9punkt - Die Debattenrundschau - Archiv

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2272 Presseschau-Absätze - Seite 30 von 228

9punkt - Die Debattenrundschau vom 24.09.2024 - Ideen

Buch in der Debatte

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Die Philosophin Svenja Flaßpöhler skizziert im Gespräch mit Richard Kämmerlings von der Welt, wie sich "Streit" und "Diskurs" unterscheiden, ein Thema, zu dem sie auch gerade ein Buch veröffentlicht hat. Durch die "Digitalkultur" werde die Polemik immer weiter verschärft. Ihr eigenes Beispiel stammt allerdings aus einer Talkshow in den Öffentlich-Rechtlichen: "Was ich damals gesagt habe, wäre heute überhaupt kein Skandal mehr: Ich habe mich gegen die allgemeine Impfpflicht ausgesprochen." Die Debatte, die bei Plasberg gefolgt sei, sei für sie auf eine "Vernichtung" hinausgelaufen. Auch über Schweigetaktiken gegenüber der AfD in den Sendern spricht sie: "Diese Strategie der Dethematisierung, die übrigens auch Habermas mit Blick auf die AfD anempfohlen hat, ist aber kontraproduktiv. Sie stärkt die, die man schwächen will. 'Die unsägliche Truppe', so hat Habermas die AfD 2016 genannt, treibt heute alle vor sich her. Die, die man aus dem Diskurs ausschließt, inszenieren sich erfolgreich als Opfer." Thomas Ribi bespricht Flaßpöhlers neues Buch heute in der NZZ und lernt daraus, "wie rasch die Lust an der Auseinandersetzung auch bei denen am Ende ist, die sie propagieren".

9punkt - Die Debattenrundschau vom 23.09.2024 - Ideen

Anders Levermann, Leiter der Abteilung Komplexitätsforschung am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, fordert in der FAZ angesichts des Klimawandels aber auch des immer größeren Einflusses von Tycoonen wie Musk oder Bezos "einige wenige neue Grenzen", mit denen seiner Beteuerung nach Freiheit eher geschützt als verringert würde. "Das Setzen von Grenzen erhält unser aller Freiheit. Sie ermöglichen Wettbewerb und Demokratie und unendliches Wachstum auf einem endlichen Planeten - freie Entfaltung im Raum der Möglichkeiten. Denn das eine, was auch auf einem endlichen Planeten unendlich ist, sind Möglichkeiten." Wie genau diese Grenzen aussehen sollen und wer sie durchsetzt, erklärt Levermann leider nicht.

9punkt - Die Debattenrundschau vom 21.09.2024 - Ideen

Die NZZ druckt den Eröffnungsvortrag des "Philosophicum Lech" der Philosophin Barbara Bleisch. Sie plädiert für eine Philosophie als Störaktion. Aber die Sache ist natürlich tricky, denn auch die Populisten profilieren sich ja hauptsächlich als Querdenker. Bleisch schlägt folgende Unterscheidung vor: "Denken wir an die missliebige Figur des Spielverderbers, der während einer friedlichen Partie zu schummeln beginnt. Ist das Spiel, das er stört, ein an sich faires und halten sich alle anderen Beteiligten an dessen Regeln, wird er zu Recht gemaßregelt. Ist das Spiel jedoch ein falsches, in dem der Störenfried selbst betrogen wird, stört er zu Recht und wird womöglich sogar zum Helden: zu einem, der eintritt für jene, die unter den unfairen Regeln leiden, und der das Spiel zu einem besseren wenden will."
Stichwörter: Bleisch, Barbara

9punkt - Die Debattenrundschau vom 19.09.2024 - Ideen

Das Wort "Staatsräson" war "lange Zeit verpönt, verdrängt, vergessen", hält der emeritierte Rechtsprofessor Josef Isensee in einem längeren FAZ-Essay fest. Ursprünglich entspringe der Begriff "der objektiven Notwendigkeit des Staates, sich gegenüber anderen Mächten, zumal anderen Staaten, zu behaupten. Der Begriff hat deskriptiven, nicht präskriptiven Charakter." Gegenüber Israel hat der Begriff für Isensee allerdings nicht allzuviel zu besagen: "Von der Staatsräson als klassischer Signatur des Machtstaates ist in der Anwendung auf das deutsche Verhältnis zu Israels Sicherheit so gut wie nichts übrig geblieben. Der nunmehrigen Als-ob-Staatsräson fehlt jeglicher Hinweis auf die praktischen Folgen. Verteidigungsminister Pistorius erklärt einen militärischen Einsatz der Bundeswehr als 'gerade völlig unvorstellbar'; er spricht aus, was nahezu alle in Deutschland denken. Das Schweigen über die praktischen Folgen ist keine Lücke im Plan der fremdnützigen Staatsräson, sondern geradezu ihr Sinn: Das politische Bekenntnis darf im Ernstfall nichts kosten und Deutschlands Friedensposition nicht beeinträchtigen."
Stichwörter: Staatsräson, Bundeswehr

9punkt - Die Debattenrundschau vom 14.09.2024 - Ideen

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Im großen FR-Interview, dass Michael Hesse mit Wolfram Eilenberger anlässlich des Erscheinens von Eilenbergers "Geister der Gegenwart" über die Rebellion im Denken von Foucault, Sontag, Adorno und Feyerabend geführt hat, bezeichnet der Philosoph Habermas als "kühl kalkulierenden Machtkarrieristen", der die Frankfurter Schule zerstört habe. Auch über diese Einschätzung Eilenbergers dürfte sich nicht nur Habermas freuen: "Im Rückblick auf unsere Gegenwart wird man sagen können, dass die wirklich großen Impulse der Philosophie des 20. Jahrhunderts mit Beginn der 1980er Jahre vorbei waren und dass wir seither keine großen Figuren, keine großen Impulse und auch keine großen Werke in der Philosophie mehr gesehen haben. Es hat eine Art Torschluss stattgefunden, über dessen Gründe man sehr lange nachdenken kann. Die Jahre zwischen 1948 und 1984 waren sicher noch einmal Jahre bedeutender Neuanfänge in der Philosophie, und ich glaube nicht, dass wir die letzten 40 Jahre der Philosophie als eine solche Zeit adressieren können."

Auf den Bilder und Zeiten-Seiten der FAZ versucht sich der Schriftsteller Michael Kleeberg an einer Analyse der Franzosen, denen er attestiert, dass die Ideen von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit immer mehr Rhetorik als gelebte Praxis gewesen sind: "De facto sind die Franzosen tendenziell immer ein fremdenfeindliches und misstrauisches Bauernvolk geblieben, was aber nicht verhinderte, dass in den und um die rassistischen und ausgrenzenden Praktiken herum zugleich auch immer das hohe Ideal lebte, sich Bahn brach und seine großen Herolde hervorbrachte. Beides hat seit mehr als zweihundert Jahren Frankreichs Charakter bestimmt. Die produktive Legende vom Land der Menschenrechte und die fremdenverachtende Praxis. Es ist eine permanente Dialektik, kein Entweder-oder. Die Verheißung hat die Leute ins Land geholt und durchhalten lassen, während sie benachteiligt wurden bis hin zur Apartheid. (…) Vielleicht hat Frankreich die Legende zu lange gedruckt, obwohl die Wahrheit schon länger ans Licht gekommen war. Die Wahrheit vom Abgrund, der zwischen Anspruch und Realität klafft, zwischen dem Selbstverständnis, ein Leuchtturm der Humanität, und der Realität, nur mehr eine krisengeschüttelte Mittelmacht zu sein. Der Anspruch, von mehr zu sprechen als von nationalen Interessen, wenn von diesen gesprochen wird, kann nicht mehr eingelöst werden."

Weitere Artikel: Ebenfalls in der FAZ nimmt der Politikwissenschatftler Hendrik Simon den Mythos vom "freien Recht zum Krieg" auseinander.

9punkt - Die Debattenrundschau vom 13.09.2024 - Ideen

Buch in der Debatte

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Mit der Philosophin Seyla Benhabib wird die "Gegenspielerin von Judith Butler" mit dem Adorno-Preis 2024 ausgezeichnet, schreibt Arno Frank bei Spon. In ihrer Rede "Gegen falsche Universalien und identitäres Denken", die Michael Hesse für die FR resümiert, kritisierte sie im Anschluss an Adorno, die "Fähigkeit zu einem erweiterten Denken, das den Standpunkt des Anderen berücksichtige" sei verloren gegangen: "'Nicht nur die Zivilgesellschaft und ihre Konflikte treiben uns in endlose Kontroversen über die gespaltene Erinnerung, darüber, ob die Erinnerung an Auschwitz bedeutsamer ist als die an kolonialen Rassismus und Vernichtung, darüber, ob Islamophobie virulenter ist als Antisemitismus. Warum müssen wir in diesen Fragen überhaupt eine Wahl treffen?', fragte sie. 'Ist es so schwer, die Kontinuitäten zwischen Lagern für die Kolonialisierten und den Vernichtungslagern in Auschwitz zu sehen, aber auch den Bruch? Ist es so schwer, bei der Betrachtung der Mohammed-Karikaturen eines dänischen Karikaturisten zu bemerken, dass dieses Gesicht auch der Archetyp des Juden ist: große Nase, furchterregende Augen, sinnliche Lippen? Welche Gemeinsamkeiten gibt es zwischen Antisemitismus und antimuslimischen Vorurteilen?'"

9punkt - Die Debattenrundschau vom 09.09.2024 - Ideen

Das Thema Klimawandel sollte weder in der Literatur noch anderswo alarmistisch vorgebracht werden, meint der Literaturwissenschaftler Martin Puchner im Tagesspiegel-Gespräch mit Oliver Geyer. "Der Alarmismus apokalyptischer Erzählung, die suggerieren, der Weltuntergang stehe kurz bevor, führt nur zu Resignation. Dann kann man in den letzten fünf Minuten auch weiterkonsumieren und noch so gut es geht das Leben genießen. Aber so alarmierend die wissenschaftlichen Erkenntnisse sind - sie geben gar nicht her, dass ein zivilisatorischer Totalzusammenbruch kurz bevorsteht. Das Leben wird weitergehen, und wir müssen es neu gestalten. Apokalyptische Denkmuster lähmen uns da nur."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 07.09.2024 - Ideen

Buch in der Debatte

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Wir sollten mehr Meinungspluralität zulassen, ruft Constantin Schreiber im Zeit-Online Gespräch, der sich nach längerer Zeit des Schweigens mit der Streitschrift "Lasst uns offen reden" zu Wort meldet. Nachdem sich Schreiber wegen seiner Kritik am Islam vermehrt Hass-Botschaften ausgesetzt sah und schließlich bei einem Vortrag mit einer Torte beworfen wurde, zog er sich zurück (unser Resümee). In seinem neuen Band plädiert er dafür, sich mit unliebsamen Positionen offener auseinanderzusetzen, selbst wenn es dabei beispielsweise um die AfD geht: "Es gibt immer wieder diesen Aberglauben, ein Gedanke entstünde erst dann, wenn er öffentlich ausgesprochen wird. Ob Björn Höcke nun im Fernsehen auftritt oder nicht - sein Gedankengut teilen da ja aber bereits viele Menschen. Unter anderem auch, weil die etablierten Medien heutzutage keine Gatekeeper mehr sind. Umgekehrt werden Gedanken nicht unbedingt dadurch aufgewertet oder verführerischer, wenn sie im Fernsehen ausgesprochen werden: Ganz im Gegenteil glaube ich, dass viele Auftritte eher für Entsetzen und Aufklärung sorgen. Wir müssen da offener und mutiger werden."


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In der Welt porträtiert Mladen Gladic den Philosophen und Autor Wolfram Eilenberger, dessen neues Buch "Geister der Gegenwart" gerade erschienen ist. Dieser erklärt, warum er es nicht bereut, die Universität hinter sich gelassen zu haben, warum er einen Fußball-Trainerschein hat, und natürlich geht es auch um sein neues Buch, das von den 'letzten Jahren der Philosophie' handelt "und einen Bogen von 1948 bis 1984 spannt. Es stimme natürlich nicht, dass seither nicht mehr philosophiert würde, erklärt er. Vielmehr sei für sein Vierergespann 'eine gewisse Konstellation des Denkens, nämlich das moderne Denken, so wie es akademisch aufgefasst wird, zu einem Ende gekommen.' Aber weder Adorno noch Feyerabend, Sontag oder Foucault hätten den Auftrag der Moderne fallen lassen wollen. Und wie auch heute also selbstredend noch philosophiert werden kann, kann man noch Philosophiegeschichte schreiben. Eine, die das Denken weder biografischer Reduktion unterwirft noch reine Problemgeschichte ist."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 04.09.2024 - Ideen

Auf den Geisteswissenschaften-Seiten der FAZ fasst sich Johannes Becke, Inhaber des Ben-Gurion-Lehrstuhls für Israel- und Nahoststudien an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, an den Kopf: Deutschland hat es schlicht verschlafen, die Universitätslandschaft auf die Debatten zu Israel und Palästina vorzubereiten, es gibt "keine einzige (!) reguläre Professur für Israel-Studien an einer staatlichen Universität in Deutschland". Das liegt auch an der "Tendenz zur Entprofessionalisierung", so Becke: "Im tendenziell Israel-kritischen Flügel der deutschen Antisemitismus-Studien kann niemand ausreichend Arabisch, um die hasserfüllten Graffiti der Humboldt-Besatzer zu entziffern. ... Wer nur ausreichend globalgeschichtliche Schablonen zur Hand hat, der braucht offenbar keine Hebräischkenntnisse mehr - ganz zu schweigen von einem tieferen Verständnis der jüdischen und israelischen Geschichte."

Mehr als 6.000 WissenschaftlerInnen sollen Russland seit Kriegsbeginn verlassen haben, nun schließt auch die Europäische Universität in Sankt Petersburg ihre Politologie-Fakultät, meldet Inna Hartwich in der taz: "Immer mehr sind die russischen Universitäten dem Druck ausgesetzt, mehr den Krieg in der Ukraine zu normalisieren, ja ihn zu legitimieren, als wirklich zu lehren. 'Universitäten werden längst zur Unterstützung der Kriegskampagne genötigt. Sie heroisieren die Kämpfer der ,Spezialoperation'. Loyalität zur Führung ist demnach wichtiger als die Qualität der Lehre. Man betreibt nun eine sogenannte, national orientierte Wissenschaft und nennt sie 'echt'', sagt der Historiker Dmitri Dubrowski, den die russische Justiz seit April 2022 als 'ausländischen Agenten' brandmarkt. Mittlerweile lehrt der 54-Jährige an der Karls-Universität in Prag. Dubrowski nennt diese Transformation der russischen Hochschullandschaft 'Weaponization': In Jura sollen die Student*innen erklären, dass Russland bei seiner Zerstörung der Ukraine im Rahmen internationaler Verträge handele, in Politologie stelle sich die Unis an die Spitze des Antikolonialismus, in Linguistik kümmern sie sich um die Verkehrung der Sprache, die das Regime seit dem Angriff im Februar 2022 betreibe. 'Die meisten Professoren fügen sich da ein', so der Wissenschaftler."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 03.09.2024 - Ideen

Sahra Wagenknecht hat vieles mit der ägyptischen Königin Nofretete gemein, bemerkt Florian Illies auf Zeit Online. "Und die ostdeutsche CDU wäre gut beraten, sich kurz vor Beginn der Koalitionsverhandlungen auch mit der Nofretete selbst zu beschäftigen." So habe Nofretete ihren Mitregenten Pharao Amenophis IV. nach und nach zu einer "Art Frühstücksdirektor" degradiert, "während sie alle Fäden in der Hand hatte. Nofretete hatte große Fähigkeiten in der Kriegsführung, dem Niederschlagen von Feinden und dem, was man heute Konfliktsteuerung nennt. Ist es nicht eigentlich das Zeichen einer wahren Königin, dass Sahra Wagenknecht es in ihrer von ganz rechts nach ganz links reichenden politischen Agenda vermag, aus einem vertikalen Klassenkonflikt einen horizontalen Klassennationalismus zu machen, wie es Oliver Nachtwey jüngst erkannt hat?"

In der FAZ erkennt der Rechtsphilosoph Dietmar von der Pfordten in Benennung des BSW nach der Führungsperson einen Verstoß gegen den "Geist der Demokratie, nach dem politische Macht durch wiederkehrende Wahlen und auf begrenzte Zeit legitimiert wird": "In Demokratien muss nicht nur die politische Willensbildung in staatlichen Organisationen und Prozessen demokratisch erfolgen, sodass Ämter nur auf Zeit vergeben werden dürfen und jede Person zumindest durch Nichtwiederwahl abwählbar sein muss. Auch die Parteien müssen in ihrer inneren Struktur derart demokratisch verfasst sein. Artikel 21 Absatz 1 Satz 2 des Grundgesetzes fordert von allen Parteien: 'Ihre innere Ordnung muss demokratischen Grundsätzen entsprechen.' Das heißt, dass es keine nichtgewählten Parteiführer geben darf. Alle Führungspersonen müssen sich periodischen Wahlen stellen. Sie müssen folglich auch zumindest durch Nichtwiederwahl abwählbar sein. Und sie müssen sogar aus der Partei ausgeschlossen werden können."

Björn Höckes Ankündigung, er wolle gar nicht regieren, versucht Christian Geyer ebenfalls in der FAZ mit Leo Strauss, der die Unterscheidung politischen Sprechens in esoterische und exoterische Aussagen traf, zu erläutern: "Exoterisch, für die breite Öffentlichkeit bestimmt, wäre demnach Höckes Bekenntnis zur Regierungsverantwortung mit einem beziehungsreichen Offenlassen der Personalfrage. Esoterisch, für einen engeren Kreis von Eingeweihten, stünde Höckes nun in der Tat zentrales politisches Motiv des 'Widerstands', eines Widerstands gegen ein, wie er es seit Jahren nennt, 'kartellartig organisiertes Establishment', womit nichts anderes als das liberale demokratische 'System' gemeint ist. (…) Höcke und Wagenknecht - zwei im Übrigen kaum analogisierbare Varianten eines Rechtspopulismus - zeigen doch ein analytisches Desiderat nach der Wahl: Ein neues Framing, eine neue Rahmung politischer Widerstandsbewegungen braucht das Land."