Angesichts der "
Krise des Lesens", die sich in verringerten Buchverkäufen aber auch im Verlust vieler Leser an Amazon manifestiert,
rät Rüdiger Wischenbart im
Perlentaucher der Branche einen Blick auf die
eigene Vergangenheit: "Um die Mitte des 19. Jahrhunderts waren es nämlich die Ahnherren - seltener Frauen, außer bei den Leserinnen - der heutigen Verlage und Buchmacher, die erstmals eine
echte Massenkultur auf den Weg brachten. Zeitschriften, in denen ausführliche Geschichten und
Fortsetzungsromane einen attraktiven Kern darstellten, erreichten Auflagen von 100.000 und mehr, dank eines ausgefuchsten Vertriebs- und Abo-Systems. Serielle
Mehrfachverwertungen - erst die Zeitschrift, dann das Buch, und oftmals auch populäre Theaterfassungen, ab den 1920er Jahren dann auch Radioversionen, erhöhten Reichweite und Ertrag kräftig."