Im Interview mit der NZZ erklärt der Medienanwalt Thomas Höppner, warum Google den Zeitungen seiner Ansicht nach Millionen schuldet: Anderes als früher will es die Nutzer gar nicht mehr auf andere Seiten weiterleiten, sondern versucht, sie auf der Googleseite zu halten, meint er. "Gehen Sie zum Beispiel einmal auf die Startseite der Google-App. Dort finden Sie eine vorinstallierte, regelmäßig personalisierte Nachrichtenübersicht. Das nennt sich Google Discover. Dort kann man mal schnell einen Überblick erhalten, was denn Neues passiert ist. Dafür brauche ich gar keine Suchanfrage mehr zu stellen. Nur wenn mich etwas im Detail interessiert und ich Zeit habe, dann klicke ich weiter. ... Bisher konnten einige argumentieren, das System schaffe eine Win-win-Situation: Du wirst mit Teilen deiner Inhalte angezeigt, dafür bekommst du aber einen Klick. Das ist seit Chat-GPT und neueren Systemen wie Bard von Google und Bing-AI von Microsoft vorbei. Diese Dienste fassen ganze Artikel in wenigen Sekunden so umfassend zusammen, dass niemand mehr auf die Quelle klicken muss, um Details zu erfahren."

Der Springer Verlag plant einen massiven Stellenabbau bei der Bild-Zeitung, meldet das Handelsblatt. "Einige Regionalbüros sollen geschlossen, andere zusammengelegt werden, erfuhr das Handelsblatt von mehreren Unternehmensinsidern. Auch der 2021 gestartete Fernsehkanal Bild TV soll weiter schrumpfen. Dieser Umbau soll zu einem erheblichen Stellenabbau führen. Betroffen seien Beschäftigte in dreistelliger Höhe, heißt es in Unternehmenskreisen. Die ungefähr 600 Beschäftigten in der Redaktion von Europas größter Boulevardzeitung sollen am Montag über die Pläne informiert werden, heißt es intern."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 17.06.2023 - Medien

Cover: M. Der Mann der VorsehungFür Antonio Scurati, Autor des Mussolini-Romans "M. Der Mann der Vorsehung", der in der SZ schreibt, ist Berlusconi die Inkarnation der von den Unterhaltungsmedien produzierten totalen Simulation: "Die Reduzierung der Welt auf das Abbild der Welt, des Lebens auf den Konsum an sich und der Realität auf Waren kennt keine Grenzen... Für diesen Traum ist ein hoher Preis gezahlt worden. In den dreißig Jahren der Berlusconi-Trugbild-Domäne ist die Staatsverschuldung explodiert, der Planet hat sich furchtbar überhitzt, Europa ist wieder zu einem Schlachtfeld geworden."

Michael Braun wirft in der taz allerdings einen eher ernüchternden Blick auf das inzwischen darbende Medienimperium Silvio Berlusconis: "Sein politischer Abstieg - Forza Italia holte bei den letzten Parlamentswahlen nur noch 8 Prozent - verlief im Gleichschritt mit unternehmerischem Niedergang. Vor sechs Jahren hatte Mediaset noch einen Börsenwert von 10 Milliarden Euro, doch mittlerweile ist sie auf nur noch 1,7 Milliarden abgestürzt. Und wurde die Mediaset-Aktie im Sommer 2021 noch mit 3 Euro notiert, so war sie unmittelbar vor Berlusconis Tod nur noch 65 Cent wert. Dabei liegen die Einschaltquoten immer noch bei rund 35 Prozent, fließen auch genügend Werbeeinnahmen, um Gewinne zu sichern."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 16.06.2023 - Medien

Schon 2018 lag die AfD in Umfragen mal bei 17 Prozent, versucht Marlene Knobloch im Aufmacher des SZ-Feuilletons zu beruhigen: "Da juckte die Debatte kaum jemanden. Inzwischen vermelden Medien die neuesten Umfragewerte der AfD wie Temperaturrekorde. Ruft man als blitzalarmierte Demokratin bei einem Politikwissenschaftler an, der sich mit Wahlforschung beschäftigt, rät ausgerechnet der sehr freundlich zu 'punktueller Gelassenheit'. Professor Frank Brettschneider nennt Momente wie diesen eine 'Medienschwelle'. Klettert die AfD in einer Umfrage von 16 auf 17 Prozent, interessiert das niemanden, passiert das bei 17 auf 18 wie in jener Umfrage und liegt gleichauf mit der latent geschädigten SPD, dann sei eine 'Medienschwelle' erreicht."

Auf die Frage, wie sich Berlusconis Tod auf die Senderkette Pro Sieben Sat 1 auswirken werde, wusste Bert Habets, seit November Chef der Senderkette, an der die von der Berlusconi-Familie kontrollierte Holding Media For Europe (MEF) mehr als 25 Prozent der Aktien hält, keine Antwort, berichtet Thomas Fromm in der SZ. Aber so viel ist klar: "Die Senderkette baut wohl mindestens mehrere hundert Jobs ab. … Wirklich klar ist bis jetzt nur eine strategische Ausrichtung: Sowohl die Italiener wie auch der zweitgrößte Investor, die tschechische PPF-Gruppe der Milliardärin Renata Kellnerova, drängen darauf, die Sender noch mehr als bisher entlang quotenträchtiger Unterhaltungsformate auszurichten."

Weiteres: Vor allem in Regionen im Osten und Norden Deutschlands droht ein Zustellungsstopp gedruckter Zeitungen, zudem werden viele Print-Abonnenten sterben, informiert Christian Meier in der Welt und beklagt, dass die noch unter Merkel beschlossene und im aktuellen Koalitionsvertrag festgehaltene Zustellförderung einfach nicht kommen will. Der Presserat hat den Verleger der Berliner Zeitung, Holger Friedrich, wegen Informantenverrats gerügt, berichtet Michael Hanfeld in der FAZ. Friedrich hatte Julian Reichelt, der sich mit internen Springer-Material an ihn gewendet hatte, an Springer Verleger Mathias Döpfner verpfiffen (unsere Resümees).

9punkt - Die Debattenrundschau vom 15.06.2023 - Medien

Beim RBB selbst legt Gabi Probst weitere überraschende Gepflogenheiten der schon legendären ehemaligen Intendantin Patricia Schlesinger offen. Sie machte gern Geschenke, mit Vorliebe an einflussreiche Figuren in ihrem Umfeld, auch an Mitglieder von Kontrollgremien - und stets natürlich über die RBB-Kasse abgerechnet: "Wolf Dieter Wolfs Aufgabe als Verwaltungsratsvorsitzender ist es, Patricia Schlesinger und die Geschäftsleitung zu kontrollieren - gemeinsam mit den anderen Verwaltungs- und Rundfunkratsmitgliedern. 2020, so geht es aus RBB-internen Abrechnungen hervor, bekommt er auf Kosten des Senders anlässlich seines Geburtstages Blumen und Torte und drei Flaschen Rotwein für rund 90 Euro. 2022 sind es vier Flaschen für 157 Euro."

Pro Sieben Sat1 möchte mit Unterstützung der Organisation der Mediaagenturen (OMG) eine gemeinsame Mega-Mediathek schaffen, die sowohl private als auch öffentlich-rechtliche Sender umfasst, meldet Lisa Priller-Gebhardt auf den Medienseiten der SZ. Denn: Den Sendern gehen nicht nur Zuschauer verloren, auch die Werbeeinnahmen sind eingebrochen, schreibt sie: "Obwohl der Umfang an Werbegeld durch die gewachsene Nachfrage nach Bewegtbild gestiegen ist, hat die deutsche Fernsehwirtschaft wenig davon. Laut OMG lagen die Werbeeinnahmen im klassischen linearen Fernsehen 2022 bei knapp vier Milliarden Euro, sieben Prozent weniger als im Vor-Pandemie-Jahr 2019. Dagegen wandert viel Geld zu Google, Facebook und Amazon. 'Das System ist in eine Schieflage gekommen, weil das Geld vorwiegend in die Kassen der internationalen Platzhirsche fließt', sagt Dorothee Belz. Sie ist Rechtsanwältin und unterstützt die Mediaagenturen der OMG. Die kümmern sich um die Platzierung der Budgets von Werbekunden wie Nestlé und Nike." Und wie soll das aussehen? Werbegelder aus den Schmonzetten der Öffentlich-Rechtlichen unterstützen die darbenden Privaten?

9punkt - Die Debattenrundschau vom 13.06.2023 - Medien

Vor anderthalb Jahren hatte der Filmhistoriker Armin Schäfer in der Zeit offengelegt, dass der ARD-Programmdirektor und Filmproduzent Hans Abich Mitglied in der NSDAP war und dies zeitlebens verschwieg. (Unser Resümee) Inzwischen bestätigt ein von der Historischen Kommission der ARD in Auftrag gegebenes Gutachten des Kommunikationwissenschaftlers Thomas Birkner die Funde zu Abich. Wesentliche Dokumente, etwa Abichs Entnazifizierungsakte oder ein einschlägiger, 1941 für die "Nachrichten des Auslandswissenschaftlichen Instituts" verfasster Artikel werden allerdings weiterhin schlicht übersehen, stellt Schäfer in der Welt fassungslos fest. Angesichts eines solchen Gutachtens der ARD erstaunt es Schäfer allerdings nicht, dass er bei weiteren Intendanten der Rundfunkanstalten gravierende Lücken zu deren NS-Vergangenheit entdeckt, darunter unter anderem NDR-Intendant Walter Hilpert, BR-Intendant Christian Wallenreiter, dessen Vorgänger Franz Stadelmayer, HR-Intendant Wolfgang Lehr, NDR-Intendant Gerhard Schröder oder Klaus von Bismarck, Intendant des WDR. "Es wäre wünschenswert, wenn die ARD die Aufarbeitung ihrer Vergangenheit ernsthafter handhaben würde. Dass scheinbar zu keinem ihrer NS-belasteten Intendanten auch nur Mindeststandards bezüglich der Fakten publiziert sind, spricht Bände."

Zum Tod des amerikanischen Fernsehpredigers Pat Robertson, der vergangene Woche im Alter von 93 Jahren starb, erinnert Claus Leggewie in der FR an einen "militanten Rechtsgläubigen, der das Evangelium für äußerst weltliche Zwecke politischer Macht und schnöden Mammons missbraucht hat" und der die Trennmauer zwischen Religion und Politik zu Fall zu bringen versuchte: Robertson und andere Protagonisten der Religious Right "erhoben weiße Evangelikale zur Vorhut der White Supremacy, indem sie die mystifizierte Gründung der Nation durch fromme anglo-irische Pilger adressieren, von denen auch Robertson abstammt. Die religiöse Retro-Vision driftete zunehmend in rassistische und sexistische Weltanschauungen ab und stürmte die Grand Old Party der Republikaner, die einmal ein Hort des säkularen Mainstream-Protestantismus waren."

Tapfer wehrt sich der RBB gegen politische Einflussnahme, meldet turi2. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke hatte bescheidenere Intendentengehälter angeregt: "Er wäre 'dankbar', wenn die Mitglieder die Hinweise der Rechnungshöfe zur Deckelung des Gehalts künftiger RBB-Intendanten bei der 'anstehenden Neubesetzung' der Stelle 'prüfen und berücksichtigen' würden, heißt es in dem achtzeiligen Schreiben von Donnerstag. Demnach würde der neue Intendant jährlich um die 177.000 Euro erhalten. Sabine Jauer, Mitglied der Findungskommission und Vorsitzende des RBB-Personalrats, nennt das Schreiben 'dreist', es verstoße gegen das Gebot der Staatsferne."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 05.06.2023 - Medien

Wie geht's eigentlich dem Gonzo-Journalismus in Zeiten von Social Media, fragt Daniel Haas in der NZZ nach der Pleite von Vice Media und blickt zurück auf eine Geschichte mit Höhen und Tiefen.
Stichwörter: Social Media

9punkt - Die Debattenrundschau vom 01.06.2023 - Medien

Helmut Hartung liest für die FAZ eine Studie des Medienwissenschaftlers Janis Brinkmann über das öffentlich-rechtliche Jugendmedium Funk, das sich vor allem auf Youtube tummelt und immerhin mit 45 Millionen Euro jährlich finanziert wird. Richtig überzeugt scheint Brinkmann, der seine Studie für die Otto-Brenner-Stiftung verfasste, nicht zu sein: "Als häufigste Formen, stellt die Untersuchung fest, treten Personen- (Porträt-), Milieu- und Rollenspiel-Reportagen (Selbstversuche) auf; 95,7 Prozent der untersuchten Reportagen enthalten dazu - genre-untypisch - die explizite Meinung der Reporter vor der Kamera. Protagonisten (zusammen 54 Prozent) und Reporter (31,7 Prozent) sind die häufigsten Akteure: Während beispielsweise Experten oder Bürger nur am Rande vorkommen, ist für die meisten Beiträge eine Kombination aus Reporter und Protagonist charakteristisch... Andere Quellen, insbesondere nonpersonale wie Dokumente, würden dagegen deutlich seltener nachvollziehbar eingebunden."
Stichwörter: Funk

9punkt - Die Debattenrundschau vom 30.05.2023 - Medien

Nach dem Antisemitismus-Skandal bei der Deutschen Welle (Unser Resümee) kann Moritz Baumstieger (SZ) nur den Kopf darüber schütteln, dass die DW zum siebzigsten Jubiläum in ihrer Zeitschrift Weltzeit ausgerechnet einen Artikel von Kenneth Roth unter dem Titel "Reasseessing the approach to Israel" (Die Betrachtungsweise Israels überdenken) veröffentlicht: Dort "führt der frühere Direktor von Human Rights Watch aus, warum er den Begriff der 'Apartheid' für die Lebensrealitäten in Israel angemessen findet. Den Begriff möchte Kenneth Roth nicht als 'historische Analogie zu Südafrika' verstanden wissen, sondern als 'vorsichtige Analyse der Fakten' im Kontext des internationalen Rechts. (…) Weil Gegner Israels den Begriff aber weniger im Sinne von völkerrechtlichen Analysen verwenden, sondern eher zur gezielten Delegitimierung des jüdischen Staates, 'macht sich die DW den Begriff 'Apartheidstaat' in ihrer Berichterstattung nicht zu eigen', wie eine Sprecherin auf SZ-Anfrage mitteilt. Für externe Gesprächspartner gelte diese Regel aber nicht, im Sinne der Meinungs- und Pressefreiheit biete 'DW vielfältigen Meinungen ein Forum, die jedoch immer als Meinungsbeiträge gekennzeichnet sind'".

Ganz nachvollziehen kann Christian Meier in der Welt die Entscheidung für Dirk Kurbjuweit als neuen Spiegel-Chefredakteur nicht: "Kurbjuweit steht vor allem für die klassische Spiegel-Kultur und weniger für Aufbruch und digitale Innovation. (…) Dass es überhaupt zu einem Wechsel an der Spitze des Spiegel kommt, hat seine Ursache in einem Machtkampf, der sich hinter den Kulissen des Verlags abspielt. So soll es in den vergangenen Monaten zunehmend zu Auseinandersetzungen zwischen Klusmann und Stefan Ottlitz gekommen sein, einem von zwei Geschäftsführern des Verlags. Zwar konnte die Geschäftsführung eine gute Bilanz für das vergangene Jahr verkünden, mit einem Gewinn über 40 Millionen Euro, verbunden mit einem Dank auch an die Chefredaktion. Tatsächlich geht es aber um die Frage, wer bei der Umsetzung der digitalen Transformation im Haus die Richtung vorgibt - die Geschäftsführung oder die Chefredaktion. Die Mitarbeiter KG, die 50,5 Prozent und damit eine Mehrheit am Verlag besitzt, hat sich offenbar auf die Seite der Geschäftsführung und gegen den aktuellen Chefredakteur gestellt."

Außerdem: Im NZZ-Gespräch mit Marc Neumann verteidigt der amerikanische Reporter Seymour Hersh nachdrücklich seine These, nach der die USA die russische Gasleitung Nord Stream gesprengt haben sollen.

9punkt - Die Debattenrundschau vom 27.05.2023 - Medien

In der NZZ wirft Benedict Neff seinen journalistischen Kollegen, vor allem bei Spiegel und Zeit, in #MeToo-Fragen journalistische Standards über Bord geworfen zu haben. Geschichten stützen sich oft nur auf anonyme Quellen, werden mit viel Konjunktiv erzählt, halten sich dann aber jede Hintertür offen: "Im Grunde agieren die Aufdeckungsjournalisten ähnlich wie die Witwenschüttler im Boulevard, die Hinterbliebene aufsuchen und ausfragen, um aus ihrem Unglück Geschichten zu schreiben. Man macht Opfer-Journalismus, geht ganz nahe ran, kreiert emotionale, schockierende Schlagzeilen und versucht das Publikum aufzurütteln. Wie die Boulevard-Medien legitimieren auch die sogenannten Qualitätsmedien ihr Vorgehen mit dem guten Zweck. Der Einzelfall, liest man oft, steht nicht für sich allein, sondern für ein 'toxisches System' in der Medien- oder der Kulturbranche. Die moralischen Werte der Witwenschüttler blieben stets zweifelhaft, anders ist es mit denen der Qualitätsjournalisten. Sie werden von einer aktivistischen Basis getragen, die den Hinweis #MeToo als ein Gütesiegel von Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit liest."

Derartige Vorüwrfe könnten auch beim Rauswurf von Spiegel-Chef Steffen Klussmann eine Rolle gespielt haben, wie Philipp Bovermann und Anna Ernst in der SZ vermuten: "Medienanwalt Christian Schertz, der in mehreren Fällen gegen den Spiegel vorgegangen war, sagt über Klusmann: 'In seiner Amtszeit wurden zunehmend Grundsätze journalistischer Sorgfaltspflicht missachtet und reißerische Geschichten veröffentlicht.'"