Nele Pollatschek holt im Aufmacher des
SZ-Feuilletons sehr weit aus, um mit Blick auf die Debatte um
Boris Palmer (
Unsere Resümees) der Frage nachzugehen, in welchem Kontext man das Wort "Neger" benutzen darf. Unter anderem zeichnet sie
schwarze Positionen zum Thema nach: Der Autor
Ta-
Nehisi Coates etwa verteidigt die Benutzung des Wortes durch schwarze Menschen, für den Linguisten
John McWhorter steht indes außer Frage, dass jeder das Wort in Zitaten verwenden kann, während die Historikerin
Elizabeth Stordeur Pryor darauf beharrt, dass selbst schwarze Menschen dieses Wort nicht aussprechen sollten. Für Pollatschek ist es letztendlich "jedem selbst überlassen, ob man sich in der Frage, die auch den
Aspekt des Machtkampfs hat, unterordnen möchte." Denn: "In Wahrheit trifft auch, wer vorgibt, sich nach Betroffenen zu richten, vorab die Entscheidung,
welche Betroffenen er ernst nimmt: diesen Juden zu Israel, diese Frau zum Gendern, diesen Schwarzen zu jenem Wort. Auch das ist
entmenschlichend: Bestimmten Betroffenen die Kompetenz abzusprechen, weil ihre Meinung stört, andere zu benutzen, damit sie das legitimieren, was man selbst sowieso längst denkt. Statt anzuerkennen, dass man am Ende
selbst entscheidet, versteckt man sich hinter Menschen, die echt schon genug um die Ohren haben. Das ist ein bisschen faul und ziemlich feige."
Niemand hat so viel
Angst vor dem Klimawandel wie die Deutschen (hierzulande die Angst Nr. 1, international die Angst Nr. 10) und ganz besonders viel Angst haben "eher gut gebildete, Linke und Frauen",
stellt Ruhrbaron Stefan Laurin nach einem Blick auf die Statistiken fest. Viele von ihnen träumen von einer
Postwachstumsökonomie, in der unser Wohlstand auf ein Siebtel (Ulrike Herrmann) oder sogar ein Zehntel (Helge Peukert) schrumpfen soll.
Armut ist für diese Menschen kaum ein Thema, im Gegenteil: "Viele Umweltorganisationen wurden von
Menschen aus der Oberschicht gegründet. Beim "
Bund", aus dem auch die Abmahnorganisation Deutsche Umwelthilfe hervorging, war das zum Beispiel Georg Enoch Robert Prosper Philipp Franz Karl Theodor Maria Heinrich Johannes Luitpold Hartmann Gundeloh
Buhl-
Freiherr von und zu Guttenberg, der Vater des späteren Schummelministers Karl-Theodor zu Guttenberg. Der erste Präsident des World Wide Fund For Nature (WWF) war
Prinz Bernhard der Niederlande. Heute finanziert und unterstützt ein
grüner Adel, der in Privatjets von einer Klimakonferenz zur anderen reist, die Aktivisten: Hinter der Mercator-Stiftung und ihren Nebenorganisationen wie Agora Energiewende, deren ehemaliger Chef
Patrick Graichen war, Agora Verkehrswende und Agora Agrar stecken die aus den
Besitzerfamilien des Handelskonzerns Metro gegründete Meridian-Stiftung. Die dem
Hedgefonds The Children Investment Fond verbundene Stiftung Hedgefonds The Children Investment Fund Foundation finanziert die European Climate Foundation, die auch Agora Energiewende unterstützt, in der Deutschlands Energiepolitik vorgedacht wird. Auch die
Ikea-Stiftung,
Bloomberg Philatropies und der
Rockefeller Brothers Fund sind bei der European Climate Foundation engagiert.
Christopher Hohn, der Chef des Children Investment Fond, ist der größte Spender von Extinction Rebellion. Die Letzte Generation und ihre Ableger in Großbritannien, Italien oder Frankreich werden vom Climate Emergency Fund mitfinanziert. Hinter ihm stehen unter anderem
Aleen Getty, Öl-Erbin und Schwiegertochter von Elizabeth Taylor,
Abigail Disney und Robert
Kennedys Tochter Rory sowie die von
Hillary Clinton initiierte Onward Together Foundation."