
Wir hassen sie, aber sie bestimmen unseren Alltag und unsere intimsten Wünsche und Erinnerungen stecken in ihnen:
Passwörter. Im
neuen Magazin der
New York Times erklärt Ian Urbina, passionierter
Passwortsammler, was es sonst noch mit Passwörtern auf sich hat: "Oft haben sie einen weiten Hintergrund, sind Mantra oder ein Ausfall gegen den Chef, ein Andenken an eine alte Liebe, eine alte Wunde. Solche "Andenken-Passwörter" sind wie
Nippes unseres Innenlebens. Ihr Ursprung ist vielfältig: die Bibel, Horoskope, Spitznamen, Liedtexte, Buchauszüge. Wie eine versteckte Tätowierung sind sie intim, verdichtet, ausdrucksstark … "Andenken-Passwörter" erinnern oft an einen Verlust oder einen Wendepunkt. Das Passwort meine Freundin Monica Vendituolis lautete "
swim2659nomore" - 26:59, die erforderliche Qualifikationszeit im 50-Meter-Freestyle-Wettbewerb an der Higschool und die Erinnerung an eine Schulterverletzung, die ihre Karriere beendete. Der Sinn des Passworts veränderte sich über die Jahre. Was als
Trauerritual begann, erinnerte sie später daran, dass Zeit alle Wunden heilt." Der Autor gibt übrigens zu, dass etwas Zerstörerisches am Sammeln solcher Geschichten und vor allem der Passwörter sei. Wie wahr!
In
Silicon Valley ist der Konkurrenzdruck inzwischen so groß, dass erfolgreiche Unternehmer
nach Spanien ausweichen,
erzählt Nick Leiber. So zum Beispiel die Amerikanerin Stacia Carr, die mit einem spanischen Partner ein online-Video-Geschäft in Madrid aufgebaut hat. Die spanische Regierung ist entzückt von diesem Trend und hat ihre
Visabestimmungen für Entrepreneure enorm erleichtert: "Ms. Carr war klar, dass Spanien, ein Land, in dem die Arbeitslosenquote letztes Jahr ein Rekordhoch von 27 Prozent erreichte, ein ziemlich unwahrscheinlicher Ort für ein neues Geschäft war. Aber verglichen mit start-up-Magneten wie
London und Berlin haben spanische Städte wie Madrid und Barcelona
niedrigere Kosten und weniger Konkurrenz - und trotzdem ausreichend Talente, um loszulegen, sagt sie."
Außerdem: Laura Hudson
erkundet die schöne neue Welt der
Twine-Computerspiele - Spiele für alle von allen. Und Alex Witchel
stellt den Bühnenautor
Branden Jacobs-Jenkins vor, der dem alten Thema Identität neue Seiten abgewinnt. In der
Book Review geht"s u.a. um die neue
Philip-
Larkin-
Biografie von James Booth und Hermione Lees
Biografie der englischen Schriftstellerin
Penelope Fitzgerald, die mit 58 Jahren ihr erstes Buch veröffentlichte und mit 80 berühmt wurde. (In der neuen
NYRB hat
Alan Hollinghurst Fitzgerald einen
großen Artikel gewidmet.)