"Radix", 2021, Marco Schuler. Bild: Marco Schuler In monopol ist Katharina Cichosch entzückt von den "liebenswert geheimnisvollen Wesen", denen sie in Marco Schulers Ausstellung "Go!Go!Go!" in der Kunsthalle Darmstadt begegnet: "Im großen Raum wartet so eine ganze Armada reizender Entitäten in fabelhaften Farbräumen auf; Gespenster, Aliens, Tiere, Fratzen, Pilzhüte oder Quallen mit Füßen, Märchenfiguren und Fabelwesen, manche menschlicher als andere, die aus Dachluken schauen, sich zur Cheerleader-Pyramide formieren oder vor neonfarbig illuminierten Schlössern marschieren … Viele blicken geradezu schmerzvoll aufgeschlossen in die Welt (in anderen Kontexten wurde dafür das Wort 'verstrahlt' erfunden). Alles, was wir unseren Mitmenschen so andichten und auf sie projizieren, es scheint sich in Schulers Figurencast zu manifestieren."
Andreas Müller-Pohle, ZKM
Freddy Langer stellt in der FAZ den Fotokünstler Andreas Müller-Pohle vor, dessen Archiv das ZKM Karlsruhe gerade erworben hat: "Sein Programm nannte er 'Visualismus' und seine radikalste Serie 'Transformance'. Dafür nahm er zehntausend Fotos auf, ohne je durch den Sucher der Kamera zu blicken oder den Apparat auch nur ruhig zu halten. So entstanden verwischte Weltfetzen, in denen nur hin und wieder Andeutungen eines Möbelstücks oder einer Person zu erahnen sind, stattdessen aber die Dynamik des Aufnahmeprozesses in kontrastarme Schlieren gerann." Das theoretische Gerüst für sein Werk fand Müller-Pohle in den Schriften Vilém Flussers, mit dem ihn zeitlebens eine tiefe Freundschaft verband, so Langer: "Was sich in seinem Archiv befand, war deshalb nicht weniger als ein Gesamtpaket der Auseinandersetzungen mit den Möglichkeiten des technischen Bildmediums - bis hin zur Grundlage für eine Philosophie der Fotografie."
Weitere Artikel: In der monopolgibtFrédéric Bußman einen Ausblick auf seine Vorhaben als neuer Leiter der Staatlichen Kunsthalle in Karlsruhe. Ebenfalls in monopollöst Alicja Schindler das Rätsel um die seltsamen Instagram-Posts der im Moment geschlossenen Berlinischen Galerie: Urheber ist der Meme-Künstler Cem A., der mit seiner Aktion "Thank you for your understanding" auf das Prekariat vieler Künstler hinweisen, aber auch Institutionskritik betreiben will. Man hat nun herausgefunden, vor welcher Landschaft die "Mona Lisa" gemalt wurde, verkündet der Standard: Forscher haben im Hintergrund von Leonardo Da Vincis Werk die Romito-Brücke in der toskanischen Provinz Arezzo identifiziert.
Besprochen werden die Ausstellung "Caspar David Friedrich und die Vorboten der Romantik" im Museum Georg Schäfer in Schweinfurt (FAZ), die Ausstellung "Oskar Kokoschka. A rebel from Vienna" im Guggenheim-Museum Bilbao (Standard) und die Vermeer-Ausstellung im Rijksmuseum in Amsterdam (tsp) (die Ausstellung ist ausverkauft, die Werke können jedoch online besichtigt werden).
In der FAZ freut sich die Bild-Designerin Sabine Paries über die neuen Möglichkeiten der KI-generierten Fotografie: "Das, was wir in der KI-Bildgestaltung sehen, ist eine Weiterentwicklung in fraglos völlig anderen Dimensionen, aber eine Fortführung im Bestreben nach Perfektion." Im Welt-Interview hatte gestern der Künstler Boris Eldagsen, der mit seinem Bild beim Sony Award den Trubel ausgelöst hatte, berichtet, dass die Foto-Branche geradezu in Schockstarre verfallen sind über die Möglichkeit der Promptografie, also durch Text-Befehle Bilder zu erzeugen: "Generierte Bilder kosten nicht nur weniger, es gibt auch keine juristischen Probleme mit Persönlichkeits- und Urheberrechten."
Besprochen wird die Ausstellung "Indigo Waves and Other Stories" im Gropius Bau und im Savvy Contemporary in Berlin (mit der Kuratorenteam Natasha Ginwala und Bonaventure Soh Bejeng Ndikung auffallend vorsichtig und "ästhetisch leise" den Blick weg von Europa und hin zum "Afrasischen Meer" dezentriert, wie taz-Kritikerin Amelie Sittenauer bemerkt).
Juan Muñoz: "Alles, was ich sehe, wird mich überleben", Ausstellungansicht. Foto: Sala Alcala In der FAZ freut sich Carlota Brandis, dass Spanien mit gleich mehreren Ausstellungen - die erste in der Sala Alcala in Madrid - den Bildhauer Juan Muñoz ehrt. In Muñoz, der vor Franco nach Frankreich geflohen war, entdeckt sie den Künstler als Erzähler: "Er löste sich von der vorherrschenden bildenden Kunst, indem er die vom Barock geprägte figurative Bildhauerkunst zurückbrachte. Muñoz' neuartiger, sensibler Realismus in der menschlichen Figur ließ seine Installationen in der neoexpressiven und von Provokationen beherrschten Kunstepoche herausstechen. Die von ihm erzeugte Spannung zwischen Fiktion und Realität, zwischen Kunstobjekt und Betrachter hinterfragte den Status quo. Noch zu Lebzeiten wurden dem Maler und Bildhauer Schauen in Europa und Amerika gewidmet."
Besprochen werden außerdem die Ausstellung "Fire" im Fotografie Forum Frankfurt (FR) und eine Werkschau des ostdeutschen Fotografen Manfred Paul im Berliner Haus am Kleistpark (Tsp)
"Kommerzielle Galerien leisten, was Museen und Ausstellungshallen oft nicht mehr können oder wollen, weil die Mittel fehlen und manchmal auch der Mut", bemerkt Peter Richter in der SZ nach seinem Besuch beim wenig marktgängigen Berliner Gallery Weekend, das ihm wie eine "Art Documenta" erscheint: "Die Arbeit, die Hito Steyerl aus Protest gegen die antisemitischen Ausfälle auf der vergangenen Documenta in Kassel zurückgezogen hat, ist jetzt in veränderter Form bei Esther Schipper zu sehen. Virtuelle Höhlenwanderungen auf Riesen-Screens, Bewegungssensoren, Pflanzen in Glasballons, Steinfindlinge, Filmisches über John Maynard Keynes, über Bitcoins aus Käse sowie Schafhirten, die sich als Wölfe verkleiden, und das meist in Computerspiel-Ästhetik: Noch bevor man sich über das Inhaltliche überhaupt Gedanken machen kann, wird man von dem schieren Aufwand fast erschlagen. Dabei sind nur die Glasballons mit den Pflanzen verkäuflich, und der Erlös geht an Erdbebenopfer in der Türkei." Für den Tagesspiegelstreift Michaela Nolte über die Messe Paper Positions. Das Monopol Magazin hat zwölf Highlights zum Gallery Weekend zusammengestellt.
Außerdem: Der Tspberichtet von der Enthüllung von Markus Lüpertz' 14-teiligem Keramik-Zyklus in der Karlsruher U-Bahn. Besprochen werden Birgit Schulz' Dokumentarfilm über Helge Achenbach (FAZ) und die Ausstellung "Futurails. Wege und Irrwege auf Schienen" im DB-Museum Nürnberg (FAZ)
Nicole Eisenman: The Triumph of Poverty. Bild: ICA Philadelphia. Offenbar ist der Gegenwart nur mit "Perversion" beizukommen, lernt Catrin Lorch bei Nicole Eisenman, der das Münchner Museum Brandhorst , derzeit die Ausstellung "What happened" ausrichtet. Mit "monumentaler, fieser Virtuosität" beeindrucken sie etwa Eisenmans Arbeiten über den Zustand der amerikanische Gesellschaft: "Ein fast akademischer Wirbel in Blau legt sich um das Bild vom Limonadenstand, dem klassischen Self-Made-Mythos. Nur sind es keine Engel oder Blumen, sondern eine Gruppe Pfadfinderinnen, die sich gelb leuchtenden Urin abzapfen und in den jungen Wirtschaftskreislauf einspeisen." Auch die Verweise auf Meister wie Tintoretto oder Breughel erkennt Lorch: "Auf 'The Triumph of Poverty', entstanden im Jahr 2009, hängt eine überladene Familienkutsche im Straßengraben vor verlassenen Holzhäusern fest. Davor steht ein Banker mit heruntergelassenen Hosen, er schleift noch einen zwergenkleinen Aufmarsch hinter sich her, unübersehbar Breughels 'Blindensturz' spiegelnd."
Außerdem: Für die FRresümiert Lisa Berins einen Vortrag des israelischen Soziologen Natan Sznaider im Rahmen der "Hearing"-Reihe des Lehr- und Forschungszentrums "Erziehung nach Auschwitz" und der Jüdischen Akademie an der Frankfurter Goethe Universität. Der Debatte um die documenta 15 mangelte es an der Fähigkeit der Ambiguitätstoleranz, sagt er, hält dann aber fest: "Gegen politischen Aktivismus kann man nicht diskutieren."
Konnte Helge Achenbach im Grunde gar nicht anders, als den Aldi-Erben Berthold Albrecht um Millionen zu betrügen? Das jedenfalls scheint Birgit Schulz' Dokumentarfilm nahezulegen, in dem Peter Richter in der SZ vor allem Düsseldorf und die Gier des Kunstmarkts am Pranger sieht. Achenbach ist indes zu sehen als "Mann, der erst als Robin Hood und jetzt als PR-Mann in eigener Sache unterwegs ist: bisschen larmoyant, bisschen selbstgerecht, und dann doch unverbesserlich, aber am Ende noch am sympathischsten von allen, die man sonst so zu sehen kriegt. Denn es ist für solche Filme inzwischen geradezu typisch, dass sie ins Genre des Schelmenromans spielen, wo ein dreister, aber doch irgendwie anrührender Held lediglich die Irrsinnigkeit der Welt ausnutzt und offenlegt. In diesem Fall ist das die der Kunstwelt, die oft genug von deren eigenen Protagonisten bekopfschüttelt wird." In der FRvermisst auch Daniel Kothenschulte eine Position zur "Ethik des Kunstmarkts, auch über dokumentarische Ethik ließe sich diskutieren: Weite Strecken des Films, die Achenbach in seiner erfolgreichsten Phase und im Gefängnis zeigen, wurden aus dem Material einer RTL-Produktion gekauft, ohne die Quelle jedoch wie üblich einzublenden. Anderes Archivmaterial, das die Sicht der Albrecht-Witwe Babette wiedergegeben hätte, wurde nicht erworben."
Bild: Marc Camille Chaimowicz: The Hayes Court Sitting Room, October 2022. Courtesy of the artist and Cabinet, London. Foto: Mark Blower. "Wie schön anders Kunst sein kann" erfährt Hans-Jürgen Hafner (taz) in der Ausstellung "Nuit américaine" mit Werken von Marc Camille Chaimowicz im Brüsseler Kunsthaus WIELS, etwa in der Arbeit "The Hayes Court Sitting Room" (1979-2023): "In diesem Raum mit handgemachten Tapeten, dem sorgsam ausgewählten, teils selbst entworfenen Mobiliar, den Büchern und Bildern, dem Tisch mit Alkoholika hat der Künstler jahrzehntelang gelebt. Jetzt ist dieses Environment in vier Teile zerschnitten, die Wände wie ein Filmset aufgefächert, die abgenutzten Requisiten dabei fast aufdringlich real exponiert und dennoch künstlich entrückt. Wie bei echten Reliquien auch bleibt Nicht-Eingeweihten unklar, wo ihr Nutzen, wo ihr Wert liegt - was ihre Aura nicht schmälern muss."
Außerdem: Moritz von Uslar ist für die Zeit mit Maike Cruse, Chefin des Berliner Gallery Weekends, schonmal durch ein paar Berliner Galerien gezogen: "Wenig Marktgängiges, Internationalisierung, Politisierung, Diskursnähe (Rassismus, Blackness, Wokeness), das seien so die Stichworte in diesem Jahr, so Cruse." Ebenfalls in der Zeit erzählt Hanno Rauterberg eine kleine Geschichte der großen Kunst-Unfälle.
Roberto Cuoghi: "Imitatio Christi". Foto: Alessandra Sofia / La Biennale di Venezia Als "Genie des Morbiden" würdigt Till Briegleb in der SZ den italienischen Extremkünstler Roberto Cuoghi, dem das Kasseler Fridericianum eine Schau voller Schönheit, Schrecken und immensem Krach widmet. In ihrem Mittelpunkt steht die "Imitatio Christi", erklärt Briegleb, eine Installation aus Öfen, Tischen und aufblasbaren Iglus als Teil einer Fertigungsstrecke für gekreuzigte Heilande: "Die Nachahmung Christi, die von christlichen Sekten und Mystikern, von Franz von Assisi und der reformatorischen Bewegung der 'Devotio moderna' als Ideal verstanden wurde, bleibt als Aufforderung durch Cuoghis Figuren allerdings ein mystisches Rätsel. Inwiefern sind die gequälten, verformten und gebackenen Körper Gottes, die in Kassel als Kreuzigungsstraße auf beschmierten Museumsstellwänden inszeniert sind, vorbildhaft für das menschliche Leben? Oder geht es Cuoghi um das Nachahmen des Schmerzes als Einspruch gegen menschliche Grausamkeit? Ist die Vielheit dieser künstlichen Reliquien etwa Spott, Memento mori, oder aberwitzige Identifikation?"
In der Welt ahnt Boris Pofalla, warum Debatten oder Kritik den politisch bestens vernetzten Kunst-Unternehmer Walter Smerling nicht erreichen, der jetzt mit der Schau "Dimensions" die digitale Kunst seit 1859 in den Leipziger Pittlerwerken zeigt, Pofalla zufolge recht oberflächlich und unberührt von allen Debatten um den "Kunsthallen"-Eklat (mehr hier): "Es ist auch einfach nicht seine Welt: die offenen Briefe im Netz, die zum Boykott des Projekts aufriefen, die wütenden Künstlerverbände, die freie Szene, die sich beschwert. Geld liegt im guten alten Rheinland doch auf der Straße."
Besprochen wird die Jenny-Holzer-Retrospektive im K21 in Düsseldorf (Tsp).
Anna-Eva Bergman: Pyramide, 1960. Bild: Musée d'art moderne Ein "grandioses Werk" entdeckt FAZ-Kritikerin Bettina Wohlfarth in einer Retrospektive der norwegischen Künstlerin Anna-Eva Bergman im Pariser Musée d'art moderne. Wie eigenständig ihr Werk war zeigt sich der Kritikerin auch darin, dass Bergman ihren Mann Hans Hartung verließ, um sich erst eimal selbst eine Künstlerbiografie zu schaffen und ihn dann zwanzig Jahre später wieder zu heiraten: "Von Anfang an gehen Fotografien als eine Form von Entwurf dem malerischen Werk voraus. Sie zeugen von Beobachtungsgabe, einer Vorliebe für klare Linien und Formen oder für die Schattenwürfe, die das Licht ins Bild zaubert. Die Ausstellung dokumentiert Bergmans künstlerische Anfänge, ihr Apriori - wie ein Hingezogensein - für alles Mineralische, für Natur und Kosmos. Schon in den ersten, noch figurativen Gemälden interessierte sich die junge Künstlerin für grundlegende Formen und die Wirkung des Lichts."
Weiteres: In der SZ berichtet Alexander Menden von Gilbert & Georges neuem Kunstzentrum in London, dessen "geschmacksvolle Akkuratesse" auf ihn wie gehabt zugleich arriviert und ironisch wirkt.
Besprochen werden Cindy Shermans Schau "Anti-Fashion" in der Staatsgalerie Stuttgart (Tsp) und die Alchemie-Ausstellung "Magie oder Naturwissenschaft?" im Weserrenaissance-Museum Schloss Brake (FAZ).
Ein ziemlich beeindruckter Till Briegleb trifft sich für die SZ mit der marokkanisch-französischen Künstlerin Yto Barrada in der Kunsthalle Bielefeld, wo sie gerade ausstellt. Sie hat viel zu erzählen, erklärt es aber nicht immer, meint Briegleb und hilft gern: Was die Besucher hier sehen, "ist im Grunde abstrakter Minimalismus in der Tradition der klassischen Moderne. Zum Beispiel Arbeiten, die sich mit den frühen Werken Frank Stellas beschäftigen. Allerdings sind Barradas Reaktionen 'After Stella', die wie Originalarbeiten des amerikanischen Formexperimentators aussehen, von der Straße aufgelesen, vor einer Hauswirtschaftsschule. Stellas helle Linien auf grauem Grund sind Musterblätter, nach denen junge Frauen das Arbeiten mit der Nähmaschine lernen. Die Nadellöcher sind sichtbar. Das ist natürlich ein sehr komplizierter Spott auf den Heroengestus der abstrakten Nachkriegskunst, mit dem so getan wurde, als hätten die Stellas die Kunst neu erfunden. Barrada hat ausgerechnet ihn in ihren Kosmos der subtilen Kritik an der weißen Männerkunst des Westens aufgenommen, weil Stella die Inspirationen für seine Muster in Marokko gefunden haben soll. Und das ist das Land, das im Zentrum von Yto Barradas Kunstsystem liegt."
In der tazverteidigt die Künstlerin Angela Fette entschieden die Vorstellung von einer autonomen Kunst, die von dem Kunsthistoriker Wolfgang Ullrich bereits verabschiedet wurde. Plötzlich soll's in der Kunst nur noch um Politik und Identität gehen? Das ist doch nur praktisch für Kunstkritiker: Sie erhalten "schnell zugängliches Textmaterial, aber die intellektuelle Unterkomplexität der benannten Themen, wenn sie auf Kunst übertragen werden, verursacht Unbehagen bis an die Schmerzgrenze. Biologistische und biografische Merkmale der Künstler*innen, die in der Identitätspolitik zum Tragen kommen, sind ja einfach zu verstehen und zu vermitteln: Hautfarbe - check, Alter - check, Nationalität - check, Geschlecht - check, Migrationshintergrund - check. Und schon generiert man Bedeutung, man nimmt an 'bedeutenden Umwälzungen in der Gesellschaft' teil. Die feinfühlige Verarbeitung und Vermittlung des eigentlichen Werkes bleibt dabei oft auf der Strecke ... Lieber mal gucken, ob alles in der Checkliste stimmt, dann kann man sich ein weiteres Befassen mit der eigentlichen Arbeit gleich sparen."
Weitere Artikel: In der FAZ stellt Georg Imdahl die chinesische Künstlerpersona LuYang vor, die gerade in der Kunsthalle Basel ausstellt: Sie "hat an sich selbst die Erfahrung gemacht, dass man durch ein Dasein im World Wide Web 'Identität, Nationalität, Gender und sogar die eigene menschliche Existenz hinter sich lassen kann'. Wer sich hier fragt, ob das in allen Aspekten überhaupt wünschenswert sei, hält offenbar (womöglich ebenso unbewusst wie verzweifelt) an einem tradierten Subjektbegriff fest, der längst und unwiderruflich in Auflösung begriffen ist." Im Tagesspiegelstellt Rita Pokorny den deutsch-britischen Künstler Michael Müller vor, der sich in der St. Matthäus Kirche in Berlin mit Richters Birkenau-Bildern auseinandersetzt. Stefan Trinks gratuliert in der FAZ dem Maler Johannes Heisig zum Siebzigsten. Boris Pofalla besucht für die Welt die Künstlerin Katharina Grosse.
Besprochen werden eine Soloschau des NFT-Künstler Rafaël Rozendaal im Folkwang in Essen (taz), eine Ausstellung des Malers Shannon Finley im Mies-van-der-Rohe-Haus in Hohenschönhausen, Berlin (BlZ), die Ausstellung "Sonne. Die Quelle des Lichts in der Kunst" im Potsdamer Museum Barberini (SZ)
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