Rupert Murdoch, der Mann, der
Brexit und Trump möglich machte und jüngst den Plattformkonzernen Google und Facebook eine Linksteuer aufzwang, wird in den nächsten Tagen neunzig Jahre alt. Er ist immer noch obenauf, regiert aber ein durch Verkäufe verkleinertes Imperium, schreibt ein Reporterteam in der
Financial Times (Link über
diesen Tweet). Noch ist nicht klar, wie er das Erbe weitergibt, und "in den letzten Monaten haben sich
einige Risse aufgetan. Die Demokraten sind wieder an der Macht. Den
Fox News und einer Handvoll prominenter Moderatoren steht ein 2,7-Milliarden-Dollar-Prozess über ihre angebliche Rolle in der Verbreitung der
falschen Theorie über gefälschte Wahlen bevor.
Donald Trump, das größte Marketing-Tool bei
Fox, ruft manchmal noch an. Aber die
Quoten sind gefallen, Ergebnis einer ruhigeren Nachrichtenlage und des Zerfallens des konservativen Publikums, das jetzt zum Teil randständige Medien wie Newsmax bevorzugt."
Gina Thomas berichtet in der
FAZ über den Krieg, den die Tories und konservative Medienhäuser gegen die
BBC führen. Aber die Anstalt ist auch unabhängig davon in der Krise: "Umfragen bestätigen, dass sich immer weniger Zuschauer, insbesondere die den Brexit befürwortende Arbeiterschicht im Norden, von der
BBC repräsentiert fühlen. Die Rundfunkgebühr beruht auf dem Prinzip der Universalität: Jeder zahlt und jeder bekommt etwas dafür. Der Sender wird jedoch zunehmend als Domäne eines blasierten, linksliberalen, metropolitanen Gruppendenkens angegriffen, dem es im Getöse über Vielfalt und Inklusivität an Denkvielfalt fehle."
Auch die
taz nimmt jetzt
Geld von Google und Facebook,
meldet die Zeitung in eigener Sache: "Die Summen, die Facebook und Google uns zahlen, sind
nicht so hoch, dass wir von ihnen abhängig werden könnten. Auch werden weder Google noch Facebook
Einfluss auf die Berichterstattung haben." Ebenfalls in der
taz berichtet Anne Fromm über die jüngste Krise des
Neuen Deutschland, das die Linkspartei wohl gerne abstoßen würde.
Außerdem:
Donald McNeil, den die
New York Times feuerte, weil er in einer Diskussion mit Studenten über das Wort "Negro" dieses Wort ausgesprochen hatte, erzählt in einem
allzu epischen vierteiligen Artikel bei
Medium seine Version der Geschichte.