Amazon zahlt in Britannien nur
ein Elftel der Unternehmenssteuer, die ein traditioneller Buchladen bezahlen muss,
berichtet Alison Flood im
Guardian, die das wiederum in einem
Report des Centre for Economics and Business Research (CEBR) gelesen hat. Tim Godfray, Leiter der Vereinigung der Buchhändler, erklärte auf deren Jahrestagung: "'
3 Prozent der Buchläden schließen derzeit jährlich und 275 Städte in UK werden demnächst dank sinkender Umsatzzahlen alle ihre Buchhandlungen verloren haben , wenn nichts unternommen wird. Wir hoffen, dass der Report die Regierung ermutigt, die Buchläden der Nation zu schützen und ihr Gedeihen zu fördern.' Zahlen der Buchhändlervereinigung zeigen, dass es derzeit noch
867 Buchhandlungen in UK gibt. Damit hat sich die Zahl in den letzten elf Jahren fast halbiert. Nach den Zahlen des CEBR stellen Buchläden 24.400 Jobs in UK und zahlen 416 Millionen Pfund an Löhnen. Aber sie werden durch eine 'immer schwierig werdende Handelsumgebung' bedroht, so der Report und benennt Amazons Marktmacht und -vorteile, Umsatzzahlen und Unternehmenssteuer als Probleme, die die Existenz der lokalen und nationalen britischen Buchhändler bedrohen."
Gut geht's auch dem Bahnhofsbuchhandel und den
Presseläden in Deutschland nicht. Seit Monaten streitet der Bundesverband Presse-Grosso mit Verlegern um die Aufteilung der Margen,
schreibt Markus Trantow bei
turi2 (für das Peter Turi auch den Pressegrosso-Chef Frank Nolte per Video interviewt hat): "Bei den Händlern herrscht Flaute, zwischen
5 und 8 Prozent Umsatz haben die Großhändler in den ersten sechs Monaten 2017 verloren. Nolte sieht weiter einen hohen
Fusionsdruck in der Branche. In den vergangenen zehn Jahren sei die Zahl der Pressegroßhändler von 100 auf unter 50 gesunken, in fünf Jahren könnten es nur noch 20 sein, sagt Nolte."